Kalender-Falschfarben à la Google Sync

Bei iPhone und iPod Touch empfinde ich die fehlende Möglichkeit der (automatischen) kabellosen Synchronisierung mit dem Mac als eine der grössten Macken. Immerhin kann man für Kontakte und Kalendereinträge auf einen Microsoft Exchange-kompatiblen Dienst ausweichen, wie ihn beispielsweise Google mit «Google Sync» kostenlos anbietet – man synchronisiert seinen Mac mit Google-Kontakten sowie dem Google-Kalender und greift darauf von iPhone/iPod Touch per Exchange zu. Leider stört bei den Kalendereinträgen ein ärgerlicher Schönheitsfehler …

… die Kalenderfarben aus iCal und dem Google-Kalender werden per «Google Sync» nicht übernommen, sondern es erscheinen neue Farben! 🙄

Die Screenshots in diesem Blogeintrag zeigen zur Illustration jeweils die gleichen Kalendereinträge über- und nebeneinander – einmal lokal synchronisiert mittels iTunes, einmal kabellos via «Google Sync».

Glücklicherweise ist das Problem lösbar, indem man statt Exchange die Synchronisation per CalDAV wählt  – Google empfiehlt zwar «Google Sync», aber die Kalendersynchronisation per CalDAV funktioniert ebenfalls und die Farben aus dem Google-Kalender bleiben erhalten.

14 Comments

  1. fellowweb
    25. März 2010

    Solltest Du CalDAV verwenden, werden Deine Kalendereinträge natürlich nicht mittels Push sofort auf Dein iPhone übertragen.

    Wenn ich mich richtig erinnere, legt man bei CalDAV – ähnlich den normalen E-Mail-Accounts – einen bestimmten Rhythmus fest, in dem das iPhone dann den Kalender synchronisiert.

    Spätestens beim nächsten Öffnen jedoch wird der CalDAV-Kalender aktualisiert, so dass Du bei einem Aktualisierungsrhythmus von 15 Minuten höchstens Terminerinnerungen innerhalb der nächsten 15 Minuten „verlieren“ könntest.

    Dadurch, dass Apple keine vernünftige OTA-Synchronisation für das iPhone anbietet, wollen sie natürlich sicher die MobileMe-Abonnentenzahlen steigern.

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    • Martin (MacMacken)
      25. März 2010

      Solltest Du CalDAV verwenden, werden Deine Kalendereinträge natürlich nicht mittels Push sofort auf Dein iPhone übertragen.

      Richtig.

      Wenn ich mich richtig erinnere, legt man bei CalDAV – ähnlich den normalen E-Mail-Accounts – einen bestimmten Rhythmus fest, in dem das iPhone dann den Kalender synchronisiert.

      Spätestens beim nächsten Öffnen jedoch wird der CalDAV-Kalender aktualisiert, so dass Du bei einem Aktualisierungsrhythmus von 15 Minuten höchstens Terminerinnerungen innerhalb der nächsten 15 Minuten “verlieren” könntest.

      Genau. Ich habe in den letzten Tagen die Synchronisation per CalDAV ausprobiert und bin damit zufrieden; letztlich genügt mir wie bei E-Mail die Synchronisation «on demand».

  2. Mario
    25. März 2010

    Bei iPhone und iPod Touch empfinde ich die fehlende Möglichkeit der (automatischen) kabellosen Synchronisierung mit dem Mac als eine der grössten Macken.

    Das stimmt aber nicht. Diese Möglichkeit gibt es mit MobileMe natürlich schon, nur eben nicht kostenlos.

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    • Martin (MacMacken)
      25. März 2010

      «Mobile Me» ermöglicht leider auch keine kabellose Synchronisierung zwischen Mac und iPhone/iPod Touch – genauso wie andere Lösungen beschränkt sich «Mobile Me» auf einige Arten von Daten. Anwendungen und Medieninhalte lassen sich aber leider nicht synchronisieren, dito Daten von Anwendungen.

