18 × Macken von Time Machine

Aus Benutzersicht stellt «Time Machine» eine der wesentlichen Neuerungen von Mac OS X «Leopard» dar – mit «Time Machine» werden die gesamten Daten auf einem Mac vergleichsweise komfortabel auf eine externe Festplatte in Versionen gesichert. Die so gesicherten Daten sind damit nicht nur gegen versehentliches Löschen, sondern grundsätzlich auch gegen versehentliches Verändern geschützt.

Leider zeigt «Time Machine» in der aktuellen Version, die Bestandteil von Mac OS X «Leopard» 10.5.1 ist, noch zahlreiche Macken. Die wichtigsten 18 Macken von «Time Machine» werden nachfolgend aufgezählt – Anregungen, Fehlermeldungen, usw. sind wie immer per E-Mail oder als Kommentar willkommen …

1. Keine «Time Machine»-Unterstützung für AirPort Extreme

«Time Machine» erlaubt keine Datensicherung auf eine USB-Festplatte an der Apple-eigenen AirPort Extreme-Basisstation oder über andere Varianten von Network Attached Storage (NAS). Wer «Time Machine» per NAS nutzen möchte, muss gemäss Ankündigung an der diesjährigen «MacWorld Expo» die neue «Time Capsule» von Apple kaufen.

Per Hilfsprogramm oder «Hack» kann «Time Machine» dazu bewegt werden, die Datensicherung per AirPort Extreme-Basisstation zu unterstützen – auf eigenes Risiko selbstverständlich und ohne Möglichkeit zur Wiederherstellung per LAN beziehungsweise WLAN.

Nachtrag vom 20. März und 8. April 2008: Am 19. März 2008 veröffentlichte Apple eine Aktualisierung, welche die «Time Machine»-Datensicherung auch mit externen USB-Festplatten an AirPort Extreme-Basisstation ermöglicht – wenn auch leider nur inoffiziell und ohne Unterstützung von Apple! 😐

2. Ungenügend «Time Machine»-Unterstützung für FileVault

Für Benutzer von MacBooks empfiehlt sich die Verwendung von FileVault zur Verschlüsselung der Benutzerdaten, beispielsweise als Schutz bei einem Diebstahl – allen Schwächen von FileVault zum Trotz …

Unglücklicherweise zählt die ungenügende Unterstützung durch «Time Machine» zu den Schwächen von FileVault (oder umgekehrt). «Time Machine» sichert zwar mit FileVault verschlüsselte Benutzerdaten, dies aber nur mit verschiedenen Einschränkungen:

Die Datensicherung findet (i) nicht stündlich, sondern lediglich bei der Benutzerabmeldung statt, wodurch sich die Zeitdauer der Benutzerabmeldung verlängert. «Time Machine» speichert (ii) keine Versionen, sondern jeweils nur die aktuellen Benutzerdaten. Die komfortable Wiederherstellung per «Time Machine» ist (iii) nicht möglich; man muss dafür den Finder von Mac OS X verwenden.

Ob die «Time Machine»-Datensicherung bei der Verwendung von FileVault unter diesen Umständen noch sinnvoll ist, muss jeder FileVault-Benutzer selbst abwägen … 🙄

3. Keine «Time Machine»-Datensicherung von grossen Dateien

Grosse Dateien stellen für «Time Machine» eine ebenso grosse Herausforderung dar, das heisst «Time Machine» ist für die Sicherung solcher Dateien nicht geeignet. Der Grund dafür liegt darin, dass «Time Machine» nur ganze Dateien sichern kann und nicht bloss jene Teile davon, die sich seit der letzten Datensicherung verändert haben oder neu dazu gekommen sind («Block Level Backup»).

Liegen auf dem zu sichernden Mac grosse Dateien, die sich häufig verändern, muss «Time Machine» diese Dateien ständig vollständig kopieren. Die Datensicherung mit «Time Machine» nimmt entsprechend mehr Zeit in Anspruch und die «Time Machine»-Festplatte füllt sich schneller … im Ergebnis lässt sich «Time Machine» für die Sicherung von grossen Dateien, die man häufig nutzt, nicht sinnvoll nutzen. Davon betroffen sind unter anderem Microsoft Entourage 2008 und Parallels Desktop.

4. «Time Machine» im Konflikt mit Anwendungen

Die «Time Machine»-Datensicherung verträgt sich nicht mit allen Anwendungen. Apple beispielsweise warnt davor, Daten von Aperture mit «Time Machine» zu sichern.

