Frust mit «Leopard» und AirPort Extreme

Seit der Aktualisierung auf Mac OS X «Leopard» frustriert mich meine AirPort Extreme-Basisstation ernsthaft. Nicht nur brachte «Leopard» keine Lösung für das gelegentliche Vergessen des AirPort Disk-Passwortes, sondern noch schlimmer, mit «Leopard» ist die Datenübertragung zwischen Mac und AirPort Disk wesentlich langsamer. Mit «Tiger» erreichte ich akzeptable 6 bis 7 MB/s, mit «Leopard» im besten Fall noch 2 bis 3 MB/s, meistens aber noch weniger …

… da ich die AirPort Extreme-Basisstation insbesondere auch wegen der AirPort Disk-Funktionalität und die Verwendung mit iTunes kaufte, sehe ich mich vor dem Problem, dass sich bei der erwähnten Datenübertragungsgeschwindigkeit iTunes nicht mehr sinnvoll nutzen lässt – anstatt beispielsweise Musik- und Videodateien beim Abspielen zwischenzuspeichern, versucht iTunes die Dateien fortlaufend abzurufen, gerät dabei aber ins Stottern und zeigt zwischen Ton- und Bildfetzen ständig das Wartesymbol an – Frust pur! 😡

17 Comments

  1. DarthMac
    22. Dezember 2007

    Ich habe seit zwei Monaten einen Case bei Apple offen hinsichtlich AEBS und mieser Performance. Bisherige Ergebnisse waren dass WBS und WLAN Extension zwischen zwei AEBS zu erheblichen Performance-Einbußen führt. Weiterhin ist mein Eindruck dass die beiden AEBS zwischeneinander immer mal wieder ein bis zu 10x langsameres Tempo aushandeln als eigentlich möglich sein sollte. Heisst im Klartext: mal die beteiligten Geräte neu starten (zumindest eines) und schauen ob nicht doch eine vernünftige Geschwindigkeit ausgehandelt wird. Jedenfalls schafft mein iMac 20″ (non-Alu) sowie eine GigE-AEBS meist 7-8 MB/s an Transferleistung. Das reicht für einen Mac-Mini am anderen Ende mit einer zentralen Time-Machine-Platte und für iTunes sowieso. Wer Details zu diesen und ähnliche gelagerten Späßen haben will, einfach eine Mail hinterlassen.

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  2. Martin (MacMacken)
    22. Dezember 2007

    Bisherige Ergebnisse waren dass WBS und WLAN Extension zwischen zwei AEBS zu erheblichen Performance-Einbußen führt.

    Klar, das lässt sich leider nicht umgehen.

    Jedenfalls schafft mein iMac 20″ (non-Alu) sowie eine GigE-AEBS meist 7-8 MB/s an Transferleistung. Das reicht für einen Mac-Mini am anderen Ende mit einer zentralen Time-Machine-Platte und für iTunes sowieso.

    Mit «Tiger» erreichte ich auch in etwa diese Geschwindigkeit, was gerade noch erträglich war … iTunes ist leider nicht dafür ausgelegt, mit langsamen Verbindungen zu arbeiten oder auch mit Verbindungsunterbrüchen umzugehen.

    Für «Time Machine» ist die Verwendung einer AirPort Disk IMHO bislang nicht empfehlenswert, denn für die Datensicherung sollte man sich nicht auf Basteleien einlassen. Hinzu kommt auch hier die langsame Verbindungsgeschwindigkeit – für die Datensicherung im Netzwerk sollte IMHO kontinuierlich gesichert werden und nicht bloss einmal pro Stunde.

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  3. Martin
    23. Dezember 2007

    Ich kann das Performance Problem bei mir nicht bestätigen. Ich habe zwei Leopard-Macs am Airport Extreme und läuft alles perfekt. Allerdings habe ich keine Disc direkt am Airport sondern greife auf ein NAS zu.
    Ein kurzer Test:
    dd if=/dev/zero of=test bs=1024k count=100
    time cp test /Volumes/transfer/
    rm test

    Resultat:
    real 0m10.635s
    user 0m0.001s
    sys 0m1.685s

    Also gute 8.3MB/s -> 66mbps

    Gruss und schöne Festtage,
    Martin

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  4. wicki
    23. Dezember 2007

    ich kann den Frust nur bestätigen, denn bei mir läuft gar nichts mehr. Allerdings bin ich ein völliges Greenhorn auf dem Mac (gehört meiner Freundin). Ich wollte Ihr mit Leopard eine Freude machen und jetzt hat sie kein Internet mehr. Ich habe eine WEP-verschlüsselung, die er einfach nicht schluckt. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.

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  5. Martin (MacMacken)
    23. Dezember 2007

    @Martin:

    Also gute 8.3MB/s -> 66mbps

    Wie schnell ist Deine WLAN-Verbindung brutto?

