Kundgebung für Freiheit auf iPad, iPod und iPhone

iPhone, iPod Touch und auch das neue iPad sind goldene Käfige – als Benutzer muss man sich der vollständigen Kontrolle durch Apple unterwerfen. Anlässlich der gestrigen iPad-Präsentation protestierten Aktivisten der «Defective by Design»-Kampagne der Free Software Foundation (FSF) vor Ort gegen diesen eklatanten Mangel an Freiheit …

… mit Recht wiesen die Aktivisten darauf hin, dass auf iPad und anderen iTouch-Geräten keine freie Software möglich ist, keine Anwendungen aus dem Web installiert werden können, Musik und Bücher nicht geteilt werden können und Apple jederzeit Daten wie Apps oder Musik löschen kann – Digital Rights Management (DRM) als Gitterstäbe für den goldenen iTouch-Käfig … 🙄

20 Comments

  1. iMarc
    28. Januar 2010

    Irgendwie frage ich mich dann doch was das soll. Es wird niemand gezwungen im goldenen Käfig Platz zu nehmen. Ich für meinen Teil unterwerfe mich gerne dieser Strategie, wenn denn alle Systeme möglichst aunauffällig ihren Dienst verrichten. Und der Erfolg scheint Apple diesbezüglich ja Recht zu geben…

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    • Martin (MacMacken)
      28. Januar 2010

      Irgendwie frage ich mich dann doch was das soll.

      Nicht alle nehmen den Verlust ihrer Freiheit widerstandslos hin …

      Es wird niemand gezwungen im goldenen Käfig Platz zu nehmen.

      … Apple ist nur einer von vielen Anbietern, welche die Freiheit ihrer Benutzer stark einschränken, entsprechend gilt es überall zu protestieren – ansonsten kann man im besten Fall noch den goldenen Käfig wählen …

      Ich für meinen Teil unterwerfe mich gerne dieser Strategie, wenn denn alle Systeme möglichst aunauffällig ihren Dienst verrichten.

      … dazu sind keine Freiheitsbeschränkungen mit DRM notwendig, sondern entsprechend sorgfältiges Entwickeln und Programmieren – siehe Mac-Plattform …

      Und der Erfolg scheint Apple diesbezüglich ja Recht zu geben…

      … ja, leider – allerdings waren es schon immer ein paar wenige, welche die Freiheit der Mehrheit erkämpften, vielleicht ist es in diesem Bereich wieder so.

  2. flexo
    28. Januar 2010

    Darf ich den Quellcode meiner App die im AppStore ist nicht veröffentlichen? Würde mich sehr erstaunen. Die Rechte am Quellcode liegen bei mir, nicht bei Apple.

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    • Ostschweizer
      28. Januar 2010

      Das darfst du sehr wohl, allerdings kann der Anwender das Programm nicht selber kompilieren, es sei denn er hat einen kostenpflichtigen (!!!) Entwickleraccount dann darf bzw. kann er das Programm auch ohne AppStore 99 mal weiterverbreiten, und ob das Programm dann dank der Apple Diktatur in den AppStore darf ist dann wieder eine andere Frage 😉

    • AssetBurned
      28. Januar 2010

      interessant wäre auch mal die frage ob apple die apps nicht noch nachträglich irgendwie verändert?

      oder wie lange es dauert bis apple mal anfängt ohne zustimmung der kunden was aus „sicherheitsgründen“ auf den endgeräten zu löschen, in etwa wie amazon es gemacht hat (auch wenn es da copyright probleme waren).
      bislang hat apple ja nur apps aus dem store entfernt.

      übrigens copyright. da scheint sich apple ja nicht drum zu kümmern. wenn man sich mal diese ganzen „gucken wir uns bilder per RSS feed an“-apps anschaut. da sind so einige copyright verstöße… aber apple scheint damit genau so wenig probleme zu haben, wie für den umstand das leute bezahl apps schreiben die dann inhalte von fremderleute webseiten anzeigen. so verdienen dann die progger geld aber die content betreiber wissen nichtmal was davon geschweige den das sie geld bekommen.

    • Martin (MacMacken)
      28. Januar 2010

      Darf ich den Quellcode meiner App die im AppStore ist nicht veröffentlichen?

      Freie Software definiert sich nicht allein dadurch, dass der Quelltext in für Menschen lesbarer Form frei verfügbar ist – weitere wichtige Aspekte sind unter anderem, dass man den Quelltext verändern und die Software beliebig (ver)teilen kann.

      Mehr zum Thema direkt bei der FSF unter http://www.fsf.org/blogs/community/why-free-software-and-apples-iphone-dont-mix.

  3. Anonymous
    28. Januar 2010

    Jemand hat es schön formuliert: „Ein iPod Touch fühlt sich an, als wäre jemand anders Admin von dem Ding und hätte überall Sperren reingesetzt“.

    Ich bin da momentan mit meinem NetBook ganz zufrieden, OpenOffice, GIMP, Thunderbird, InkScape …

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    • Anonymous
      28. Januar 2010

      Ich bin auch froh, dass ich ein Netbook habe.

