iTunes OS und sonstige Crapware im Apple-Universum

Jenseits von Apple-Computern und -Smartphones ist Crapware ein weit verbreitetes Problem – Anbieter und Hersteller belästigen ihre Kunden mit vorinstallierten Anwendungen von zweifelhaftem Wert, momentan sind aus diesem Grund HTC und Vodafone in den Schlagzeilen. Die englischsprachige Wikipedia definiert solche Anwendungen wie folgt:

Often new computers come with pre-installed software which the manufacturer was paid to include but is of dubious value to the purchaser. Such unwanted preinstalled software and advertisements are derogatorily called craplets, a portmanteau of crap and applet, and crapware. … According to Ars Technica, most craplets are installed by OEMs who receive payment from the authors of the software. At the 2007 Consumer Electronics Show, Dell defended this practice, stating that it keeps costs down, and implying that systems might cost significantly more to the end user if these programs were not preinstalled.

Some system vendors and retailers will offer, for an additional charge, to remove unwanted pre-installed software from a newly-purchased computer; retailers, in particular, will tout this service as a „performance improvement“. […]

These additions are also sometimes called bloatware, which is also a characteristic of some programs and operating systems.

Apple sieht bislang glücklicherweise davon ab, Crapware auszuliefern – vielleicht mit der Ausnahme von iTunes (treffend häufig auch als «iTunes OS» bezeichnet). Apple verhindert dafür in vielen Fällen erfolgreich, dass alternative Anwendungen genutzt werden können, so dass man mangels entsprechender Freiheit Apple-Anwendungen verwenden muss, ob man sie mag oder nicht … hinzu kommen Erstausgaben von Apple-Produkten, die häufig Crapware sind, aber Erstkäufer wissen ja, worauf sie sich einlassen.

Gibt es weitere Beispiele für Crapware im Apple-Universum?

48 Comments

  1. rk
    6. August 2010

    Es gab Beispiele für Crapware/Bloatware. Mein MacBook Pro war mit Testversionen für iWork, Aperture und MS Office bestückt. Das war 2007 auf Mac OS X 10.4, bei neueren Geräten habe ich das nicht mehr gesehen.

    Reply
  2. Bernd
    6. August 2010

    mir fällt auf OS X jetzt spontan der Flash-Player ein (konnte ich mir jetzt nicht verkneifen)!

    Reply
  3. Userspace
    6. August 2010

    Ich will jetzt mal nicht sagen, wie lange der Erststart meines Dell-Notebooks von 2008 mit Windows Vista SP 1 gedauert hat.
    Kurz – der von meinem MacBook Pro von 2010 war *etwas* kürzer.

    Und iTunes OS ist der größte Quark den ich je gelesen habe.

    Meckern auf hohem Niveau…

    Reply
    • Lukas
      6. August 2010

      Stimmt, Betriebssysteme sind normalerweise Multitasking fähig – iTunes nicht 😉

    • Martin (MacMacken)
      6. August 2010

      Und iTunes OS ist der größte Quark den ich je gelesen habe.

      Du scheinst nicht viel zu lesen … wieso hältst Du die Bezeichnung von iTunes als «iTunes OS» für derart abwegig?

    • Asmus
      6. August 2010

      …das ist genau so wie vom iTouch zu reden oder Appel OS. Es gibt nicht umsonst Namen für die ganzen Produkte. Bitte entweder „iTunes“ oder „iOS“ verwenden, je nachdem was du meinst – das eine ist ein Programm (das du wenn du magst gerne löschen kannst), das andere ein Betriebssystem 😉

    • Sebbl
      6. August 2010

      Nein, ist es nicht. Ich glaube, du siehst den „Witz“ einfach nicht, oder?

    • Asmus
      6. August 2010

      Was ist „es“ nicht? iTunes kein Programm iOS kein OS oder iTunes OS genauso kein Fachterminus wie iTouch? Und vor allem: wo ist hier der Witz??

