iPhone ohne flexiblen 3G-Mobilfunk

Nachfolgend ein Gastbeitrag, den Ralf Wenzel freundlicherweise für MacMacken verfasst hat … 🙂

Besitzer eines iPhone 3G kennen das: Der Akku ist ratzfatz leer. Wenn man mal die 3G-Funktionalität abschaltet, merkt man sehr schnell, dass die Akkulaufzeit sich auf ein Vielfaches erhöht.

Meine Herren bei Apple: Da haben Sie gepennt!

3G sollte grundsätzlich immer aus sein und sich zuschalten, wenn bestimmte Programme aktiv sind (das könnte man sogar den Anwender entscheiden lassen – das geht bei den Ortsbestimmungs- und Notification-Funktionen ja auch). Das wäre mal intelligente Stromverbrauchssteuerung. Dann könnte ich entscheiden: Mein Messenger braucht kein 3G – Mail.app aber sehr wohl, auch wenn es im Hintergrund große Mails empfängt.

Nach meiner Beobachtung funktioniert WLAN übrigens so. Bei gesperrtem Display scheint das WLAN aus zu sein und sich zuzuschalten, wenn man das iPhone irgendwie aktiviert. Zumindest springt dann die Anzeige von 3G auf WLAN um.

BTW: Wenn man das noch weiter treiben will: Warum muss mein BT-Headset ständig mit dem iPhone gepairt sein?

15 Comments

  1. flexo
    16. März 2010

    Eine interessante Frage! Ich denke Apple hat sich da aber schon Gedanken gemacht und nicht gepennt.

    Ständiger Wechsel zwischen GSM/UMTS dürfte sich kaum positiv auf den Akku auswirken. Dazu muss jedesmal nach einer Zelle gesucht werden was viel Strom braucht. UMTS/GSM sind ja nicht auf den gleichen Frequenzen. Dies könnte auch schon der Grund sein.

    Werde mich mal damit auseinander setzen. Aber WLAN ist bei weitem nicht UMTS/GSM. Das ganze Handover zwischen den Zellen ist nicht trivial. Dies passiert auch wenn das Handy inaktiv (kein Gespräch, keine Datenübertragung) ist und muss vom Handy vollzogen werden (aktiv macht dies die Zelle).

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  2. sebbo
    16. März 2010

    Das mit dem nervigen Bluetooth beim iPhone nervt auch mich. Also folgendes: Headset ist mit iPhone gepairt. Jetzt will ich z.B. das Headset mit meinem Mac verwenden und wähle deshalb am Mac das Headset als Audiodevice aus. Geht aber nicht, man muss erst auf dem iPhone Bluetooth ausschalten. Erst dann kann das Headset sich wieder mit einem anderen Gerät verbinden. Ich habe das schon mit mehreren Headsets getestet, daran liegt es bestimmt nicht.
    Das ganze ist echt lästig und unter den Top 3 der nervigsten Dinge am iPhone 😉

    Ich glaube übrigens, dass WLAN nicht immer ausgeht, nur weil das Gerät im Standby-Modus ist. Wie soll sonst z.B. Internetradio gehört werden (also Safari Streaming)? Da wechselt das iPhone bestimt nicht auf UMTS 🙂

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  3. wulfovitch
    16. März 2010

    Kennst du diese komischen Geräusche von den Boxen, wenn ein Handy mit GPRS/Edge kommuniziert? Diese Geräusche hat man nie, wenn 3G an ist. Zumindest habe ich hier diese Geräusche vom iPhone an meinen Boxen noch nie gehört. Letztens hatte ich ein anderes iPhone hier, mit anderem Mobilfunkbetreiber und sofort fingen diese nervigen Geräusche bei den Boxen wieder an. Das ist es allemal wert immer 3G anzuhaben….

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  4. Metasequoia
    16. März 2010

    Ich denke 3G ist auch deshalb immer aktiv, weil nur so gleichzeitig telefoniert und Daten übertragen werden können. Bei GPRS/Edge ist das meines Wissens nach nicht möglich.

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    • sebbo
      16. März 2010

      Stimmt, wenn man nur mit GPRS online ist und telefoniert, kann man nicht mehr surfen…

    • Mario
      16. März 2010

      Und kann auch keine Push-Nachrichten empfangen.

    • flexo
      17. März 2010

      Dies hat mit der Frequenz und Kabellänger zu tun.

