Kaspersky Anti-Virus erobert den Mac

Ein wesentlicher Teil der heutigen Mac-Benutzer dürfte in den letzten 12 bis 18 Monaten von einem PC mit Microsoft Windows «geswitcht» sein – und bringt damit unter anderem die Unsitte von untauglicher Antivirus-Software auf den Mac. Neustes Beispiel dafür ist die Antivirus-Software von Kaspersky …

… die wie alle Antivirus-Software auf einem Desktop-Mac im eigenen Interesse nicht eingesetzt werden sollte – Antivirus-Software stellt in vielen Fällen ein Sicherheitsrisiko dar und nervt selbst im besten Fall primär mit Fehlalarmen.

33 Comments

  1. maier
    5. November 2009

    Ja, das ist echt nervig. Vor allem Kapersky. Hoffentlich kauft den Dreck keiner und sie versinken wieder im Loch. Ich mein: Apple wird das ganz bestimmt nicht mitliefern und andere Hersteller gibt es ja zum Glück nicht, die diese ganzen Notebooks mit Müllsoftware ausstatten.

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  2. Whiskey
    5. November 2009

    War ja zu erwarten, dass sowas passiert. Hoffentlich rückt Apple jetzt auch mal das Thema Sicherheit in den Fokus. Nein, nicht mit sinnfreien Desktop Firewalls und Anti-Allem-Programmen, sondern einfach mal mit zuverlässigeren Updates. Den letzten Javafail brauchen die nicht jedesmal zu wiederholen.

    (Ganz realistisch betrachtet erwarte ich aber keine große Besserung von )

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  3. fidel
    5. November 2009

    ui ich dachte gerade du wurdest auch von Kaspersky angeschrieben … die versuchen grad das Ding via blogs zu pushen hrhr.

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    • Martin (MacMacken)
      5. November 2009

      Kaspersky hat mich bislang nicht kontaktiert – falls die entsprechende Werbeagentur MacMacken halbwegs kennt, mit gutem Grund …

      Nebenbei: Ich gehe davon aus, dass Google AdSense zu diesem Blogeintrag Werbung für Kaspersky und Co. einblendet – momentan habe ich aber keine Lust, meinen Adblocker zu deaktivieren um nachzusehen! 😉

    • AssetBurned
      7. November 2009

      jepp ist der fall und ich wunder mich schon nen bissel *g* zuerst fällst du so über kaspersky her und direkt dadrunter prangert nen werbe banner.

    • Martin (MacMacken)
      7. November 2009

      Ganz schön ungeschickt von Kaspersky … 🙄

    • Macfreund
      14. November 2009

      Hallo Zusammen,

      hab zwar noch kein Mac, aber nachdem mich Windows immer mehr nervt – hab Vista – und schätze mal das W. 7 auch nicht besser ist, will ich mit nächsten PC Kauf auf Apfel umsteigen.

      Nachdem ja „angeblich“ keine Virenangriffe da gibt….trotzdem die Frage, hat jemand von Euch ein Virenscanner installiert?

      …wenn ja welchen?

      Nebenbei noch ne andere Macfrage – passt zwar nicht hierher aber vielleicht könnt Ihr die trotzdem beantworten: was haltet ihr von Quad Core für Macbook Pro? Möchte Filme schneiden, reichen da Core 2 aus?

    • Mac Walter
      14. Juni 2011

      Hallo zusammen
      Im Prinzip braucht ein Mac OS keinen Antivirenscanner wenn:
      A: Das System sauber aufgesetzt und keiner als Root arbeitet.
      B: Wenn man(n) (oder auch Frau) sich an verschiedene Internet und Mail Grundsätze halten.
      C: Wenn man nicht jeden Schei.. vom Internet herunterholt. Ich habe seit ca. 10 Jahren nur noch Mac und arbeite“Ohne Antivirus Schutz“ und beim Scan mit dem Firewall (Ist eine USG 50 Zyxel mit Antivirusschutz) habe ich keine Probleme. Habe allerdings mal den Kaspersky so zum testen eingerichtet, uuuppps, das System wurde um gut 50 -60 % langsamer, also Raus mit dem Zeug. Alles wieder beim alten. Auf PC’s empfehle ich sowieso nur TrendMicro.
      LG: Aus der Ostschweiz

  4. Ostschweizer
    5. November 2009

    Wer Kapersky, egal unter welcher Plattform einsetzt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Einmal Kaypersky – Nie wieder Kapersky

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    • eragon
      8. November 2009

      Ich habe es auch mal ausprobiert und es sofort wieder runtergeschmissen, weil es das System richtig abbremmst.