  3. Mario
    25. März 2010

    «Mobile Me» ermöglicht leider auch keine kabellose Synchronisierung zwischen Mac und iPhone/iPod Touch

    In deinem Blogbeitrag geht es aber um Kalenderdaten und die lassen sich genauso wie Kontakte natürlich kabellos und automatisch zwischen iPhone und Mac in beiden Richtungen synchronisieren.

    Ich würde mir zwar auch ein Sync mit iTunes über WLAN wünschen aber gerade der Sync von Kontakten und Terminen – und das per Push überall – ist schon eine sehr sehr feine Sache.

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      25. März 2010

      In deinem Blogbeitrag geht es aber um Kalenderdaten und die lassen sich genauso wie Kontakte natürlich kabellos und automatisch zwischen iPhone und Mac in beiden Richtungen synchronisieren.

      Ich verstehe, dass man den Blogeintrag so lesen kann – mich stört aber die fehlende kabellose Synchronisation als Ganzes. Ich wäre schon froh, wenn ich lokal per WLAN synchronisieren könnte.

      Ich würde mir zwar auch ein Sync mit iTunes über WLAN wünschen aber gerade der Sync von Kontakten und Terminen – und das per Push überall – ist schon eine sehr sehr feine Sache.

      Ja, allerdings, wobei mir regelmässige Synchronisieren genügt, Push ist nicht unbedingt notwendig.

      Ich nutze für die Kalender nun Google, weil die Nutzung kostenlos beziehungsweise preiswert ist und ich mich damit nicht in zusätzliche Abhängigkeit von Apple begebe. Ausserdem sind bei Google grundsätzlich verschlüsselte Verbindungen möglich, was Apple leider nicht durchgängig anbietet.

  4. fellowweb
    26. März 2010

    @MacMacken:
    Das früher oder später das Stichwort MobileMe fällt, war zu
    erwarten. 😉
    Leider ist MobileMe gänzlich uninteressant, wenn es einem um die Freigabe von Kalenderdaten an Dritte oder deren gemeinsame Nutzung mit Dritten geht.
    Wenn es Dir primär um OTA-Synchronisation geht, kommen noch Yahoo! Calendar oder ein Exhange-Account in Betracht. Beide lassen sich auch in iCal.app einbinden und erlauben es, die Abhängigkeit von Google-Produkten nicht zu erhöhen (wenn das für einen ein Entscheidungskriterium ist).
    Wenn Dir CalDAV reicht, würde die Wahl wohl auf Yahoo! fallen. Yahoo erlaubt sogar den Austausch von Kalenderdaten per iCalendar (dem Dateiformat, nicht iCal.app) mit Google Calendar.
    Exhange bietet Push, jedoch muss einem die gewonnene Privatsphäre meistens (als Hosted Exchange) ein paar Euro pro Monat wert sein.

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      26. März 2010

      Leider ist MobileMe gänzlich uninteressant, wenn es einem um die Freigabe von Kalenderdaten an Dritte oder deren gemeinsame Nutzung mit Dritten geht.

      Vielen Dank für diesen Hinweis, ich ging davon aus, «Mobile Me» bietet auch entsprechende Funktionen …auf die Möglichkeit, Kalender für andere freizugeben möchte ich nicht mehr verzichten.

      Exhange bietet Push, jedoch muss einem die gewonnene Privatsphäre meistens (als Hosted Exchange) ein paar Euro pro Monat wert sein.

      Dazu habe ich mir auch Gedanken gemacht, Google Apps kostet ja pro Benutzer auch 50 USD/Jahr. Ich bin aber zum Schluss gekommen, dass meine Daten bei Google nicht weniger beziehungsweise mindestens genauso sicher sind wie bei anderen Anbietern (zumal diese häufig wiederum die Infrastruktur Dritter nutzen). Im Bezug auf E-Mail schätze ich bei Google Apps ausserdem die Möglichkeit, Postini-Dienstleistungen zu nutzen.

    • fellowweb
      26. März 2010

      Überprüfe bitte sicherheitshalber nochmals selbst meine Aussage zu MobileMe, auch wenn ich mir sicher bin, dass das so stimmt.