      Es ging im Artikel aber um den Standby-Modus, also wenn nicht telefoniert wird.

      Und ja, GPRS nutzt den Telefonkanal für die Übermittlung von Daten, telefonieren und GPRS geht nicht.

  5. Mario
    16. März 2010

    Frage: Gibt es irgendein anderes Gerät, welches nach Bedarf zwischen GSM und 3G wechseln kann? Ich kenne keins und denke daher, dass das technisch nicht so leicht sinnvoll machbar ist. Wer per Hand wechselt weiß ja auch, dass es durchaus eine Weile dauern kann, bis sich das iPhone im anderen Netz angemeldet hat und im Internet ist und wenn das beim Wechseln zwischen Apps andauernd gemacht wird, ist der Zeitgewinn durch 3G vermutlich ganz schnell wieder hin. Auch wird das nicht vorteilhaft für den Stromverbrauch sein.

    Also Ralf, bevor du hier Apple vorwirfst, sich nichts dabei gedacht zu haben, solltest du evtl. noch mal genauer recherchieren. Vielleicht lässt sich das ja irgendwie vernünftig lösen aber mal einfach so in Raum zu werfen, dass Apple hier Blödsinn gemacht hat ohne den technischen Hintergrund wirklich beleuchtet zu haben, bringt gar nichts.

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    • Martin (MacMacken)
      16. März 2010

      Frage: Gibt es irgendein anderes Gerät, welches nach Bedarf zwischen GSM und 3G wechseln kann?

      UMTS-fähige Handys müssen bei Bedarf zu GSM wechseln können, da UMTS nicht flächendeckend zur Verfügung steht.

  6. Mario
    16. März 2010

    UMTS-fähige Handys müssen bei Bedarf zu GSM wechseln können, da UMTS nicht flächendeckend zur Verfügung steht.

    Die Frage war schon im Zusammenhang zu dem Artikel und Ralfs Idee, je nach App und Bedarf das Netz zu wechseln.

    BTW: Die UMTS-Netzabdeckung von T-Mobile ist in DE gar nicht so schlecht.

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    • Ralf
      16. März 2010

      Da ist aber noch sehr viel hellrosa, also ohne UMTS. Gerade auf dem Land, also auch auf Autobahnen oder im Zug, ist UMTS nach meiner Erfahrung eher die absolute Ausnahme.

    • Mario
      16. März 2010

      Zugstrecken sind schon ganz gut ausgebaut. Im ländlichen Bereich und auf Autobahnen sieht es dagegen nicht so doll aus – obwohl, ich wohne in einem Dorf und hab HSDPA mit voller Geschwindigkeit. 😉 Dafür hab ich letztes Jahr 3 Monate für einen DSL-Zugang kämpfen müssen, weil die T-Com beim Neuausbau offenbar nicht damit gerechnet hatte, dass wirklich jemand DSL haben will und viel zu wenig Ports hatte. 🙁

    • Martin (MacMacken)
      16. März 2010

      BTW: Die UMTS-Netzabdeckung von T-Mobile ist in DE gar nicht so schlecht.

      «Gar nicht schlecht» ist korrekt, aber eben längst keine Abdeckung, die mit GSM vergleichbare wäre.

  7. iMarc
    17. März 2010

    Also wenn ich mir die 3G-Abdeckung von AT&T in Amiland anschaue, bin ich ja ganz froh, dass ich in der Schweiz beheimatet bin, wo die liebe Swisscom (nach eigenen Angaben) 98% der bevölkerten Fläche mit 3G abdeckt. Und das notabene in einem Land, das von Hügel und Gräben nur so übersäht ist. Und selbst in den Bergen hat man meistens guten bis sehr guten Empfang. Also, bei all dem Gemeckere über Swisscom, man darf sie auch einmal loben. (…und nein, ich hab weder Aktien von Swisscom, noch arbeite ich in der Marketing Abteilung selbiger).
    Aber eigentlich ist das OT…

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    • Martin (MacMacken)
      17. März 2010

      Mit Mondpreisen und x Jahren Vorsprung auf ihre Konkurrenz darf man von Swisscom eine solche Abdeckung selbstverständlich erwarten … die Tücke liegt allerdings in der Berechnung gemäss bevölkertem Gebiet, was man jeweils dann merkt, wenn man online gehen möchte und sich jenseits der Bevölkerungszentren und -achsen befindet! 😉

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