Journler mit Zukunft als Open Source-Software?

Beim Ausprobieren von Mac-Anwendungen zum Ablegen von kleineren Datenmengen stiess ich unter anderem auf viele positive Bewertungen für «Journler» und tatsächlich favorisierte ich das Programm neben «Yojimbo» – bis ich feststellte, dass «Journler» schon länger nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird. Ein paar Suchanfragen weiter stellte ich dann sogar fest, dass «Journler» momentan gar nicht mehr weiterentwickelt wird, NetFixer …

There isn’t any good way to begin this. It’s apparent to most of the users on this forum and to myself that I am failing to complete the next iteration of Journler, version 2.6.

… aber gleichzeitig erwähnte, NetFixer …

The project, however, needs some momentum. To that end I am beginning to open source Journler’s underlying layers. Generic Sprouted code is already available. This evening I posted Journler’s AVI code (the bit that lets you make audio-video recordings and take pictures in one window). In the coming days I plan to release the Core layer and after that the Interface layer.

… ein Kauf von «Journler» kommt für mich unter diesen Umständen momentan nicht in Frage, aber ich bin neugierig, ob die Freigabe als Open Source-Software eine weitere Entwicklung von «Journler» ermöglichen wird! 😀

15 Comments

  1. Denny
    22. September 2009

    Ich hoffe, dass es mit Journler weitergeht und wäre auch gern bereit dafür zu bezahlen, da es meine große Datenhalde ist. Und gerade für jemanden, der so chaotisch ist wie ich, ist das Orndungsystem mit Tagging, Kategorisieren, den intelligenten Ordnern und Unterordnungen (die darin erstellte Einträge gleich mit den richtigen Tags versehen). Im Prinzip genügen mir die bisherigen Funktionen locker (Journler ist wesentlich mächtiger als z.B. Yojimbo als Datenablage). Die Sorge bei stoppender Weiterentwicklung ist jedoch die fehlende Inkompatibilität zu zukünftigen Formaten oder Betriebsystemversionen.

    Sollte Journler stehen bleiben, werde ich mir wohl ein Konzept zum Export meiner Daten machen müssen. Immerhin hat Journler den Vorteil, dass es alles in zugänglichen Dateien speichert und nicht in den Tiefen einer Datenbank. Zudem ist es sehr gut skriptbar, so dass man wahrscheinlich an einem Wocheende eine Funktion zum Datenexport basteln könnte (was einfacher ist als tausende Einträge per Hand zu transferieren).

    Am liebsten wäre es, wenn man gar keine Extra-Software dafür bräuchte und das Betriebsystem eine entsprechende Tagging-Schnittstelle bieten würde. Das würde Journler für mich überflüssig machen. Daher finde ich auch das OpenMeta-Projekt interessant und beobachte, wie es sich in Zukunft entwickeln wird.

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    • Martin (MacMacken)
      23. September 2009

      Sollte Journler stehen bleiben, werde ich mir wohl ein Konzept zum Export meiner Daten machen müssen. Immerhin hat Journler den Vorteil, dass es alles in zugänglichen Dateien speichert und nicht in den Tiefen einer Datenbank.

      Aus meiner Sicht besteht darin der Hauptvorteil von Journler. Bei Gelegenheit sollte ich mir ansehen, wie es um die Exportmöglichkeiten von Anwendungen dieser Art bestellt ist … bei Evernote beispielsweise ist das Ergebnis katastrophal.

    • Konstantin
      3. November 2009

      Das sehe ich ähnlich, der Export und eine mögliche Datenrettung sind erhebliche Pluspunkte im Vergleich zu bspw. Evernote, das habe ich schon oft gelesen. Leider ist es grundsätzlich bedauernswert, das so viele Cloud.apps dazu kommen aber nichts wo ich meine Daten auch weitaus sicherer auf meiner heimischen Platte haben kann.

      In Bezug auf das OpenMeta-Projekt kann ich »Leap« empfehlen, würde aber trotz allem gern weiterhin Journler verwenden da die Attachments und Intelligenten Ordner bspw. bei VoodooPad nicht vorhanden sind – das verwende ich eher für »Inhalte« von Büchern, Vorlesungen und Rezensionen.

  2. Denny
    25. September 2009

    seufz….. ich werde wohl auf die Suche nach einer Alternative gehen müssen….

    Journler ist nun scheinbar wirklich am Ende, wenn ich auch Verständnis für die Entscheidung habe….

    http://www.journler.com/blog/index.php

    Sobald ich eine Alternative (leider noch keine Idee) gefunden habe, werde ich wohl ein Migrationsskript in Angriff nehmen müssen.