    • Sebbl
      6. August 2010

      Muss auf diesen Post antworten, auf deinen letzten geht’s irgendwie nicht.
      Jedenfalls, „Nein, ist es nicht.“ bezog sich auf dein „…das ist genau so wie vom iTouch zu reden oder Appel OS.“
      Hier ging’s doch gar nicht um iOS. Es ist ja offensichtlich, das „OS“ für „Betriebssystem“ steht und ich zumindest habe es so verstanden, dass iTunes (ja, wir wissen, dass es nur ein Programm ist 😉 ein so überladenes Programm mit unzähligen Funktionen und vor allem ein so abgeschlossenes System (iPod, Music Store, App Store, Book Store…) ist, dass es gut und gerne als „OS“ bezeichnet werden kann. Zumindest im übertragenen Sinne, auch wenn es kein „Fachterminus“ ist. Aber das bin nur ich. Jedenfalls denke ich aber gut, dass der Autor zwischen einem Betriebssystem und einem Programm unterscheiden kann. 😉

    • Asmus
      6. August 2010

      Hier ging’s doch gar nicht um iOS

      Genau. Es geht um Crapware. Wo genau iTunes überladen an Funktionen ist muss man mir dabei aber noch erklären (das hat doch noch nicht mal nen anständigen EQ!).
      Eine Diskussion über die Geschlossenheit des iTunes/iOS-Konzepts ist hier dann eigentlich doch fehl am Platze, darum geht´s ja nicht. 😉 Aber auf der Google-Suche nach iTunes OS finde ich halt außer diesen Blog-Entry halt nur Treffer die damit das iOS meinen. Wo das also „häufig“ benutzt wird und man es verstehen könnte wenn man „viel liest“ ist und bleibt mir rätselhaft…

    • Sebbl
      6. August 2010

      Also mit dem EQ von iTunes sind die meisten doch sowieso schon überfordert. Aber das nur dazu.
      Für ein Musikverwaltungsprogramm ist iTunes jedenfalls überladen, schon die Film-, Bücher- und Appsverwaltung gehört da nicht rein. Im übrigen ist es auch gefühls- und geschwindikgkeitsmäßig einfach nur noch „fett“.
      Wieso „häufig“? Wer „viel liest“? Davon habe ich doch gar nicht gesprochen. Ich glaube, die meisten verstehen es doch.

    • Darwin
      6. August 2010

      Threading ist nicht endlos. Nichts ist endlos!

    • Asmus
      6. August 2010

      Also das „häufig“ und „viel liest“ bezieht sich auf den Originalpost bzw. einen Kommentar des Bloggers weiter oben, nicht auf deinen. Das iTunes nicht besonders flink ist, sehe ich ein, aber die App-, Buch- und Video-Verwaltung bekommt man doch nur mit, wenn man eben diese Medien in iTunes importiert – sonst sieht man nicht einmal die Icons in der Seitenleiste.

    • Darwin
      6. August 2010

      Sogar die Experten-Fanboys von BuS reden von iTunes OS. Na also!

    • Asmus
      6. August 2010

      @darwin: .. und was ist BuS?

    • Martin (MacMacken)
      7. August 2010

      Muss auf diesen Post antworten, auf deinen letzten geht’s irgendwie nicht.

      Threading ist auf fünf Ebenen beschränkt, damit die Übersichtlichkeit der Kommentare halbwegs gewahrt wird.

  4. Asmus
    6. August 2010

    Irgendwie ist mir nicht klar was du sagen willst – sollte der Eintrag vielleicht eher darum gehen, dass dich der Zwang für iOS-Geräte iTunes zu verwenden stört?! Denn eigentlich wäre es ja wohl schlimmer wenn iTunes nicht mit dem Mac OS X käme, dann müsste sich jeder erst Software aus dem Internet herunterladen bis er sein Gerät verwenden kann…
    Ansonsten ist doch eigentlich wie rk schreibt seit ein paar Jahren kein mitgelieferter Testversions-Crap mehr an Bord.
    Und ich glaube deinen Vergleich von early-adopter-Problemen mit Crapware direkt nach einem Zitat zu bringen was versucht den Begriff Crapware zu definieren (nämlich als etwas völlig anderes) ist besonders ungeschickt.