  5. Martin Thomas
    6. November 2009

    @MacMacken

    Schade… immer noch gleich ‚uneinsichtig‘ was gute AntiMalware-Lösungen angeht wie eh und je *g* 😉

    Aus purem Interesse: Warum schränkst du den zuletzt in diesem Blogpost vermerkten Gedankengang spezifisch auf Desktopsysteme unter MacOS ein und schliesst so die heutzutage immer zahlreicheren portablen Geräte aus?

    Gruss 🙂
    MT

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    • Martin (MacMacken)
      6. November 2009

      Portabel und Desktop schliessen sich nicht aus – auf einem Schreibtisch arbeitet sich mit fast allen Macs am komfortabelsten … lediglich Mac-Server fühlen sich jenseits von Schreibtischen dauerhaft wohl.

    • Martin Thomas
      6. November 2009

      Ungebräuchliche Terminologie…

      A desktop computer is a personal computer in a form intended for regular use at a single location, as opposed to a mobile laptop or portable computer.

      …meint zumindest derzeitig auch die allwissende Müllhalde ‚Wikipedia‘

      …aber ich weiss ja jetzt was du gemeint hast 😉

    • Martin (MacMacken)
      6. November 2009

      Ja, damit hast Du Recht.

  6. Pete
    6. November 2009

    Ich habe mich vor Jahren bewusst gegen AV-Software entschieden. Sie kostet viele Performance, bringt häufig Fehlalarme und öffnet neue Lücken. Diese Nachteile schenke ich mir noch so gern! 😀 🙂

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  7. AssetBurned
    7. November 2009

    naja immerhin argumentierst du richtig das diese software meist selber amok läuft. das Apple nutzer frei von viren und son mist sind ist ja auch nurnoch bedingt richtig.

    evl sollte sich mal eine ordentliche software schmiede ans werk machen und ein vernünftiges software paket schreiben das dann (natürlich unter lizens) irgend eine der großen virendatenbanken nutzen kann.

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    • Martin (MacMacken)
      7. November 2009

      Einzelne Hersteller von Antivirus-Software mögen einen besonders schlechten Ruf geniessen, aber die grundlegenden Probleme solcher Software kann man selbst bei bestem Willen nicht aus der Welt schaffen – sie bestehen bedingt durch das Funktionsprinzip. Es geht dabei gar nicht um den Mac, sondern es handelt sich um ein grundsätzliches Problem auf allen Systemen.

    • AssetBurned
      7. November 2009

      naja ich denke man könnte schon eine software schreiben die deutlich schonender mit den Ressourcen umgeht als bisherige software.
      und was die falschen alarme angeht, sowas müsste man auch in den grif bekommen können.

  8. Nico
    17. November 2009

    Heyho,

    ich versteh zwar Eure Meinung, dass es kaum Schädlinge für Macs gibt, aber gerade in Mischnetzwerken mit Windows Rechnern kann ein Mac doch auch zum Virenverteiler werden, oder irre ich mich da? Von daher finde ich die Anti Virenlösung eigentlich ganz gut. Hab bisher immer ClamAV benutzt, was ja schon unter Linux schon amtlich ist. Auf meinem PC ist übrigens Kaspersky Internet Security installiert und ich kann keinerlei Leistungseinbuße feststellen. Okay, mein System ist mit nem Q9450 (4×2,66GHz) auch schon ziemlich amtlich 🙂

    Achso, nein ich bin kein Kaspersky Mitarbeiter, mich interessiert einfach nur Eure Meinung zu dem Gedanken, dass der Mac Viren an PC’s weiterverteilt.