    Reply
  6. Martin (MacMacken)
    23. Dezember 2007

    ich kann den Frust nur bestätigen, denn bei mir läuft gar nichts mehr. Allerdings bin ich ein völliges Greenhorn auf dem Mac (gehört meiner Freundin). Ich wollte Ihr mit Leopard eine Freude machen und jetzt hat sie kein Internet mehr. Ich habe eine WEP-verschlüsselung, die er einfach nicht schluckt. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.

    Was genau funktioniert nicht? Die WLAN-Verbindung selbst, die Verbindung zur AirPort-Festplatte?

    Im Bezug auf die WLAN-Verschlüsselung solltest Du WEP nicht verwenden, sondern im Minimum WPA, noch besser WPA2.

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  7. wicki
    23. Dezember 2007

    Danke für prompte Nachfrage.
    Also bei mir kann der Mac zwar mein Netzwerk erkennen und anzeigen, jedoch nicht darauf zugreifen. Er verlangt das Kennwort und nach dem ich dieses eingegeben habe (WEP) sagt er, dieses sei nicht kompatibel oder er verlangt es nochmals (jenachdem wo ich es eingebe, automatische Einstellung oder Systemeinstellung). WEP benutze ich schon seit Jahren mit meinem PC und wollte wegen dem Mac eigentlich nicht alles ändern.

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  8. Martin (MacMacken)
    23. Dezember 2007

    WEP benutze ich schon seit Jahren mit meinem PC und wollte wegen dem Mac eigentlich nicht alles ändern.

    Dann lass doch die Verschlüsselung gleich weg, WEP schützt sowieso nicht (mehr) … die beschriebene Fehlermeldung klingt, als ob Du Den WEP-Schlüssel im falschen Format eingegeben hättest (HEX oder ASCII, versuch mal den anderen Weg). Aber wie erwähnt: Finger weg von WEP, verwende WPA oder WPA2!

    Reply
  9. wicki
    23. Dezember 2007

    Ja gut. Ich habe jetzt die Verschlüsselung deaktiviert und es geht tatsächlich. Ich finde es trotzdem sehr merkwürdig, dass Leopard den WEP nicht unterstützt. Leider bietet mein Gigaset keine andere Verschlüsselung an. Glaubst Du hinter einer Firewall mit MAC-Filter bin ich trotzdem einigermassen sicher? Besten Dank für Deine Hilfe und schöne Weihnachten.

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  10. Martin (MacMacken)
    23. Dezember 2007

    Ja gut. Ich habe jetzt die Verschlüsselung deaktiviert und es geht tatsächlich.

    Ich hoffe, nicht dauerhaft – WLAN sollte man nicht ohne Verschlüsselung nutzen!

    Ich finde es trotzdem sehr merkwürdig, dass Leopard den WEP nicht unterstützt.

    «Leopard» unterstützt auch WEP, doch gibt es zwei Eingabemethoden um den WEP-Schlüssel einzugeben. Falls «Leopard» Deinen Schlüssel nicht akzeptiert, kannst Du ihn unter http://www.stroica.com/fehlerhafte-links/ ins andere Format umwandeln lassen – damit müsste es dann funktionieren …

    Leider bietet mein Gigaset keine andere Verschlüsselung an.

    … in diesem Fall solltest Du Deine Hardware austauschen; WEP ist wie erwähnt längst nicht mehr sicher, selbst Laien können mit der entsprechenden und leicht im Internet zu findenden Software WEP innert Minuten «knacken».

    Glaubst Du hinter einer Firewall mit MAC-Filter bin ich trotzdem einigermassen sicher?

    Nein, ein MAC-Filter dient der Administration von IP-Adressen im lokalen Netzwerk, nicht aber der Sicherheit. Die MAC-Adressen werden per WLAN unverschlüsselt übertragen (auch bei der Verwendung von WLAN-Verschlüsselung) und können damit auch von Angreifern verwendet werden, denn MAC-Adressen lassen sich problemlos per Software ändern, auch auf dem Mac übrigens.

    Meine Empfehlungen als Zusammenfassung: 1. WEP verwenden, solange Du keine neue WLAN-Hardware gekaufst hast; 2. WLAN-Hardware so bald wie möglich ersetzen und auf WPA2-Unterstützung achten; 3. MAC-Filter deaktivieren, falls nicht für die Administration der IP-Adressen notwendig.

    Besten Dank für Deine Hilfe und schöne Weihnachten.

    Danke gleichfalls! 🙂

    Reply
  11. Marebolja
    23. Dezember 2007

    Hat man eine AirPort Extrem Station sollte man die Landeseinstellung auf Belgien setzen um die volle Sendeleistung des Gerätes zu nutzen. (Bei der deutschen Einstellung ist die Sendeleistung beschnitten)

    Nun muß man sich ins Terminal begeben.