Zur Erinnerung: Aperture stammt vom gleichen Softwarehersteller wie «Time Machine» … 🙄

5. Keine Verschlüsselung der «Time Machine»-Datensicherung

«Time Machine» bietet keine Möglichkeit, die gesicherten Daten verschlüsselt abzuspeichern – nicht einmal in Form eines verschlüsselten Disk Images oder Sparse Bundles, wie sie standardmässig in Mac OS X «Leopard» enthalten sind.

Mit «Time Machine» zeigt Apple so einmal mehr, dass Datensicherheit keine Priorität geniesst.

6. Datensicherung mit Lücken

«Time Machine» führt keine vollständige Datensicherung durch – leider zeigt sich dieser Umstand meistens erst bei der Systemwiederherstellung mittels «Time Machine». «TheMaverick» zog im «Apfelquak»-Weblog in diesem Zusammenhang folgendes Fazit

[…] Es werden [mit «Time Machine»] dennoch nicht alle Daten mit gesichert. Bis Apple hier nachbessert, sammle ich hier weiter was nicht gesichert wurde, damit dies separat per Hand gesichert werden kann. […]

7. Ergonomische Schwächen von «Time Machine»

Die Ergonomie beziehungsweise Benutzerfreundlichkeit von «Time Machine» ist verbesserungswürdig.

Einige Beispiele: Verwirrend ist, dass die Datensicherung über die Systemsteuerung stattfindet, während die Wiederherstellung als eigenes Programm daherkommt. Unsinnig ist, dass einige Funktionen nur über das Kontextmenü des «Time Machine»-Symbols im Dock zur Verfügung stehen, beispielsweise «Backup jetzt erstellen». Gewöhnungsbedürftig ist, dass man Daten, die man mit «Time Machine» gesichert hat, nur über die «Weltall»-Benutzeroberfläche von «Time Machine» löschen kann. Und apropos «Weltall»: Ob diese Benutzeroberfläche ergonomisch ist, soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden … 😉

8. Absturz der Systemeinstellungen durch «Time Machine»

Die Datensicherung mit «Time Machine» findet über die Systemsteuerung statt. Besteht ein Problem mit «Time Machine», ist in der Folge die gesamte Systemsteuerung blockiert

9. «Time Machine» mit grossem Leistungshunger

«Time Machine» nimmt auch einen aktuellen Mac spürbar in Anspruch. Bei Macs, die üblicherweise mit kaum hörbarer Lüftung laufen, jault mit «Time Machine» einmal pro Stunde die Lüftung auf.

10. Macken beim Zusammenspiel von «Spotlight» und «Time Machine»

Standardmässig indexiert die Mac OS X-Suchfunktion «Spotlight» auch die für «Time Machine» verwendete Festplatte. Dieser Umstand hat zwei lästige Macken zur Folge: (i) wird die «Time Machine»-Festplatte bei jeder Suche mit «Spotlight» gestartet und (ii) erscheinen zusätzliche Mehrfacheinträge in den Kontextmenüs von «Finder».

Zum Glück lässt sich das Indexieren der «Time Machine»-Festplatte in den «Spotlight»-Einstellungen deaktivieren! 😀

11. Beschränkte «Time Machine»-Filtermöglichkeiten

Die Filtermöglichkeiten für die Datensicherung mit «Time Machine» beschränken sich auf das Ausschliessen von bestimmten Daten wie beispielsweise Verzeichnissen. Ein Ausfiltern von spezifischen Daten ist nicht möglich – wer viele Daten von der «Time Machine»-Datensicherung ausschliessen möchte, steht damit vor einer Sisyphosarbeit.

12. Kein direkter Systemstart per «Time Machine»

Ab der für «Time Machine» verwendeten Festplatte lässt sich das gesicherte System nicht direkt starten (booten). Möglich ist lediglich eine zeitaufwendige Wiederherstellung per Mac OS X «Leopard»-DVD.

Für einen direkten Mac OS X-Systemstart ab einer externen Festplatte, die für die Datensicherung verwendet wurde, muss weiterhin ein Backupprogramm wie beispielsweise «SuperDuper!» genutzt werden.