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      6. August 2010

      «Crapware» kann man unterschiedlich definieren – eine «Time Capsule» beispielsweise, die in der ersten Generation überhitzt, ist aus meiner Sicht auch «Crapware» … iTunes ist aus meiner Sicht Crapware, zumindest Bloatware, ansonsten aber sehe ich das Problem bei Appel tatsächlich primär darin, dass die Nutzung von Alternativen verhindert wird, so dass man zwar nicht Crapware nutzen muss, aber kein Weg an der Verwendung von häufig nicht optimaler Apple-Software vorbeiführt.

    • Asmus
      6. August 2010

      Ehrlich gesagt sehe ich das anders. Es gibt so viele schöne gebräuchliche Begriffe: Bloatware, Shovelware, Foistware, Crapware, usw. Alle haben eine (wenn auch nur leicht) unterschiedliche Definition und bezeichnen Software deren Sinn und Nutzen fraglich ist. Bei Hardware benutzt man im falle von Fehlern mit Erstgenerationen early adopter fee und sonst halt von kaputter Hardware.
      Bei mir wiegt iTunes nur 200MB und ist auch nicht überladen mit Funktionen , die keiner braucht. Also keine Bloatware. Punkt. Wenn du etwas anderes ausdrücken willst benutz doch auch einfach gleich die richtigen Fachbegriffe, gerade wenn du schon Wikipedia zitierst!

    • Darwin
      6. August 2010

      Wie verblendet muss man sein um eine Schrottapp wie iTunes zu verteidigen?

    • Asmus
      6. August 2010

      Oh mann… ich verteidige nicht iTunes, ich hinterfrage die Betitelung als Bloat- bzw. Crapware.

  5. martin
    6. August 2010

    Denn eigentlich wäre es ja wohl schlimmer wenn iTunes nicht mit dem Mac OS X käme, dann müsste sich jeder erst Software aus dem Internet herunterladen bis er sein Gerät verwenden kann…

    ohh man… und wieder einmal erinnere ich mich an das unsägliche theater, dass ms einen browser in seinem system vorinstalliert hat.

    gruss
    martin

    Reply
    • Asmus
      6. August 2010

      Im Gegensatz zu iTunes allerdings lief vor Windows 7 das System gleich „instabil“ wenn man auf die Idee kam den IE zu deinstallieren…

    • Martin (MacMacken)
      6. August 2010

      Was geschieht mit Mac OS X , wenn man Safari vollständig entfernt?

    • Asmus
      6. August 2010

      Im Gegensatz zu Windows < 7 ist die Systemphilosophie unter Mac OS in der Hinsicht eine andere, das die Frameworks auf die andere Programme vielleicht auch zugreifen wollen würden (z.B. WebKit für Programme die Update-Informationen darüber anzeigen) nicht innerhalb des Programms sondern unter /System/Library/Frameworks/ liegen. In sofern bekommst du u.U. zwar beim nächsten Software Update wieder (teile) von Safari installiert, aber dein System geht zumindest nicht hops.

    • martin
      8. August 2010

      die wichtigkeit von itunes für die sinnvolle nutzung eines computers ist doch ziemlich gering, wärend ein browser zur grundausstattung gehört. wie sonst willst du dir zb diesen „fremdkörper“ itunes für ein windwossystem runterladen? hingegen kann man sehr gut ohne itunes leben, es sei den man wird wegen iphone&co dazu gezwungen.

      und deine begründung „dann müsste sich jeder erst Software aus dem Internet herunterladen bis er sein Gerät verwenden kann“ bedeutet ja eigentlich nur, dass die hersteller software für jede mögliche gelegenheit vorinstallieren sollen.. womit wir wieder bei der crapware wären…

    • Asmus
      8. August 2010

      @ martin: Hast du dir mal angeschaut wie viele Druckertreiber und anderes mit installiert werden? Wenn es Geräte gibt von denen auszugehen ist das ein User sie benutzen möchte ist die Installation einer passenden „Unterstützungs“-Software m.E. eben keine Crapware. iOS-Geräte sind nun mal in nahezu Monopol-Stellung, da finde ich es in Ordnung passende Software mitzuliefern.
      Wenn überhaupt, würde ich eher iWeb, iMovie, iDVD als Crapware bezeichnen, da das ja nun wirklich nicht jeder nutzt (letzteres habe ich nicht einmal gebraucht in meiner Mac-Laufbahn) aber iTunes finde ich ehrlich gesagt einen durchaus vernünftigen Media-Player.