    Jetzt gibt man im Terminal folgende Zeile ein:

    cd /etc –>Enter drücken

    dann gibt man ein:

    sudo pico sysctl.conf –>Enter drücken (nun hat man eine neue Datei mit den Namen sysctl.conf mit dem Editor Pico angelegt)

    jetzt einfach die folgenden Zeilen mit der Maus makieren.

    ifconfig en1 mtu 1492
    net.inet.tcp.sockthreshold=0
    net.inet.tcp.sendspace=65536
    net.inet.tcp.recvspace=65535
    net.inet.udp.recvspace=73728

    und command+C drücken (in die Zwischenablage kopieren)
    Danach ins Terminal wechseln und die Zeilen mit Command+V einfügen.
    Nun CTRL+X drücken um Pico zu beenden. Jetzt noch Y zum speichern drücken und
    man hat es geschaft.

    Jetzt wird die AirPort Verbindung optimiert.(Hat bei mir gut funktioniert. Wer mehr wissen möchte was man da genau angepasst hat, sollte einfach mal ein wenig googeln.)

    Möchte man die Änderungen wieder rückgängig machen.

    Geht man wieder in das Terminal und gibt folgende Zeilen an.

    cd /etc –> Enter drücken

    dann folgende Zeile eingeben.

    sudo rm sysctl.conf –> Enter drücken (damit wird die Datei gelöscht)

    System neu starten und alles ist wieder so wie es vorher war.

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  12. Martin
    23. Dezember 2007

    @MacMacken

    Habe einen relativ neuen AEBS mit 802.11n. Ich weiss ehrlich gesagt nicht ob mein Macbook überhaupt 802.11n unterstützt :-s Jedenfalls siehts so aus, weil mit 802.11g dieser Durchsatz unrealistisch wäre…
    (Falls das noch interessiert: WPA2 PSK… EAP-TLS ist in Planung aber hatte noch keine Muse einen Radius Server einzurichten…)

    Gruss,
    Martin

    Reply
  13. Martin (MacMacken)
    24. Dezember 2007

    @Martin:

    Habe einen relativ neuen AEBS mit 802.11n. Ich weiss ehrlich gesagt nicht ob mein Macbook überhaupt 802.11n unterstützt :-s Jedenfalls siehts so aus, weil mit 802.11g dieser Durchsatz unrealistisch wäre…

    Ja, das stimmt … allerdings sind auch 66 Mbps netto per n-WLAN ziemlich hoch, aber wenn’s funktioniert, schön! 🙂

    Reply
  14. Martin (MacMacken)
    24. Dezember 2007

    @Marebolja:

    Hat man eine AirPort Extrem Station sollte man die Landeseinstellung auf Belgien setzen um die volle Sendeleistung des Gerätes zu nutzen. (Bei der deutschen Einstellung ist die Sendeleistung beschnitten)

    Die Schweiz funktioniert übrigens auch … letztlich geht es darum, dass man die Einstellung «Kanalbreite ausnutzen» aktivieren kann.

    Was Deinen Tipp betrifft: Ausprobieren, klar! 🙂

    Allerdings scheint er mir für Macs ausgelegt zu sein, die direkt per DSL online gehen … die eigentliche WLAN-Verbindung zwischen Mac und AirPort Extreme dürfte davon nicht betroffen sein.

    Gab es übrigens nicht von Apple mal einen «Broadband Tuner» (oder so ähnlich), der auch an diesen Einstellungen Veränderungen vornahm?

    Reply
  15. Andreas
    24. Januar 2008

    Allen, die ihre Airport Extreme dauerhaft mit 300 MBit/s betreiben wollen, lege ich meine Erfahrungen damit ans Herz: http://www.macprime.ch/forum/viewthread/4687/

    Reply
  16. Martin (MacMacken)
    24. Januar 2008

    Allen, die ihre Airport Extreme dauerhaft mit 300 MBit/s betreiben wollen, lege ich meine Erfahrungen damit ans Herz: http://www.macprime.ch/forum/viewthread/4687/

    … wobei es in der Praxis kaum je möglich sein dürfte, tatsächlich 300 Mbit/s brutto zu erreichen – schon auf kurze Distanz bricht die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich an (was natürlich im Grundsatz für alle WLAN-Router gilt).

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  17. Magda
    8. April 2008

    Hi, habe das gleiche Problem wie wiki. Allerdings teile ich mir den Zugang mit meinen Nachbarn und möchte nicht unbedingt, dass sie die Verschlüsselung nur für mich rausnehmen. Mit dem alten Programm (Panther) macht der WEP Schlüssel keine Probleme. Sieht einer von euch eine Möglichkeit, ohne die Verschlüsserung zu deaktivieren?
    P.S. auch die Umrechnergeschichte hat nicht funktioniert, denn danach hat mein Schlüssel 208 Bit.

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