Macworld-Frust II: Exklusive WLAN-Datensicherung

Apple ist offensichtlich nicht in der Lage, die Mac OS X «Leopard»-Datensicherung per «Time Machine» auch auf externe Festplatten zu ermöglichen, die per WLAN angebunden sind – nicht einmal auf externe Festplatten an der Apple-eigenen AirPort Extreme-Basisstation!

Wer per «Time Machine» und WLAN Datensicherung betreiben möchte, muss stattdessen die neue «Time Capsule» kaufen, eine AirPort Extreme-Basisstation mit integrierter Festplatte …

… WLAN-Datensicherung mit «Time Machine» bleibt damit ein exklusives «Vergnügen» – exklusiv übrigens auch im Sinn von «teuer»: In der Schweiz kostet die AirPort Extreme-Basisstation CHF 249.00, die «Time Capsule» CHF 429.00 (500 GB-Version) beziehungsweise CHF 729.00 (1 TB-Version). In der günstigeren Version kostet das GB Speicherplatz damit rund 36 Rappen, in der teureren Version rund 48 Rappen, was im Vergleich zu USB-Festplatten, die man sich im Handel kauft, vergleichsweise teuer ist.

Nebenbei gefragt: Für mich bleibt ein Rätsel, wieso man bei der teureren Version pro GB einen höheren Preis bezahlen muss – ist Mengenrabatt für Apple ein Fremdwort oder sind 1 TB-Festplatten wirklich noch so teuer? ❓

17 Comments

  1. Anonymous
    16. Januar 2008

    sollte das nicht 1TB Festplatten heißen? Tatsächlich sind 1TB Festplatten wesentlich teurer als 500GB Platten. Pro GB zahlt man zur Zeit am wenigsten für 500GB Platten. 🙂

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  2. jamie oliver
    16. Januar 2008

    Eigentlich ist es lustig. Apples Wachstum ist gleichzeitig auch ihr grösstes Problem. Immer mehr switcher kommen vom PC zum mac und fordern (zu recht) mehr Flexibilität und Freiheit beim Kauf von Computer Zubehör.

    Dafür darf man nicht vergessen, dass gerade diese Abhängigkeit von Apple der grösste Trumpf war: nur so konnte die Qualität aufrechterhalten und sich so von den Kompatibilitätsproblemen der PC Welt abgrenzen. Fragt sich nur wie Zeitgemäss das ist?

    Ein paar Beispiel aus meiner Vergangenheit: mein apple Laser Drucker und der Scanner ging nur an meinen mac, als ich im pc eine neue Grafikkarte einbaute ging der Computer nicht mehr weil es einen Gerätekonflikt mit dem motherboard gab.

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  3. Peter
    16. Januar 2008

    @Jamie: Stimmt nicht ganz, die Apple Laserdrucker gingen auch unter Windows, man musste allerdings einen PostScript-Druckertreiber installieren. Wir haben übrigens immer noch zwei Apple Laserwriter im Einsatz.

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  4. Martin (MacMacken)
    16. Januar 2008

    sollte das nicht 1TB Festplatten heißen?

    Korrigiert, merci für den Hinweis! 🙂

    Dafür darf man nicht vergessen, dass gerade diese Abhängigkeit von Apple der grösste Trumpf war: nur so konnte die Qualität aufrechterhalten und sich so von den Kompatibilitätsproblemen der PC Welt abgrenzen. Fragt sich nur wie Zeitgemäss das ist?

    Sind Apple-Produkte denn qualitativ wirklich überlegen? Mit dem Design können die meisten anderen Hersteller nicht mithalten, aber das ist nur eine Dimension der Qualität … ich würde es im Fall der WLAN-Datensicherung mit «Time Machine» schätzen, wenn ich die Wahl hätte zwischen einer (hoffentlich) problemlos funktionierenden «All-in-One»-Lösung von Apple und der etwas weniger komfortablen eigenen USB-Festplatte an der AirPort Extreme-Basisstation. Letzteres wurde von Steve Jobs ja sogar für «Leopard» angekündigt … 🙄

    Stimmt nicht ganz, die Apple Laserdrucker gingen auch unter Windows, man musste allerdings einen PostScript-Druckertreiber installieren.

    PostScript-fähige Drucker zu kaufen ist sowieso eine gute Idee. Wir zumindest nutzen Drucker deutlich länger als jede andere Hardware und sind entsprechend froh, wenn alle gängigen Systeme problemlos damit zusammenarbeiten, was bei PostScript gegeben ist.

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  5. dideldei
    16. Januar 2008

    Mach dich doch erstmal schlau wie TimeMachine funktioniert und dann überleg mal warum es auf Netzshares Probleme gibt. Selbst AFP bietet nicht die Möglichkeiten, die TimeMachine benötigt. Wenn Du trotzdem das Risiko eingehen willst, bitte schön: http://rajeev.name/blog/2007/11/03/time-machine-with-smb-and-nfs-shares/

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  6. Martin (MacMacken)
    16. Januar 2008

    Selbst AFP bietet nicht die Möglichkeiten, die TimeMachine benötigt.

    Liegt hier ein «Konstruktionsfehler» auf Apple-Seite vor?