    • Martin (MacMacken)
      6. August 2010

      ohh man… und wieder einmal erinnere ich mich an das unsägliche theater, dass ms einen browser in seinem system vorinstalliert hat.

      Dito Apple mit Safari … wobei man auf dem Mac zum Glück andere Browser verwenden kann, während diese Möglichkeit auf iOS-Geräten leider nicht besteht.

    • Asmus
      6. August 2010

      Darf man davon ausgehen dass du eigentlich sagen möchtest das außer den Browsern die auf das WebKit zurückgreifen keine weiteren zugelassen werden? Und dies für den Nutzer eventuell eine erhöhte Sicherheit bedeuten könnte? 😉

    • Martin (MacMacken)
      6. August 2010

      Darf man davon ausgehen dass du eigentlich sagen möchtest das außer den Browsern die auf das WebKit zurückgreifen keine weiteren zugelassen werden?

      Ja.

      Und dies für den Nutzer eventuell eine erhöhte Sicherheit bedeuten könnte?

      Nein. Gibt es nicht jetzt gerade wieder eine Jailbreaking-Möglichkeit per Browser?

    • Asmus
      6. August 2010

      Ja. Aber im Gegensatz von Browsern die in deiner Wunschvorstellung von Drittherstellern kämen ist Apple hier selbst in der Lage (und Pflicht) schnellstmöglich auszubessern. Wenn du einen anderen, freistehenden, Browser benutzen würdest läge die Gefahr nahe dass der Entwickler je nach Lust und Laune einen Patch nachliefert oder nicht. Es gibt die einfache Regel für iOS-Entwickler, dass es definierte Programmiersprachen gibt, die erlaubt sind. Die eigenständige Ausführung von Javascript und anderes ist da nicht vorgesehen, und ich persönlich finde das gut so.
      Welche Probleme hast du denn (abgesehen von dem aktuellen Exploit) mit dem mobile Safari, die auf die Core Frameworks zurückzuführen ist, also auch in anderen iOS-Browsern existiert?

  6. Martin (MacMacken)
    6. August 2010

    @Asmus:

    Ja. Aber im Gegensatz von Browsern die in deiner Wunschvorstellung von Drittherstellern kämen ist Apple hier selbst in der Lage (und Pflicht) schnellstmöglich auszubessern.

    Apple scheint diesbezüglich anderer Meinung zu sein. Fehler in Apple-Software, auch Sicherheitslücken, bleiben häufig während sehr langer Zeit bestehen.

    Wenn du einen anderen, freistehenden, Browser benutzen würdest läge die Gefahr nahe dass der Entwickler je nach Lust und Laune einen Patch nachliefert oder nicht.

    Dito Apple. Dito für alle Anwendungen im Apple’schen «App Store».

    Es gibt die einfache Regel für iOS-Entwickler, dass es definierte Programmiersprachen gibt, die erlaubt sind. Die eigenständige Ausführung von Javascript und anderes ist da nicht vorgesehen, und ich persönlich finde das gut so.

    Ich nicht, ich mag Freiheit …

    Welche Probleme hast du denn (abgesehen von dem aktuellen Exploit) mit dem mobile Safari, die auf die Core Frameworks zurückzuführen ist, also auch in anderen iOS-Browsern existiert?

    … wie schon erwähnt: Freiheit beziehungsweise keine Freiheit (und jetzt nehme ich mir die Freiheit, bei MacMacken das Wochenende einzuläuten).