13. Sicherheitsproblem durch ausführbare Programme

«Time Machine» sichert unter anderem auch die ausführbaren Mac-Programme – und zwar so, dass diese lauffähig bleiben. Löscht man auf seinem Mac beispielsweise aus Sicherheitsgründen ein Programm, das bereits mit «Time Machine» gesichert wurde, steht es auf der «Time Machine»-Festplatte weiterhin zur Verfügung … 🙄

14. Keine direkte «Time Machine»-Nutzung auf MacBooks

«Time Machine» liesse sich auch ohne externe Festplatte sinnvoll nutzen, beispielsweise zum Speichern von Dokumentenversionen auf einem MacBook. Leider ist diese Verwendungsmöglichkeit nicht vorgesehen; man kann «Time Machine» nicht auf der gleichen Festplatte nutzen, mit der man auch arbeitet.

Eine weitere Einschränkung für MacBooks: «Time Machine» funktioniert nur mit Netzstrom. Läuft ein MacBook auf Akkustrom, findet keine Datensicherung statt … 😡

15. Keine zeitliche Flexibilität für «Time Machine»-Datensicherung

Die Datensicherung mit «Time Machine» lässt sich aktivieren oder deaktivieren. Ist die Datensicherung aktiviert, findet sie stündlich statt – andere Zeitintervalle lassen sich ohne zusätzliches Hilfsprogramm nicht konfigurieren.

16. Beschränkung der «Time Machine»-Datensicherung auf HFS+

jeweils direkt auf der Website von Amod ist das standardmässige Dateisystem von Mac OS X «Leopard». Wer ein anderes Dateisystem verwendet, muss auf die Nutzung von «Time Machine» verzichten.

(Ohne Zweifel eine der weniger störenden Macken …)

17. Beschränkung auf eine «Time Machine»-Festplatte

«Time Machine» kann für die Datensicherung nur eine einzige Festplatte nutzen. Damit muss auf dieser einen Festplatte genügend Speicherplatz für die Datensicherung mit «Time Machine» zur Verfügung stehen; man kann den Speicherplatz für die Datensicherung nicht durch Hinzufügen einer weiteren Festplatte vergrössern.

18. Keine Komprimierung der «Time Machine»-Datensicherung

Die Datensicherung durch «Time Machine» erfolgt ohne jede Komprimierung, alle Daten werden 1:1 gesichert. Damit wird auf der für «Time Machine» verwendeten Festplatte Speicherplatz unnötig verschwendet.

Fazit zu 18 × Macken von Time Machine

«Time Machine» hat wie jedes Programm Schwächen, die lästigsten werden hoffentlich mit der kommenden 10.5.2er-Version von Mac OS X «Leopard» behoben … wer sich weitere Funktionen oder flexible Konfigurationsmöglichkeiten wünscht, muss auf andere Mittel zur Datensicherung ausweichen oder auf «Time Machine»-kompatible Zusatzprogramme hoffen. Ersteres ist problemlos möglich, Letzteres gibt es bislang leider noch nicht.

Für mich dient «Time Machine» als ständiger Schutz gegen das versehentliche Löschen und unerwünschte Verändern von Daten sowie als lokale Datensicherung. Für den Schutz gegen weitere Gefahren verwende ich weitere Varianten der Datensicherung – dazu allenfalls mehr in einem künftigen Blogeintrag.

Gibt es noch weitere Macken von «Time Machine», die erwähnenswert sind?

25 Comments

  1. Heiko
    6. Februar 2008

    Schöne Sammlung – ein paar der Dinge haben mich auch schon genervt, gibt allerdings auch einige Sachen, die schlicht dem gewählten Design geschuldet sind, und damit auch technisch nicht lösbar sind, ohne andere Features über Bord zu werfen. (Das Problem mit den großen Parallels-Files ist bei einem file-basierten Backup m.E. nicht lösbar).

    Ah doch: Wenn dein großes File in einem Filevault-Container steckt (in den neuen gestreiften von Leopard). In diesem Fall werden beim Backup nur die geänderten Streifen gesichert – die unveränderten Streifen werden verlinkt. In diesem Fall ist FileVault sogar von Vorteil. U.U. kommt Parallels/VMware Fusion ja bald auf den Trichter und packt ihre Disk-Images in ähnliche Behälter und rührt vor allem die Timestamps der unveränderten Teile nicht an. Einzig die sehr knappe Grenze für Filedeskriptoren von MacOS könnte da noch dazwischenfunken.