    Andere Backuprogramme sichern problemlos im Netzwerk und auch via Internet, «Jungle Disk» zum Beispiel … und sind dabei auch gleich noch in der Lage, Teile von Dateien zu sichern, was insbesondere bei grossen Dateien, die sich häufig verändern, sehr nützlich ist.

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  7. dideldei
    16. Januar 2008

    TimeMachine nutzt Hardlinks und die lassen sich schwer auf Netzshares übertragen. Man könnte natürlich alles doppelt und dreifach sichern, aber dann wäre die Platte schnell voll. Eine weitere Möglichkeit wäre ein SparseImage, aber so was sehe ich nicht als Backup.

    Nach dem was ich bisher in Newsgroups gelesen habe, ist auch weniger das sichern das Problem, sondern ehr das zurück spielen. Und solange ein Restore nicht sicher ist, nutzt einem auch kein Backup.

    Ich hatte bisher keine Zeit die im Link aufgezeigten Möglichkeiten zu testen, sonst würde ich es einfach mal probieren. Einen Testordner anlegen, mit großen und kleinen Dateien, ab und an was ändern und nach einiger Zeit schauen was auf dem Netzshare liegt. Und ob man die Dateien zurück bekommen kann.

    Größte Sicherheit soll hier AFP3.2 bieten, mein NAS hat leider nur 3.1. Vielleicht findet sich ja jemand, der es mal testet 🙂

    Auch interessant: http://groups.google.de/group/de.comp.sys.mac.misc/browse_thread/thread/2d91986f62f4aef6/11d69b535c483db5?lnk=gst&q=timemachine#11d69b535c483db5

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  8. Martin (MacMacken)
    16. Januar 2008

    @dideldei: Nochmals sehr interessante Erläuterungen – vielen Dank!

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  9. Anonymous
    16. Januar 2008

    Wieso sind wir nicht einfach ehrlich uns sagen: Steve Jobs hat GELOGEN!

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  10. Martin (MacMacken)
    16. Januar 2008

    Nebenbei gefragt: Wie soll eigentlich «Time Capsule» funktionieren? Handelt es sich um eine reine Softwarelösung? Falls ja, muss man sich definitiv fragen, wieso Apple die Datensicherung nicht auch mit Festplatten an der AirPort Extreme-Basisstation ermöglicht … 🙄

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  11. Martin Thomas
    17. Januar 2008

    @MacMacken

    Hi (vielleicht erinnerst du dich noch an mich – Stichwort Diskussion AV-Applikation 😉

    …Wie soll eigentlich «Time Capsule» funktionieren? Handelt es sich um eine reine Softwarelösung? Falls ja, muss man sich definitiv fragen, wieso Apple die Datensicherung nicht auch mit Festplatten an der AirPort Extreme-Basisstation ermöglicht…

    Ich meinte, das Time Capsule exakt das ist was SJ gesagt hat: Eine Airport Extreme Basisstation mit integrierter Festplatte. Der Grund des klammheimlichen Rückzugs der ursprünglichen Netzwerkfunktionen von TimeMachine in Leopard im Herbst 2007 liegt um ein wesentliches mehr in der wirtschaftlichen Natur als in der Technischen, genauso wie derjenige dass eine konventionelle Airport Extreme nicht als „Zeitkapsel“ eingesetzt werden soll/darf. Süsser die Kassen nie klingen… immerhin – vielleicht steigen dann meine Apple Aktien noch/wieder etwas an 😛

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  12. Martin (MacMacken)
    17. Januar 2008

    @Martin Thomas: Merci für den Kommentar!

    Dein Kommentar erinnert mich an zwei Dinge:

    1. sollte ich endlich das nachträgliche Bearbeiten von Kommentaren ermöglichen, und 2. sollte ich das Thema «Antivirus-Software» nochmals in einem Blogeintrag thematisieren (als Ergänzung zu http://www.stroica.com/2007/12/07/antivirus-software-als-sicherheitsrisiko/.

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  13. Blogpotato » Blog Archive Job’sche Weihnacht »
    17. Januar 2008

    […] zum Thema: Ich gehe, anders als beispielsweise Martin, schon davon aus, dass das Backup mittels Time Machine kein Time Capsule-only Feature bleiben wird. […]

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  14. Julius
    27. Januar 2008

    Wer mal die Performance einer Festplatte an der Airport Extreme getestet hat, versteht vielleicht warum man darauf kein Time Machine Backup machen will… Hoffentlich ist die Time Capsule schneller, auch mit Festplatten am USB Port.

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  15. Martin (MacMacken)
    27. Januar 2008

    Gibt es einen Grund für Deine Hoffnung?

    Aber klar, eine schnelle(re) «Time Capsule» wäre ein bestechendes Kaufargument … nicht nur für die Datensicherung, sondern beispielsweise auch für die Verwendung mit iTunes.

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  16. Franz
    10. Juni 2009

    Hi,

    ich hab Time Machine an einer externen HDD an der Airport Extreme laufen.

    Also geht es doch.

    LG

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    • Martin (MacMacken)
      10. Juni 2009

      ich hab Time Machine an einer externen HDD an der Airport Extreme laufen.

      Ja, inzwischen scheint es zu funktionieren! 🙂

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