    Reply
    • Asmus
      6. August 2010

      und jetzt nehme ich mir die Freiheit, bei MacMacken das Wochenende einzuläuten

      Meine Güte, du bist doch nicht in der Pflicht mir zu antworten! 😀

      Ich habe nicht behauptet, Apple würde tatsächlich schnell ausbessern – es kann aber, und im Gegensatz zu x-beliebigen Drittherstellern hat Apple einen Ruf zu verlieren (siehe die eigentlich geringen iPhone 4 Empfangsprobleme die wahnsinnig aufgebauscht werden). Wenn Apple eine Dritthersteller-App im Store hätte mit einem solchen Sicherheitsrisiko wie der mobile Safari, würde wer hauptsächlich in der Schusslinie stehen? Apple, obwohl sie nicht direkt schuld wären. So sind sie wenigstens selbst schuld, das ist für sie wahrscheinlich wesentlich angenehmer. Schau dir mal wie chaotisch die Situation mit der Android-Wallpaper-App war, die angeblich lauter Benutzerdaten versandte – es gab keine offiziellen Zahlen wie viele betroffen waren, Panik und letzen Endes war dann doch alles okay. Das hat man dann wieder von der „Freiheit“.
      Freiheit an Stelle von Sicherheit macht für mich nur Sinn, wenn dadurch offensichtliche Vorteile erwachsen. Wenn ich auf Android oder Cydia gucke, kann ich ehrlich gesagt keine großen Vorteile (sprich: besser Apps, z.B. Browser) ausmachen. Du? Das wäre mal ein interessanter Post 😉

    • Martin (MacMacken)
      7. August 2010

      Ich habe nicht behauptet, Apple würde tatsächlich schnell ausbessern – es kann aber, und im Gegensatz zu x-beliebigen Drittherstellern hat Apple einen Ruf zu verlieren (siehe die eigentlich geringen iPhone 4 Empfangsprobleme die wahnsinnig aufgebauscht werden.

      Im Bezug auf Sicherheit hat Apple keinen Ruf zu verlieren – der Ruf ist diesbezüglich längst ruiniert.

      Wenn Apple eine Dritthersteller-App im Store hätte mit einem solchen Sicherheitsrisiko wie der mobile Safari, würde wer hauptsächlich in der Schusslinie stehen? Apple, obwohl sie nicht direkt schuld wären. So sind sie wenigstens selbst schuld, das ist für sie wahrscheinlich wesentlich angenehmer.

      Apple behauptet die Sicherheit von Apps zu gewährleisten und ist entsprechend verantwortlich. Allerdings scheinen die Apple-Kontrollen nicht immer erfolgreich zu sein, dubiose Apps gab und gibt es auch im «App Store».

      Schau dir mal wie chaotisch die Situation mit der Android-Wallpaper-App war, die angeblich lauter Benutzerdaten versandte – es gab keine offiziellen Zahlen wie viele betroffen waren, Panik und letzen Endes war dann doch alles okay. Das hat man dann wieder von der «Freiheit».

      Ja – Medienfreiheit … dazu zählt auch, dass Medien Unsinn berichten dürfen, jedenfalls solange, wie sich Leser dafür finden. Die erwähnte Ente fand ja gerade bei Apple-Fanboys grossen Zuspruch … 🙄

      Freiheit an Stelle von Sicherheit macht für mich nur Sinn, wenn dadurch offensichtliche Vorteile erwachsen. Wenn ich auf Android oder Cydia gucke, kann ich ehrlich gesagt keine großen Vorteile (sprich: besser Apps, z.B. Browser) ausmachen. Du? Das wäre mal ein interessanter Post

      Aus Sicherheitsgründen verzichte ich auf iOS-Jailbreaking und ein Android-basiertes Smartphone verwende ich momentan nicht. Aus diesem Grund kann ich darüber leider nicht schreiben – wer einen entsprechenden Gastbeitrag verfassen möchte, ist wie immer herzlich dazu eingeladen.

    • martin
      8. August 2010

      Wenn Apple eine Dritthersteller-App im Store hätte mit einem solchen Sicherheitsrisiko wie der mobile Safari, würde wer hauptsächlich in der Schusslinie stehen? Apple,

      öhm.. nö, denke ich nicht. einfaches beispiel:
      der adobe reader unter windwos hat immer wieder riesige sicherheitslücken. kein mensch gibt dafür ms die schuld, sondern adobe. es wird nicht empfohlen, auf linux oder mac os auszuweichen, nein es werden andere pdf-reader empfohlen.
      und genau das ist der punkt mit der freiheit: wenn ich wählen kann, welchen browser ich nehme, dann hab ich auch die möglichkeit bei sicherheitsproblemen auf alternativen auszuweichen. gerade auf dem iphone und ipad ist das nicht möglich. damit wird JEDE seite zur potentiellen gefahr und entsprechend wird mittlerweile davor gewarnt mit iOS zu surfen. soviel „sicherheit“ bringt es, sich in einem system einsperren zu lassen.