    Eins weiß ich noch, allerdings nur mit 10.5.0 ausprobiert:

    Mach ein paar Backups mit Time-Machine – dann nutzt du das Löschen-Feature in der Oberfläche. Sagen wir mal, du möchtest aber nicht eine einzelne Datei löschen, sondern ein Backup eines ganz bestimmten Datums.

    Diese Möglichkeit wird dir anscheinend gegeben, da die Root-Einträge als datierte Einträge auftauchen. Du wählst also das gewünschte Backup anhand des Datums aus und klickst auf Löschen.

    Dann rödelt die Time-Oberfläche ne Weile und schwupps, sind _alle_ Backups weg.

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  2. dideldei
    6. Februar 2008

    Köstlich 🙂 Immer wieder köstlich was hier manchmal als Macke dargestellt wird. Backups verschlüsseln, Backups packen, am besten noch in ein Archiv 🙂 Dann an einem Backup Anforderungen stellen, die von einer Versionierung geleistet werden.

    Und bedenke, Timemachine ist eine 1.0. Wirklich gut ist es wahrscheinlich erst ab 3.0.

    Reply
  3. sesc
    6. Februar 2008

    zu 1. Es ist doch noch gar nicht raus, ob Time Maschine nicht doch Airport Disks unterstützen wird. Solange es Time Capsule nicht zu kaufen gibt, sollte man mit solcher Kritik vorsichtiger sein.

    zu 5. Die Verschlüsselung von Time Maschine Backups ist zwar wünschenswert, aber keine Notwendigkeit, da das ganze wohl eher für private Backups zu Hause gedacht ist. Hingegen teile ich die Kritik an Filevault, denn unterwegs (mit Macbook) sieht das Bedürfnis für Verschlüsselung anders aus.

    Eine Lösung: Truecrypt 5 (gerade erschienen)

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  4. christian
    6. Februar 2008

    Ich mag jetzt nicht auf jeden Punkt eingehen, einige Einwände sind berechtigt, aber schlussendlich musst du doch zugeben:

    Seit Time Machine werden Backups regelmässiger gemacht.

    Einfach die externe Festplatte einzuschalten und sich danach um nichts mehr kümmern zu müssen ist ein derartiger Fortschritt vor den anderen Lösungen dass damit sogar ich jetzt tägliche Backups mache. (Und meine selber gebastelte rsync-Lösung wegwerfe…)

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  5. Renato
    6. Februar 2008

    Punkt 1 wird mit dem nächsten Leopard Update, sollte in den nächsten Tagen/ Wochen eintreffen, behoben werden. Dann kann auf jede x-beliebige Festplatte das Time Machine Backup abgelegt werden…

    Reply
  6. flexo
    6. Februar 2008

    Punk 9. («Time Machine» mit grossem Leistungshunger) kann ich nicht nachvollziehen. Auf meinem iMac 2.8GHz merke ich Time Machine nur an der externen Festplatte die anspringt. Mit em Aktivitätsmonitor benötigt Time Machine für ca. 10s 5% CPU-Time, beim Kopieren ca. 10% CPU-Time. Bin da sehr überrascht wie schnell Time Machine dies erledigt.

    Für mich störend:
    1. Keine «Time Machine»-Unterstützung für AirPort Extreme
    2. Ungenügend «Time Machine»-Unterstützung für FileVault
    5. Keine Verschlüsselung der «Time Machine»-Datensicherung
    10. Macken beim Zusammenspiel von «Spotlight» und «Time Machine»

    Punkt 10 wusste ich selber nicht. Wenn jemand aber eine gelöschte Datei sucht (und vergessen hat) ist das doch gar nicht so schlecht.

    Das wichtigste ist jedoch die einfache Handhabung einer Backup-Software (besonders das Automatische Backup ! – jedes manuelle Backup geht mit der Zeit vergessen, nach Murphy dann wenn man es gebraucht hätte 😉 ) – dies schafft Time Machine sehr gut. Deshalb mache auch ich meine Backups nur noch mit TM.

    Reply
  7. Martin (MacMacken)
    6. Februar 2008

    @Heiko:

    Ah doch: Wenn dein großes File in einem Filevault-Container steckt (in den neuen gestreiften von Leopard). In diesem Fall werden beim Backup nur die geänderten Streifen gesichert – die unveränderten Streifen werden verlinkt. In diesem Fall ist FileVault sogar von Vorteil.

