«Time Capsule»-Datensicherung mit viel Geduld

In diesen Tagen wird die neue «Time Capsule» von Apple ausgeliefert. Damit werden auch die ersten «Time Capsule»-Macken öffentlich …

Langsame Datenübertragung

Gemäss «Macworld» erfolgt die Datenübertragung zwischen einem Mac und einer Festplatte in oder an der «Time Capsule» per 10/100-LAN (kabelgebundenes Netzwerk) mit äusserst bescheidenen 16 MBit/s – Bits/s, nicht Bytes/s, die Übertragung von 100 GB würde damit rund 15 Stunden dauern.

Hat «Macworld» allenfalls Bits und Bytes verwechselt? Festplatten an der AirPort Extreme-Basisstation leisten erfahrungsgemäss etwa 7 bis 8 MB/s – es wäre absurd, wenn die Datenübertragung per «Time Capsule» nochmals langsamer wäre und gerade einmal die Download-Geschwindigkeit einer halbwegs schnellen Breitband-Verbindung ins Internet erreichen würde… 😡

Keine «Festplatte auf Serverniveau»

Die enorm große 500 GB oder 1 TB Festplatte auf Serverniveau bietet Ihnen ausreichend Kapazität und Sicherheit.

Apple verspricht für «Time Capsule» eine «Festplatte auf Serverniveau». In der «Time Capsule» steckt eine Hitachi Deskstar-Festplatte, die per USB (und nicht etwa über S-ATA) angebunden ist. Wer ausser Apple erkennt hier «Serverniveau»? Hoffentlich lärmt wenigstens der Lüfter der integrierten Festplatte nicht auf «Serverniveau» … 😉

Datenstau im lokalen Netzwerk

Die «Time Machine»-Datensicherung mit «Time Capsule» neigt dazu, das genutzte Netzwerk während der Datenübertragung weitgehend zu blockieren – trotz der langsamen Datenübertragungsgeschwindigkeit … eine Beschränkung der Geschwindigkeit oder eine Priorisierung scheint nicht möglich zu sein.

Keine «Time Machine»-Datensicherung per USB

Angesichts der langsamen Geschwindigkeit der Datenübertragung per (W)LAN wäre es wünschenswert, die erste vollständige «Time Machine»-Datensicherung per USB durchführen zu können. Leider ist dies nicht vorgesehen, die Datensicherung ist ausschliesslich per LAN oder WLAN möglich.

Keine Übernahme von bestehenden Datensicherungen

Daten, die bisher mit «Time Machine» gesichert wurden, lassen sich nicht auf die «Time Capsule» übertragen – man muss die Datensicherung mit «Time Machine» nochmals neu beginnen … 🙁

Bestätigung der «Time Machine»-Lüge

Per «Time Capsule» funktioniert die «Time Machine»-Datensicherung nicht nur auf die integrierte Festplatte, sondern auch auf externe USB-Festplatten an der «Time Capsule» – die «Time Machine»-Lüge von Steve Jobs wird damit bestätigt, denn der Netzwerk-Teil der «Time Capsule» entspricht in allen relevanten Teilen jenem der AirPort Extreme-Basisstation.

Einige Macken hat die «Time Capsule» ausserdem von der eng verwandten AirPort Extreme-Basisstation geerbt. Dazu zählt insbesondere, dass sich auch die «Time Capsule» nur mit einem Apple-eigenen Hilfsprogramm konfigurieren lässt – wer ein Betriebssystem wie beispielsweise Linux nutzt, für das Apple das Hilfsprogramm nicht anbietet, kann die «Time Capsule» nicht einrichten … 🙁

5 Comments

  1. isven
    1. März 2008

    also der tester von macworld, glenn fleishman schreibt was von sata und nicht usb anschluss der internen platte: http://forums.macworld.com/message/620300#620300

    zitat: „Say that this is serial ATA.“

    wäre wohl „indeed“ ein unding von apple, hier usb zu verbauen; bei einem möglichen ethernet gigabit interface 😉

    übrigens, finde ich das hier “ E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren zu diesem Blogeintrag.“ perfekt von dir gelöst.

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  2. Martin (MacMacken)
    1. März 2008

    @isven: Danke für den Hinweis – mal sehen, was sich sonst noch an neuen Informationen ergibt! Mich erschreckt vor allem die langsame Geschwindigkeit, ich hätte mir ein Plus an Geschwindigkeit gegenüber der AirPort Extreme-Basisstation gewünscht …

    übrigens, finde ich das hier ” E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren zu diesem Blogeintrag.” perfekt von dir gelöst.

    Merci! Und lass mich ruhig wissen, falls Du irgendwo noch Verbesserungsbedarf siehst! 🙂

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  3. Anonymous
    1. März 2008

    Die Festplatte ist SATA. Aber nach SATA kommt USB.

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  4. Booo
    30. März 2008

    Es gibt auch treiber für linux (bonjourlib)

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  5. Bobo
    30. März 2008

    Für den Zugriff auf den Time Capsule ist kein Treiber nötig. Aber die Konfiguration läuft nur mit Windoof und Mac OS $.

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