    • Asmus
      8. August 2010

      .. Microsoft kontrolliert nicht den Quellcode der Programme die für Windows erhältlich sind, in sofern ist klar dass sie kaum Mitschuld tragen können. Täten sie dies, würde das (so denke ich) der Benutzer wie eine Versicherung wahrnehmen, dass für Sicherheit gesorgt wird.
      Wenn du eine Alternative zum Mobile Safari magst, kannst du ja mal Opera ausprobieren, ich glaube zumindest der ist nicht für die aktuelle Lücke anfällig.
      Es ist wie ich finde amüsant zu glauben dass mehr erhältliche Browser für mehr Sicherheit sorgen würden. Als ob es in „offenen“ System keine Sicherheitsprobleme gäbe…

    • Martin (MacMacken)
      8. August 2010

      Es geht nicht um quelloffene Software, sondern um die Freiheit auf andere Software auszuweichen. Mit iOS 4 beispielsweise hat man momentan keine Möglichkeit auf einen Browser auszuweichen, der keinen Jailbreak per simples Besuchen einer entsprechend präparierten Website erlaubt.

      Dito für das Anzeigen von PDFs unter iOS 4 – auch dort muss man zwangsläufig die integrierte Apple-Funktionalität verwenden und somit jederzeit damit rechnen, von der seit einiger Zeit bekannten Sicherheitslücke negativ betroffen zu sein.

    • Asmus
      8. August 2010

      @MacMacken:
      Was ist den mit Opera? Also bisher konnte ich nur einen Kommentar auf der Seite
      http://www.stroica.com/fehlerhafte-links/
      finden, der sagt dass so der Jailbreak nicht funktioniert (ja, hier wäre eine short-url schön 😀 ).
      Was ich eigentlich wissen wollte ist woher eure Sicherheit kommt das andere Browser oder PDF-Viewer sicherer laufen würden? Ist ja nicht so dass es Sicherheitstechnisch einen „heiligen Gral“ gäbe den Apple die ganze Zeit ignoriert, aber andere Hersteller gerne bereitstellen würden, oder habe ich was verpasst?

  7. Martin (MacMacken)
    8. August 2010

    @Amus:

    Was ist den mit Opera?

    Opera ist für iOS nicht als Browser erhältlich, es gibt lediglich die Version als Proxy-App.

    Was ich eigentlich wissen wollte ist woher eure Sicherheit kommt das andere Browser oder PDF-Viewer sicherer laufen würden?

    Andere Anwendungen wären nicht per se sicherer, aber man könnte ausweichen. Bei Apple kommt allerdings noch dazu, dass die diesbezügliche Reputation mit Grund im Keller ist, sprich Apple ist kein Hersteller, dem man sich bezüglich Sicherheit anvertrauen sollte.

    Ist ja nicht so dass es Sicherheitstechnisch einen «heiligen Gral» gäbe den Apple die ganze Zeit ignoriert, aber andere Hersteller gerne bereitstellen würden, oder habe ich was verpasst?

    Apple ist bezüglich Sicherheit tatsächlich rückständig – das konnte man eigentlich kaum verpassen … vermutlich muss Apple genauso wie Microsoft schmerzhaft lernen, dass sich Bemühungen im Sicherheitsbereich lohnen. Microsoft Windows 7 beispielsweise ist von der Sicherheitsarchitektur her wesentlich sicherer als Mac OS X und auch in der Entwicklung legt Microsoft wesentlich mehr Wert auf Sicherheit als Apple.