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    • eragon
      18. November 2009

      Nico, da hast du recht

    • Ostschweizer
      18. November 2009

      Wo verbreitest du denn bitte Viren?
      .doc, .xls etc. sind unprofessionell und ärgern den armen Linuxuser nur-> PDF, direkt LaTex
      .exe -> Wird heute sowieso nicht mehr per Mail versendet

    • AssetBurned
      20. November 2009

      genau so wie nen mensch einen virus verbreiten kann ohne selber krank zu werden können rechner auch als schleudern dienen ohne selber schaden zu nehmen. ich frag mich allerdings warum sich keiner virenscanner auf seinen blackberry, Palm oder PocketPC installiert.

      naja nur weil du es unprofessionell findest, heißt es nicht das tausende von firmenrechner und nutzer so umgestellt werden das sie in irgendwelchen abstrusen LaTex formaten arbeiten müssen.

      das PDF keine viren beinhalten kann ist genau so für nen gerücht wie das es für mac keine gibt. tatsache ist allerdings das echte mac viren bislang nicht in freier wildbahn aufgetaucht sind.

    • eragon
      2. Januar 2010

      das stimmt auch nicht ganz.
      Wenn z.b: einen Freund ein Windows Programm per Mail schicken will ist es bei Windows auch immer exe oder MSI.
      Das ist bestimmt bei Linux anders.

  9. eragon
    18. November 2009

    @Macfreund,
    ich habe jetzt schon seit Insgesammt 7- Monaten Win7(vorehr den RC, und jetzt die finale Version) und es geht nicht mehr auf die Nerven wie die Vorgängerversion auch Vista, man kann die User-Access-Control (UAC=Benutzerkontensteuerung (Schutzfunktion)) auch komplett abschalten. Und es gibt auch keine Systemabstürtze mehr. Wenn du willst kannst du auf Win7 umsteigen oder auf Mac OS X Snow Leopard wechseln.

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  10. thkamp
    30. Dezember 2009

    Hab Kaspersky Anti-Virus auf meinem MacBook (weiß, 12/2009) laufen – ohne Probleme.

    Aufgrund der deutlich geringeren Bedrohung (für Macs gibt es derzeit etwa 200 Schadprogramme) hat die Software nicht den Umfang vergleichbarer AV-Software für Windows. Kaspersky verzichtet außerdem auf Firewalls, Anti-Spam und die Kindersicherung – diese sind ja bereits im Betriebssystem integriert. So werden nur wenige Systemressourcen belegt – die CPU-Auslastung liegt bei etwa einem Prozent.

    Wer hier noch immer glaubt, dass es ja kaum Schadsoftware für Apple-Produkte gäbe, irrt. In April 2009 wurde ein Botnet entdeckt, dass nur aus infizierten Macs bestand – und das teilweise für massive Denial-of-Service-Attacken genutzt wurde. Außerdem, es wurde hier schon erwähnt: In Netzwerken mit heterogenen Clients, wenn also Windows und Mac OS im gleichen LAN zu finden sind, werden Macs auch genutzt, um Windows-Hosts zu infizieren. Mac-Viren sind also alles andere als Märchen.

    Aber letztlich muss das jeder mit sich selbst ausmachen…

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    • Martin (MacMacken)
      30. Dezember 2009

      Aufgrund der deutlich geringeren Bedrohung (für Macs gibt es derzeit etwa 200 Schadprogramme) hat die Software nicht den Umfang vergleichbarer AV-Software für Windows.

      Falsch, Kaspersky Anti-Virus auf dem Mac schützt vor der genau gleichen Schadsoftware wie die Software unter Microsoft Windows.

      Kaspersky verzichtet außerdem auf Firewalls, Anti-Spam und die Kindersicherung – diese sind ja bereits im Betriebssystem integriert.

      Mac OS X verfügt über keinen Spamfilter, Microsoft Windows aber auch nicht … hingegen verfügen sowohl Mac OS X als auch Microsoft Windows über Funktionen für Kindersicherung und Firewall. Ich gehe deshalb davon aus, dass mittelfristig auch entsprechende Kaspersky-Software für den Mac erscheinen wird.

      Wer hier noch immer glaubt, dass es ja kaum Schadsoftware für Apple-Produkte gäbe, irrt.