    Die Sparse Bundles, wie sie FileVault seit «Leopard» verwendet, lassen sich übrigens auch ohne FileVault nutzen – man kann sie mit dem Festplattendienstprogramm erstellen, verschlüsselt und unverschlüsselt.

    @dideldei: Schön, dass Dir die Aufzählung gefällt! 😉

    @sesc:

    Es ist doch noch gar nicht raus, ob Time Maschine nicht doch Airport Disks unterstützen wird. Solange es Time Capsule nicht zu kaufen gibt, sollte man mit solcher Kritik vorsichtiger sein.

    Ich orientiere mich an den verfügbaren offiziellen Informationen – sollte die Datensicherung mit «Time Machine» in Zukunft doch noch per AirPort Extreme-Basisstation funktionieren, wäre dies umso erfreulicher.

    @christian:

    Seit Time Machine werden Backups regelmässiger gemacht.

    Klar, ich verwende «Time Machine» deshalb auch, vor allem die Versionen sind nützlich … bloss weil «Time Machine» einige Macken hat und nicht alle Wünsche erfüllen kann, ist es trotzdem ein nützliches Hilfsmittel.

    @Renato:

    Punkt 1 wird mit dem nächsten Leopard Update, sollte in den nächsten Tagen/ Wochen eintreffen, behoben werden. Dann kann auf jede x-beliebige Festplatte das Time Machine Backup abgelegt werden…

    Möglich – da es von Apple nie offizielle Ankündigungen gibt, kann man darüber nur spekulieren…

    @flexo:

    Punk 9. («Time Machine» mit grossem Leistungshunger) kann ich nicht nachvollziehen. Auf meinem iMac 2.8GHz merke ich Time Machine nur an der externen Festplatte die anspringt. Mit em Aktivitätsmonitor benötigt Time Machine für ca. 10s 5% CPU-Time, beim Kopieren ca. 10% CPU-Time. Bin da sehr überrascht wie schnell Time Machine dies erledigt.

    Der Leistungshunger von «Time Machine» hängt natürlich auch davon ab, wie viele Daten überhaupt gesichert werden müssen … und klar, der schnellste iMac der neusten Generation bekundet mit «Time Machine» weniger Mühe als Macs, die ein bis zwei Jahre alt sind.

    Deshalb mache auch ich meine Backups nur noch mit TM.

    Ich hoffe, Du denkst daran, Deine Datensicherungen (auch) an einem externen Ort abzulegen! 😉

    Reply
  8. elsvene's blog
    24. Juni 2008

    […] ein. Time Machine ist bei aller Geschmeidigkeit ein noch sehr junges Tool, das auch nicht ohne Probleme und Macken daherkommt. Und dass USB-Platten nicht zu den zuverlässigsten Medien gehören und gerne mal […]

    Reply
  9. Andreas
    13. Oktober 2008

    Hallo!

    Mit ein bißchen Tüftelei habe ich es hinbekommen, dass mein MacBook nun in ein verschlüsseltes DiskImage auf einer externen Platte sichert. Das klappt dann auch mit lokalen oder auf Dateiservern abgelegten Images. Auch mit TrueCrypt-Containern sollte es gehen. Ich habe mal auf die Schnelle ein HowTo zusammengeschrieben, vielleicht kann ja der ein oder andere was damit anfangen:

    http://www.stroica.com/fehlerhafte-links/

    Gruß,
    Andreas

    Reply
  10. Martin (MacMacken)
    13. Oktober 2008

    @Andreas: Vielen Dank fürs Experimentieren!

    Denn vor dem Backup muss das DiskImage immer manuell aktiviert und mit dem bei der Erstellung gewählten Passwort freigeschaltet werden.

    Wieso ist die manuelle Aktivierung notwendig? Hat man das Kennwort im Schlüsselbund gespeichert, müsste doch ein automatisches Aktivieren möglich sein, so wie «Time Machine» in der Lage ist, das Sparse Bundle auf der «Time Capsule» automatisch zu aktivieren.

    Reply
  11. Andreas
    13. Oktober 2008

    Wieso ist die manuelle Aktivierung notwendig? Hat man das Kennwort im Schlüsselbund gespeichert, müsste doch ein automatisches Aktivieren möglich sein

    Ja, mit dem Schlüsselbund ist das natürlich möglich. Dann reicht ein einfaches Doppelklicken auf dem Image um es zu aktivieren. Aber so ganz sinnvoll halte ich das speichern des Passworts bei einem Notebook dann doch nicht. Aber das ist wohl Geschmackssache…

    o wie «Time Machine» in der Lage ist, das Sparse Bundle auf der «Time Capsule» automatisch zu aktivieren.