      Wenn Du bereit bist, Geld auszugeben, würde ich doch Exchange den Vorzug über Google Apps geben. Wenn Du bei jemandem wie domainfactory (nur als Beispiel, weil ich weiß, dass die das anbieten) Hosted Exchange holst, sind Deine Daten auf Deinem df-Server in Deutschland. Das hat für die Privatsphäre meinem Empfinden nach ein paar andere Konsequenzen, als Google die Daten in die Hände zu geben. Wenn Du bereits Exchange 2010 bekommst, wird Dir sicher das neue Webinterface „Outlook Web App“ gefallen.

      Außerdem scheint die ActiveSync-Implementierung bei Google nicht so 100%ig zu passen. Bei Google Contacts liegt das zum Beispiel an dem grundlegenden Problem, dass Google massive Designfehler unterlaufen sind. Beispielsweise scheinen regelmäßig Fehler bei Namen und internationalen Adresse aufzutauchen, da Google hier nicht sauber die Felder z.B. für Vor- und Nachname bzw. Straße, Hausnummer, PLZ, Ort, Region/Bundesland und Land getrennt hat.

      Postini kenne ich leider zu wenig. 😉

    • Martin (MacMacken)
      26. März 2010

      Wenn Du bereit bist, Geld auszugeben, würde ich doch Exchange den Vorzug über Google Apps geben. Wenn Du bei jemandem wie domainfactory (nur als Beispiel, weil ich weiß, dass die das anbieten) Hosted Exchange holst, sind Deine Daten auf Deinem df-Server in Deutschland.

      Exchange kommt wegen der Falschfarben auf iPhone und iPod Touch leider nicht in Frage. Daneben bin ich auch froh, wenn ich keine Microsoft-Produkte nutzen muss.

      Ich bin schon froh, dass ich auf Microsoft Outlook verzichten kann.

      Ich werde aber dennoch einen Blick auf http://www.df.eu/int/start/ werfen um zu sehen, wie ein solches Angebot aussieht.

      Außerdem scheint die ActiveSync-Implementierung bei Google nicht so 100%ig zu passen. Bei Google Contacts liegt das zum Beispiel an dem grundlegenden Problem, dass Google massive Designfehler unterlaufen sind. Beispielsweise scheinen regelmäßig Fehler bei Namen und internationalen Adresse aufzutauchen, da Google hier nicht sauber die Felder z.B. für Vor- und Nachname bzw. Straße, Hausnummer, PLZ, Ort, Region/Bundesland und Land getrennt hat.

      Google Contacts ist bislang unbrauchbar, weil viele Felder gar nicht vorhanden sind. Dafür habe ich aber auch keinen Bedarf.

      Apropos «Postini»: http://en.wikipedia.org/wiki/Postini

  5. fellowweb
    28. März 2010

    Danke für den Hinweis zu Postini!

    Da mittlerweile quasi jedes Smartphone Kalender/Kontakte über eine ActiveSync-Schnittstelle verfügt, ist ActiveSync/Exchange für mich eine recht einfache Methode, um unmittelbar nach Wechsel eines Handys – herstellerunabhängig – wieder alle Daten auf dem neuen Gerät verfügbar zu haben.

    Reply
    • fellowweb
      28. März 2010

      Das sollte natürlich eine Antwort auf oben sein. 😉

    • Martin (MacMacken)
      28. März 2010

      Google empfiehlt auch ActiveSync als erste Wahl – und gäbe es das Problem mit den Falschfarben nicht, würden die meisten iPhone-Benutzer wohl auch dieser Empfehlung folgen.

    • fellowweb
      29. März 2010

      Ich muss mich korrigieren: Bei MobileMe scheint doch die Freigabe von Kalendern an Dritte möglich zu sein. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob da nicht nur einfach statt eines x-beliebigen WebDAV-Speicherplatzes die iDisk von MobileMe genutzt wird, um dann darauf die iCalendar-Datei über die „Kalender veröffentlichen“-Funktion von iCal.app abzulegen.

      Letzteres hieße, dass Du zum Zweck der Kalendersynchronisation/-freigabe per CalDAV weder MobileMe noch Google Calendar bräuchtest, sondern quasi jeder x-beliebige Webspeicherplatz nutzbar ist.

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