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  3. pen15
    30. September 2009

    Ach nein! Der Journler ist wirklich eines der besten und nützlichsten Programme, die auf meinem Mac installiert sind. Ich hoffe, dass es Leute gibt, die den Code weiterentwickeln. Eine Alternative zu Journler habe ich bis heute nicht gefunden…

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    • Konstantin
      3. November 2009

      Das dachte ich bei Quicksilver auch, schließlich loben es alle, aber weiterentwickelt wird es leider dennoch nicht. Ich habe dazu alle paar Wochen via Twitter aufgerufen und mich als Designer angeboten für die Weiterentwicklung. Leider hat sich nie einer gemeldet und auch beim Google Code-Projekt tut sich nichts.

  4. Stefan
    4. Oktober 2009

    Mh … irgendwie hab ich mir gerade dieses Prog auserkoren … bis ich das hier gelesen hab. Wer kauft schon ein sterbendes Programm?

    Gibt es Neuigkeiten?

    Gruß, der Stefan

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    • Konstantin
      3. November 2009

      Ich hab’s gekauft und letztlich nie ein Update bekommen. Der Entwickler hat das schon ein bisschen gemein gehandhabt und soweit ich mich erinnere damals durchaus neue Versionen angekündigt. Aber das meckern ändert letztlich nichts, es geht um Alternativen oder eine Initiative die das App weiterentwickelt. Ich verstehe überhaupt nicht, wieso es im Bereich Infos sammeln nicht mehr gute Tools, Apps und Services gibt.

  5. Putzteufel
    17. Dezember 2009

    Seht euch doch mal DevonThink an (in Kombination mit DevonAgent ist das
    als Webrecherche Tool eh unschlagbar), es ist mMn Journler in Stabilität und
    Leistungsumfang weiiiiit überlegen, in der Bedienung und vor allem in der
    eingebrachten „künstlichen Intelligenz“. Vor allem, wie schon erwähnt, er-
    gänzen sich DevonAgent und DevonThink unheimlich gut.

    Natürlich gibts auch ne Kehrseite der Medaille, der Preis. Ganz billig ist das
    Applikationswunder dann auch nicht, aber da soll jeder für sich selbst ent-
    scheiden (mir war’s das wert).

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    • Martin (MacMacken)
      17. Dezember 2009

      Hat DevonThink inzwischen eine moderne Mac-Benutzeroberfläche erhalten?

    • recipient
      5. Januar 2010

      Von DEVONthink bin ich abgekommen, weil es die Daten nach einem für mich nicht nachvollziehbaren System gespeichert hat. Ich möchte zur Not auch ohne eine bestimmte Software auf meine Dokumente zugreifen können.

      „Together“ (ehemals KIT) von Reinvented Software erzeugt auf Systemebene die selbe Ordnerstruktur wie sie der Benutzer im Programm anlegt, so dass man seine Daten auch über den Finder wiederfindet und sie bspw. auch per Dropbox sichern bzw. mit anderen Rechnern synchronisieren kann.

      Insofern scheint mir Together eine mindestens gleichwertige Alternative zu Journler zu sein. Zum Ausprobieren gibt es eine 15-Tage-Testversion.

      http://www.reinventedsoftware.com/together/

  6. Andek
    22. Februar 2010

    Ich bin leider nicht mit der Programmierkunst vertraut, aber es wäre doch wirklich ganz hervorragend, wenn Journler als Opensource-Projekt weiterleben würde. Die Daten liegen hier:

    http://developer.getsprouted.com/downloads/

    Ist das nicht als Grundlage schonmal ausreichend? Programmierer vor, bitte bitte!! Ein Haufen Autoren wie ich würde ich Euch ewig dankbar sein!

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  7. Sebastian
    4. November 2010

    Habt ihr unterdessen eine brauchbare Alternative zu Journler gefunden? Ich bin immer noch auf der Suche …

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      4. November 2010

      Welche Aufgaben möchtest Du erledigen?

    • Sebastian
      4. November 2010

      Grundsätzlich für die persönliche Arbeitsorganisation: GTD/Tasks mit Smarttags und Context (für Arbeitsgestaltung und Projektabwicklung), Notizen, Protokolle, Recherchen, Knowledge Base, Spotlight Integration, offenes Speicherformat, Spotlight-Integration, … mit Journler komm ich zur Zeit sehr gut aus, ein bisschen mehr Integration wäre nett (iCal, Mail, etc.)

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