    „Time Machine“ kann das SparseBundle auf einem Server oder auf der „Time Capsule“ nur automatisch aktivieren, da „Time Machine“ hier weiß, das es sich um ein SparseBundle auf einem Server handelt. Das funktioniert aber mit aktivierten Image-Dateien nicht. „Time Machine“ merkt sich nur das Volume (und sucht dort nach dem Cookie) oder eben die externe Verbindung. Deswegen kann „Time Machine“ das SparseBundle so nicht aktivieren.

    „Time Machine“ benötigt zur Versionierung der Dateien unbedingt das HFS+-Dateisystem um Berechtigungen und symbolische Links abzuspeichern. Da bei einer Netzwerkfreigabe aber jedes beliebige Dateisystem zu Grunde liegen kann, was eben der Server versteht wäre hier die Gefahr sehr groß, dass Dateiattribute und Groß/Kleinschreibung (Beispiel FAT als Server-Dateisystem) verloren gehen. Deswegen nutzt „Time Machine“ in diesem Fall den Umweg über sein SparseBundle in dem ein HFS+-Dateisystem angelegt wird.

    Ich experimentiere momentan etwas mit diversen Optionen in der TimeMachine-plist herum.. ggf. ließe sich darüber etwas „emulieren“ was für „Time Machine“ wie ein Server-SparseBundle aussieht… vielleicht…

    Reply
  12. Martin (MacMacken)
    13. Oktober 2008

    Ja, mit dem Schlüsselbund ist das natürlich möglich. Dann reicht ein einfaches Doppelklicken auf dem Image um es zu aktivieren. Aber so ganz sinnvoll halte ich das speichern des Passworts bei einem Notebook dann doch nicht. Aber das ist wohl Geschmackssache…

    Wo siehst Du diesbezüglich ein Problem? Solange man den Schlüsselbund selbst schützt (Kennwort für den Schlüsselbund, Timeout), sollte man damit sicher fahren.

    Reply
  13. Andreas
    13. Oktober 2008

    Wo siehst Du diesbezüglich ein Problem? Solange man den Schlüsselbund selbst schützt (Kennwort für den Schlüsselbund, Timeout), sollte man damit sicher fahren.

    Das ist, wie gesagt, Geschmackssache. Auf meinem Desktop speichere ich auch jede Menge im Schlüsselbund. Auf meinem MacBook eher wenig bis gar nichts was mit Passwörtern zu tun hat.

    Klar ist der Schlüsselbund selbst durch ein Passwort geschützt und es gibt einen Timeout. Aber mir gefällt der Gedanke nicht, das z.B. beim Diebstahl meiner Notebook-Tasche neben dem MacBook auch noch die externe Festplatte etc. mit weg ist und alle verschlüsselten Daten dann nur noch von der Sicherheit meines einen Login-Passworts abhängen. Das ist zwar auf meinem MacBook auch etwas komplizierter aber eben nicht so kompliziert wie z.B. die Passwörter für diverse TrueCrypt- und DiskImages.

    Sollte es jemandem gelingen, mein Login-Passwort zu bekommen dann sind die Container alle noch sicher. Wie gesagt… so handhabe ich es auf mobilen Geräten. Login-Passwort ist Login-Passwort. Für alles andere gibt es eigene Schlüssel. Das ist wahrscheinlich für die meisten Leute zu aufwendig, ich kenne es nicht anders. 😉

    Grundsätzlich erachte ich den Schlüsselbund als eine gute Lösung die auch ausreichend sicher ist um den Zugriff auf geheime Daten zu verbieten. In manchen Situationen reicht es aber eben nicht (für mich).

    Reply
  14. Martin (MacMacken)
    13. Oktober 2008

    Aber mir gefällt der Gedanke nicht, das z.B. beim Diebstahl meiner Notebook-Tasche neben dem MacBook auch noch die externe Festplatte etc. mit weg ist und alle verschlüsselten Daten dann nur noch von der Sicherheit meines einen Login-Passworts abhängen.

    Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass man den Schlüsselbund mit einem eigenen Kennwort schützt und dafür nicht das übliche Benutzer-Kennwort verwendet.

