Ich Apple, Du Wurm?

«Ich Apple, Du Wurm» – unter diesem Titel entdeckte ich kürzlich auf der mobilen NZZ-Website den folgenden Artikel und fragte mich, was damit ausgesagt werden sollte:

Inzwischen habe ich den vollständigen Artikel auf der standardmässigen NZZ-Website ergoogelt und gelesen, na ja … wie gefällt Euch der Text von Nora Gomringer? ❓

6 Comments

  1. DAMerrick
    24. September 2010

    Ein Apple-Jünger spricht, genauso wie ein Erzkonservativer Christ oder ein Moslem.
    „Wir sind unwürdig“, „Apple ist das Größte“, „Alle wollen Apple niedermachen“, das sind so die drei Kernaussagen. Es gibt wohl noch mehr aber die Autorin spricht so wie ich nur Apple-Jünger höre.

    Interessant finde ich das sie erkannt hat das die Apple Stores wie ein Gotteshaus fungieren statt wie ein Geschäft.

    Unter MacMacken würde ich es einordnen wenn Du auch der Ansicht bist das sie zu viel Fan ist. Ansonsten ist sie doch „typischer Durchschnitt“. Am Bedeutsamsten ist eigentlich folgender Abschnitt und es ist schön das wenigstens ein Apple-Jünger sich nciht hinter fadenscheinigen Pseudo-Argumenten versteckt sondern klar und deutlich ausspricht warum er Apple kauft und bereit ist so vel dafür zu zahlen.

    „Die Verpackungen hätten Bauhaus-Professoren zum Weinen gebracht, lassen Ikea-Designer vor Neid erblassen, schenken ihrem Käufer ein andächtiges, verklärtes Lächeln bei Verlassen des Ladens und das Gefühl, sich im wahrsten Sinne pures Glück eingekauft zu haben.

    So schön und funktional verpackt darf der meist reinweisse Artikel alles kosten, darf sich die Narrenfreiheit des Kapitalismus erlauben.“

    Understand? Das Design macht den Preis und macht Apple Besonders. Nicht die angeblich besseren Funktionen. (Das sagt sie, nur nochmal angemerkt)

    Okay….
    Wäre schön wenn der durchschnittliche Apple-Jünger sich mit Schrecken widerfindet und sein Verhalten etwas ändert. Etwas normaler wird wie ein normaler Fan, bspw. wie ein Fußballfan oder ein Gruppie bei Tokyo Hotel. Also eben ganz normaler Fan, das würde ich mir wünschen.

    Reply
  2. iMarc
    24. September 2010

    Die Frau hat Stil! Ich hätte es nicht treffender beschreiben können, vor allem nicht so lyrisch!

    Reply
  3. lu.
    24. September 2010

    Auch ich finde den Artikel sehr gut gelungen, sie bringt wie bereits von iMark erwähnt auf den Punkt!

    Reply
  4. Moritz
    24. September 2010

    Da ist viel Wahres dran, allerdings hat sie einen kleinen Fehler gemacht: Man kann die Preise von Apple-Produkten kritisieren und als überteuert einstufen. Bei allen Produkten, außer dem iPad – bis heute gibt es kein Konkurrenzprodukt mit gleichwertigem Preis-Leistungsverhältnis. Das Galaxy Tab von Samsung hat zwar ein bisschen mehr Technik an Bord, dafür aber eine deutlich kürzere Akkuleistung als das iPad und die meisten anderen Konkurrenten sind deutlich größer und schwerer als Apples Tablet PC – dabei ist bereits dessen UMTS-Version vielen Usern zu schwer.

    Ich kritisiere Apple viel lieber, als dass ich den Konzern verteidige, aber das iPad lässt sich in Sachen Kosten und Leistung nur schwer kritisieren. Auch wenn ein vollwertiges OSX darauf sicher noch innovativer gewesen wäre, aber dann hätte es eben anderswo deutliche Abstriche gegeben.

    Reply
  5. McMac
    24. September 2010

    Die Preisdiskussion ist schon ein leidiges Thema. Allerdings wurde mir bereits 2x von den „Geniussen“ geholfen und demnächst nehme ich eines dieser kostenlosen „Trainings“ wahr. Sozusagen im Kaufpreis enthalten. Wer das Angebot nicht nutzt ist selber Schuld – oder einfach nur leider einen längeren Weg zum nächsten Apple Shop (wohl die Mehrheit).
    Nach über 20 Jahren mit Windows quälen lege ich Aufgrund meiner bisherigen Erfahrung mit dem Obsthändler gerne etwas mehr Geld hin.
    Allerdings finde ich die Preise für Plastik-, Silikon- und Steckerzubehör bei Apple ein Frechheit. Da hat der Aufwand (Design, Produktionskosten = Ausbeutung der Hersteller) nichts mehr mit dem Verkaufspreis zu tun.

    Reply
  6. Arno Nym
    14. Oktober 2010

    Ich finde der Artikel ist unreflektiert, einseitig und er hat auf einer journalistischen Plattform nichts zu suchen. Denn hier wurde der Beitrag zum Vehikel einer subjektiven Verehrung einer bestimmten Marke.
    Darüber hinaus verkörpert sie in ihrem Beitrag sehr gut die Arroganz eines Apple-Fanboys².

    Außerdem, als kleine Besserwisserei: Das Bauhaus kannte keine Professoren. Diese nannten sich in Anlehnung an die handwerkliche Wurzel der Gestaltung „Meister der Form“. Und vielleicht wären die kommunistisch sozialistisch geprägten Herren und Damen des Bauhauses angesichts einer Marke wie Apple tatsächlich in Tränen ausgebrochen. Jedoch sicherlich nicht der Freude wegen, da sie ihr Handeln mit einer Philosophie, einer extremen Einstellung zum bürgerlichen Menschen, verbanden. Da hatten ‚arrogante Yuppies‘, die von Markenprägung und Design ausgelöst zu charakterlichen Schwächen neigen, kein Platz.

    Mir persönlich gefallen bisher nur das Lenovo Thinkpad T400 und das X200. Genau weil sie matt schwarz sind, eine sehr angenehme Haptik haben, extrem dünn sind, nette Understatements darstellen und dem Grundmotto des Bauhauses folgen: Form follows Function. Eigenwillig und innovativ. Teuer sind sie auch. Und lustigerweise werden User dieser Notebooks auch einer bestimmten Schublade zugeordnet. Die der Kenner mit außerordentlichem Sinn für Qualität. 😉

    Reply

Leave a Reply