  4. G0unt
    28. Januar 2010

    Sind Macbooks auch vom goldenen Käfig betroffen?

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    • Martin (MacMacken)
      28. Januar 2010

      Bislang nicht, nein … 🙂

    • G0unt
      28. Januar 2010

      Achso, danke!
      Ich frage mich trotzdem, wieso auf dem Schlid dennoch steht „Your Computer is our Computer“. Den iTouch kann man ja nicht als PC bezeichnen?

    • Martin (MacMacken)
      28. Januar 2010

      iPad und Co. von Apple sind Computer – aber bezüglich der Kontrolle eben Computer von Apple und nicht der Benutzer.

    • dasuxullebt
      31. Januar 2010

      Also MacBooks sind – bis auf den vielen proprietären Hardware-Schrott darin – nicht weiter von dem goldenen Käfig betroffen – noch nicht. Trotzdem ist es kaum möglich, ein MacBook ohne Mac OS sinnvoll zu betreiben – und das spricht Bände.

      Ich finde es gut, dass Leute endlich mal dagegen demonstrieren, und die Haltung von iMarc ist leider genau die Fauler-User-der-alles-will-aber-nichts-dafür-tun-will-Haltung, die dazu führt, dass sich selbst heute noch die freie Software so schwer tut.

      Wo früher wenigstens noch hauptsächlich irgendwie intelligente Leute Computer nutzten, die solcher Problematiken eingedenk waren, und dementsprechend ein allzu restriktives System schlichtweg nicht genutzt hätten, macht das heute jeder Depp, sodass es immer weniger Interesse der Kundschaft an Transparenz und Offenheit gibt.

    • Alexander
      1. Februar 2010

      suxullebt sagt: „Also MacBooks sind – bis auf den vielen proprietären Hardware-Schrott darin – nicht weiter von dem goldenen Käfig betroffen – noch nicht. Trotzdem ist es kaum möglich, ein MacBook ohne Mac OS sinnvoll zu betreiben – und das spricht Bände.“

      Wie meinen? Das ist ganz normale Hardware, da lässt sich ohne Probleme BSD, Windows, Linux oder das Betriebssystem deiner Wahl drauf installieren.

      „Wo früher wenigstens noch hauptsächlich irgendwie intelligente Leute Blogkommentare nutzten, […], macht das heute jeder Depp.“. Dieser Vorlage konnte ich nicht widerstehen 😉

    • Marvin
      18. Februar 2010

      „Fauler-User-der-alles-will-aber-nichts-dafür-tun-will-Haltung“

      Oh, Mann. Diesen Nerd-Schwachfug kann ich nicht mehr hören. Es gibt nun mal Menschen für die ist ein Compter, Handy, etc. nichts weiter als ein Gerät das einfach funktionieren soll. Das finde ich nicht blöde sondern eigentlich ziemlich intelligent, denn sie verschwenden nicht Ihre halbe Lebenszeit mit Rumgefrickel.

      Wenn jemand sich auf professioneller Ebene mit Hard- und/oder Software beschäftigt ist das etwas anderes. Aber für die sonstigen Anwender ist es einfach verlorene Zeit, sich mehr als nötig damit zu beschäftigen.

      Das ist auch der Grund, warum sich freie Software schwer tut – sie kostet mich mehr Zeit, weil sie eine intensivere Beschäftigung erfordert. Ich zahle jedenfalls lieber ein paar Euro für etwas das gut funktioniert, als meine Zeit an einen zusammengebastelten Haufen Software zu verschwenden.

    • Martin (MacMacken)
      18. Februar 2010

      Das ist auch der Grund, warum sich freie Software schwer tut – sie kostet mich mehr Zeit, weil sie eine intensivere Beschäftigung erfordert.

      … das ist keine Frage der Lizenz, sondern der Entwicklung.

  5. Anonymous
    30. Januar 2010

    das ist auch der Grund, warum ich mir nichts von Apple kaufe.

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  6. Alexander
    1. Februar 2010

    Wenn man mit den iPad noch telefonieren könnte, wäre es nichts als ein grosses iPhone (oder mit UMTS + VoIP). Trendy Leute von heute:

    http://www.funnyordie.co.uk/videos/d2b714361c/hello

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  7. Max Mustermann
    4. Februar 2010

    Wayne? Sollen diese Hippies sich Linux besorgen.

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  8. On the iPad — instant-thinking.de
    1. April 2010

    […] Was völlig klar ist: Apple wird den goldenen Käfig, in dem schon das iPhone sitzt, nicht öffnen. Apple ist über den AppStore der zentrale Gatekeeper und bestimmt, was auf dem iPad geht und was nicht. Auf dem iPhone konnten User, trotz immer neuer Firmware-Versionen mit neuen Hürden, stets einen Jailbreak durchführen und so Software aus alternativen Quellen installieren. Ob es diesen Weg auf dem iPad auch geben wird, ist bisher noch nicht klar und so begeben sich die US-Vorbesteller am Samstag in die Apple Restriction Zone. […]

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