    Reply
  15. Andreas
    13. Oktober 2008

    Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass man den Schlüsselbund mit einem eigenen Kennwort schützt und dafür nicht das übliche Benutzer-Kennwort verwendet.

    Das machen wahrscheinlich die Wenigsten — aber das hilft natürlich. 😉

    PS: Ich glaube, ich habe gerade eine Möglichkeit gefunden, in Verbindung mit dem Schlüsselbund das autom. Einhängen des verschlüsselten Images von „Time Machine“ erledigen zu lassen. Ich teste noch ein bißchen rum, dann werde ich mein HowTo updaten.

    Reply
  16. Martin (MacMacken)
    14. Oktober 2008

    Das wäre sehr erfreulich – bitte lass mich davon wissen! 😀

    Reply
  17. Andreas
    14. Oktober 2008

    So, ich habe das HowTo mal schnell umgeschrieben. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Bei läuft es jetzt so am MacMini, am Powerbook und am MacBook. Auf dem externen Datenträger liegt ein verschlüsseltes SparseBundle das von Time Machine vor dem Backup automatisch aktiviert wird (es muss ein Schlüssel im System-Schlüsselbund existieren). Dadurch klappen jetzt auch automatische Backups — ganz genau so wie vorher ohne Verschlüsselung. Ich denke, das sollte eine praktikable Lösung sein.

    Wie man TrueCrypt-Container nutzen kann tüftel ich auch noch aus… 😉

    http://www.stroica.com/fehlerhafte-links/

    Reply
  18. Chris
    15. Januar 2009

    Und noch ’ne echte Macke.

    Ich verwende TimeMachine auf einem XServe-Server. Dieser hat keine Grafikkarte und somit keinen Monitor. Mit Remote Desktop ist Timemachine nicht bedienbar.

    Reply
  19. Ben
    19. März 2009

    #4 ist erledigt, siehe KB-Artikel. Dort sind keine Hinweise mehr zu finden, dass es nicht gehen soll.

    Reply
  20. Marek
    19. März 2009

    Aperture hat doch diese Monster-Library, alles in einer Datei, nicht? Dann würde ich immer noch von TM abraten!

    Reply
  21. Martin (MacMacken)
    19. März 2009

    @Ben:

    Vielen Dank für den Hinweis!

    Ich aktualisiere ältere Artikel bislang nicht, sondern ersetze sie allenfalls durch neue … mal sehen, wie ich in diesem Fall vorgehe …

    Reply
  22. Ben
    19. März 2009

    Mein Vorschlag wäre, die wichtigen Artikel einfach zu „sammeln“, aktuell zu halten, etc. Anleitungen o.ä. eben.

    Reply
  23. Martin (MacMacken)
    19. März 2009

    @Ben:

    Mein Vorschlag wäre, die wichtigen Artikel einfach zu “sammeln”, aktuell zu halten, etc. Anleitungen o.ä. eben.

    Gute Idee!

    Ich hoffe, ich kann mich bei Gelegenheit oder vor der nächsten Blogpause darum kümmern …

    Reply
  24. Bicahuna
    19. Januar 2012

    Zu Punkt 6 „Unvollständige Datensicherung“:

    Nach ein Time Machine Widerherstellung direkt aus dem DVD-Menü von Snow Leopard fehlen merkwürdigerweise einige Fehlstellen:

    Mail war komplett zurück gesetzt
    Dropbox Account abgemeldet, Daten aber noch vorhanden
    Mac wird von iTunes als neuer Rechner

    Alles nicht unbedingt dramatisch, wer aber Regeln in Mail oder Ähnliches einsetzt, der wird damit keine Freude haben. Außerdem hat man eben Nacharbeit! Das nervt.

    Somit ist Time Machine eine bequeme größtenteils zuverlässige Lösung, aber die saubere Komplettlösung ist es immer noch nicht. Als sichere kostenfreie Lösung kann ich da doch eher den Carbon Copy Cloner empfehlen!

    Reply
  25. Andrea
    5. Mai 2012

    Hallo
    Ich habe ein Problem
    ich habe Time Machine auf einer Externe Festplatte
    aber mache Programme laufen nicht
    obwohl ich die Programme auf dem PC öffne
    kommt immer in Time Machine- Schreibtisch
    und nicht das was ich will
    zb:i Photo ,i Cal,i Tunes
    wo liegt das Problem
    Und wer kann mir helfen.
    Danke schon mal im Voraus

    Reply

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