    Reply
    • Asmus
      8. August 2010

      ..oooohhkayyy, wo sind denn bitte deine Quellen /Statistiken für diese Sicherheits-Aussagen? Du hattest zwar neulich dies hübsche Grafik gepostet die die Menge an Sicherheitslöchern denen anderer Hersteller gegenüberstellt, aber das ist überhaupt keine Aussage über Sicherheit, da nicht die Schwere von Sicherheitslücken gewichtet wurde. Ich behaupte ja in keiner Weise Apple sei sicherheitstechnisch (und auch sonst) unfehlbar, aber bisher ist deine Aussage für mich haltlos.
      Opera Mini ist per Definition ein Web Browser. Dass er einige Sachen anders macht und man sich darüber streiten kann ist eine andere Sache, aber deine Aussage es gäbe keinen iOS Browser der gegen die aktuelle Schwachstelle immun ist solltest du – finde ich -dringend überdenken.

    • Martin (MacMacken)
      8. August 2010

      ..oooohhkayyy, wo sind denn bitte deine Quellen /Statistiken für diese Sicherheits-Aussagen?

      Du kannst selbst googeln, falls Du diesbezüglich nicht auf dem Laufenden bist – ich nehme Dir diesen Aufwand nicht ab …

      Opera Mini ist per Definition ein Web Browser.

      … ich bin anderer Meinung, aber wir müssen diesbezüglich keine Harmonie anstreben.

    • Asmus
      8. August 2010

      Du kannst selbst googeln, falls Du diesbezüglich nicht auf dem Laufenden bist – ich nehme Dir diesen Aufwand nicht ab

      ??? ohhhhkaaaay… du hast also keine, fein. Ich akzeptiere gerne, dass du ein anderes Gefühlhast, was die Sicherheitslage von Mac OS X angeht, mehr aber auch nicht.
      Außerdem akzeptiere ich gerne keine Harmonie anzustreben, aber wenn es eine Sache gibt, die mich an diesem sonst wirklich sehr schönen Blog stört ist es deine unsachgemäße Verwendung von Fachbegriffen. Würdest du da (tut mir leid, falls das harsch klingt) „sauberer“ arbeiten, würde ich auch weniger negativ kommentieren.
      So ist das ganze Geschriebene hier von meiner Seite ja nur dadurch ausgelöst, dass iTunes nach der „offiziellen“ Definition kaum in die Kategorie Crap- oder Bloatware fällt und du außerdem aus dem Post auf halbem Wege einen über die mangelnde Freiheit des iOS gemacht hast – etwas völlig anderes.

    • Martin (MacMacken)
      8. August 2010

      MacMacken ist eine meiner Freizeitbeschäftigungen. Du darfst gerne kommentieren oder sogar einen Gastbeitrag verfassen, wenn Du anderer Meinung bist und/oder Zeit für umfassende Recherchen aufwenden kannst, aber Du kannst nicht erwarten, dass ich Dir dafür in meiner Freizeit zur Verfügung stehe.

    • Asmus
      8. August 2010

      @MacMacken:
      Ich wiederhole mich: ich erwarte überhaupt nichts von dir, nicht in deiner Freizeit, nicht am Wochenende, niemals. Du antwortest freiwillig, ich kommentiere freiwillig.
      Aber es wird ja wohl erlaubt sein, dass ich deine Behauptungen hinterfrage und wenn ich glaube das etwas nicht fundiert ist mich dazu kritisch äußere. Ich freue mich sonst über die meisten Beiträge hier, die meist nachvollziehbar Probleme aufdecken, so klein und groß sie auch sein mögen, so einen Blog gibt es sonst kaum; halbgares Apple-gebashe muss aber nun wirklich nicht sein, macht den schönen Blog kaputt 😉

  8. Martin (MacMacken)
    8. August 2010

    @Amus:

    (ja, hier wäre eine short-url schön 😀 ).

    Ich verwende eine WordPress-Erweiterungen, die lange URLs in der Darstellung kürzt – siehe Deinen Kommentar oben als Beispiel.

    Reply
    • Asmus
      8. August 2010

      Da hast du mich falsch verstanden / ich mich ungünstig ausgedrückt: ich finde URL-Shortener (bit.ly u.ä., wie hier bereits erwähnt) furchtbar und bin der Meinung URLs sollten kurz und eindeutig sein. Obiger von mir geposteter Link ist hässlich und wäre in kurz schöner, nichts weiter wollte ich damit sagen 🙂

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