Ferienärger mit Apple Mail und IMAP

Die Frühlingspause von MacMacken ist vorbei. Ich verbrachte sie unter anderem in den Ferien im Ausland und werde deshalb einige Blogeinträge jenen Macken widmen, die mir beim Arbeiten mit dem Mac in den Ferien begegnet sind …

Vor den Ferien hatte ich mein Haupt-E-Mail-Konto von POP3 auf IMAP migriert. Die Bilanz nach einigen Wochen IMAP ist zwiespältig – mehr dazu voraussichtlich bei späterer Gelegenheit –, doch was sich in den Ferien als besonders lästig herausstellte, war die Nutzung von IMAP über instabile und langsame Internet-Verbindungen (kostenloses Public WLAN am Umsteige-Flughafen, kostenpflichtiges Public WLAN im Hotel):

Bild: Flickr-Benutzer «MarvinSiefke», BY 2.0-Lizenz von Creative Commons

Bei POP3 lädt Apple Mail neue E-Mail standardmässig vollständig runter und man kann sie danach lokal lesen, sortieren und so weiter, eine Internet-Verbindung ist dafür nicht notwendig. Bei IMAP hingegen liegt die E-Mail primär auf dem Mail-Server und Apple Mail ist entsprechend mit dem Synchronisieren zwischen Mail-Server und lokal gespeicherter E-Mail beschäftigt – was sich bei einer langsamen Internet-Verbindung spürbar in die Länge zieht, gerade auch bei Aktionen im Zusammenhang mit E-Mails von grösserem Umfang.

Bei IMAP reagiert Apple Mail ausserdem ungehalten auf einen Unterbruch der Internet-Verbindung während dem Synchronisieren von E-Mail – verschiedentlich wurde meine E-Mail in diesem Fall nach dem erneuten Synchronisieren doppelt und mehrfach angezeigt und runtergeladen, was das oben erwähnte Problem mit langsamen Internet-Verbindungen noch verstärkte. Ausserdem musste ich die doppelt und mehrfach vorhandenen E-Mails in mühsamer Handarbeit löschen.

Als Ausweg bot sich der E-Mail-Zugriff per Browser und Webmail an: Mein bewährter Hoster «Cyon» verwendet als Webmail-Anwendung RoundCube und der Zugriff gestaltete sich auch bei sehr langsamer Internet-Verbindung und bei Verbindungsunterbrüchen effizient und problemlos … 🙂

6 Comments

  1. Roman
    20. April 2009

    Ja, das ist der Nachteil bei IMAP und Mail bei Apple. Hat mir nie richtig gepasst. Wobei auch RoundCube das IMA-Protokoll nutzt. Bloss ist jene Lösung besonders schlank und flink. Hat aber noch ein paar Sicherheitslöcher.

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  2. bob
    20. April 2009

    Hätte mit Outlook nicht anders ausgesehen…

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  3. Steffen
    20. April 2009

    Schonmal Operas Mailclient M2 probiert? Hier habe ich auch bei schlechten Verbindungen gute IMAP-Erfahrungen gemacht.

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    • Martin (MacMacken)
      20. April 2009

      Den Opera E-Mail-Client habe ich vor Jahren zum letzten Mal ausprobiert … ist er ähnlich gut wie Apple Mail ins Mac-System integriert?

  4. Ostschweizer
    4. Mai 2009

    Danke für den Hinweis auf RoundCube, ist inzwischen auf meinem lokalen Homeserver installiert. Mail.app und Googlemail haben sich beim verschieben von Mails bei mir anscheinend nicht verstanden. (Betreff wurde gelöscht)

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  5. NicoTN
    23. Mai 2009

    Geil formuliert: „einen Unterbruch der Internetverbindung“ Tolles Wort, ich hab noch Alternativen: „eine Unterbrechung“ „einen Abbruch“

    😉

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