      Niemand glaubt, es gäbe keine oder kaum Schadsoftware für den Mac. Das Problem liegt beim Prinzip von Antivirus-Software, die weder auf dem Mac noch auf anderen Desktop-Computern zuverlässig läuft – im Gegenteil, Antivirus-Software öffnet unter anderem neue Sicherheitslücken, verspricht falsche Sicherheit und ärgert mit Fehlalarmen.

  11. Angie
    1. Januar 2010

    Machen wir uns bitte nichts vor, Antivirus Software kostet massivst Performance. So steht z.B. bei Confluence:

    Antivirus Software Configuration

    The presence of antivirus software on your operating system running Confluence greatly decreases the performance of Confluence. Antivirus software that intercepts access to the hard disk is particularly detrimental and may even cause errors in Confluence.

    You should configure your antivirus software to ignore the following directories:

    * Confluence home directory
    * Confluence’s index directory
    * All database-related directories

    This recommendation above is particularly important if you are running Confluence on Windows. No matter how fast your hardware is, antivirus software will almost always have a negative impact on Confluence’s performance and may render Confluence impossible to use.

    http://confluence.atlassian.com/display/DOC/System+Requirements#SystemRequirements-AntivirusSoftwareConfiguration

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    • eragon
      2. Januar 2010

      Stimmt auch nicht ganz siehe:
      http://www.av-comparatives.org/images/stories/test/performance/performance_dec09.pdf
      Das Schutzprogramm MSE von MS schneidet zusammen mit Avira AntiVir besser ab als diesen Kaspersky Mist.

    • Martin (MacMacken)
      2. Januar 2010

      Ich weiss nicht genau, worauf Du Dich beziehst. Im verlinkten PDF ist aber auch eindeutig die Rede davon, dass Antivirus-Software Systemleistung kostet. Allerdings wurde anscheinend keine Antivirus-Software für den Mac getestet.

    • eragon
      3. Januar 2010

      Sorry, das sind nur Schutzprogramme für Windows.
      Für Schutzprogramme für Mac gibt es noch keine(n) Test(s).
      Das war jetzt nur auf Windows bezogen.

  12. phr3n1c
    22. Juni 2010

    Ich danke Euch… you all made my day. 🙂

    Nur zwei Zitate die mir sehr gut gefielen:

    im Gegenteil, Antivirus-Software öffnet unter anderem neue Sicherheitslücken, verspricht falsche Sicherheit

    Jap… und Gurte im Auto sind auch eher gefährlich als nützlich, da sie verhindern aus einem brennenden Auto zu springen (heute leider noch übliche Ausrede)

    Das Schutzprogramm MSE von MS schneidet zusammen mit Avira AntiVir besser ab als diesen Kaspersky Mist.

    AntiVir lasse ich so stehen, aber bzgl. MS: das ist wohl der Grund, warum Microsoft sein Coporate AV einstampft. 😉

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    • Martin (MacMacken)
      23. Juni 2010

      Antivirus-Software funktioniert prinzipbedingt nicht zuverlässig. Hinzu kommen die üblichen Sicherheitslücken bei Software, welche sich bei Antivirus-Software aber besonders schwerwiegend auswirken, weil Antivirus-Software üblicherweise alle Daten prüft. Antivirus-Software ist deshalb besonders vielen möglicherweise gefährlichen Daten ausgesetzt und kann andererseits ohne speziellen Aufwand angegriffen werden. Hinzu kommt das häufige Problem von Fehlalarmen.

      Podcast-Tipp in diesem Zusammenhang: Chaos Radio Express (CRE) 155 zum Thema «Malware und Botnets».

    • Anonymous
      4. Juli 2010

      Ich kenne keinen Fall wo jemand in einem Auto verbrannt weil er Sicherheitsgurten trug. Sicherheitsgurten können aber in der Tat Verletzungen verursachen. Die Abwägung zwischen Menschenleben (oder Mensch mit schwerer Verletzung) gegenüber den Verletzungen durch Sicherheitsgurten (vor allem Knochenbrüche) geht klar zugunsten des Menschenlebens aus.

      Bei Antivirus-Anwendungen liegt der Fall völlig anders. Jenseits der üblichen Tests sind ausserdem die Ergebnisse von Antivirus-Anwendungen äusserst mangelhaft. Es gibt nur einen wirksamen Schutz gegen Malware: Sichere Software und Benutzer mit gesundem Menschenverstand.

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