«Things» in Deutschland deutlich teurer als in den USA

Eine weit verbreitete Variante von «Gleiches Produkt, unterschiedlicher Preis» betrifft die Lizenzierung von Software an Kunden in verschiedenen Ländern. Nachfolgend die Preise für die deutsche GTD-Anwendung «Things» in der Mac-Version als Beispiel:

In Schweizerfranken umgerechnet ergeben sich für «Things» erhebliche Preisunterschiede – GTD-Produktivität mit «Things» hat ihren Preis, in Deutschland liegt er deutlich höher als in den USA. Mir ist jedenfalls wieder klar, wieso ich meine «Things»-Lizenz damals zum amerikanischen Preis gekauft hatte … 🙂

15 Comments

  1. ad
    11. Oktober 2010

    Geht das so einfach? Shop auf US umstellen und dann einkaufen trotz deutscher Adresse?

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    • Martin (MacMacken)
      11. Oktober 2010

      Ich weiss nicht, ob es zum heutigen Zeitpunkt noch funktioniert – ich bin inzwischen auf OmniFocus umgestiegen und verkaufe deshalb meine «Things»-Lizenz. Ich habe aber schon x-fach Software zu amerikanischen Preisen online gekauft, da man häufig deutlich spart und es ja letztlich nur um eine Seriennummer per E-Mail geht.

  2. Johannes
    11. Oktober 2010

    Deine graphische Darstellung stellt die Differenzen überhäht dar, da sie nicht bei Null beginnt. Das ist in meinen Augen kein guter Stil. Die graphische Darstellung soll etwas veranschaulichen (sonst hätte es eine Liste der Preise auch getan) – und genau das tut sie leider verzerrt.

    Johannes

    PS inhaltlich bin ich einer Meinung mit dir.

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    • Martin (MacMacken)
      11. Oktober 2010

      Deine graphische Darstellung stellt die Differenzen überhäht dar, da sie nicht bei Null beginnt. Das ist in meinen Augen kein guter Stil.

      Das Diagramm soll die Unterschiede darstellen, nicht die Gemeinsamkeiten …

      Die graphische Darstellung soll etwas veranschaulichen (sonst hätte es eine Liste der Preise auch getan) – und genau das tut sie leider verzerrt.

      … aber für Benutzer wie Dich gibt es per Mausklick auf das Diagramm eine Version mit einer CHF-Skala, die bei Null beginnt.

    • Johannes
      11. Oktober 2010

      Die Unterschiede (absolut) sind aber irrelevant – 20 € bei einem Preis von 10.000 € spielen eine andere Rolle als bei einem Preis eines Eises für 1 €. Nur der relative Unterschied in Prozent (bezogen auf den Gesamtbetrag) ist relevant. Und genau das gibt die Darstelliung nicht her – sie ist manipulierend.

      Johannes

    • Martin
      11. Oktober 2010

      Hauptsache, die Skala stimmt. Die Skala ist doch üblicherweise das Problem, nicht was an redundanten Informationen fehlt.

    • Martin (MacMacken)
      11. Oktober 2010

      Ich werde versuchen, beim nächsten Mal daran zu denken – oder zumindest Diagramme mit beiden Arten von Skalen sichtbar präsentieren … 😉

    • Johannes
      11. Oktober 2010

      Du bist ein Schatz – danke 🙂 Frieden.

      Johannes

  3. nggalai
    11. Oktober 2010

    Nicht zu vergessen ist: Bei einem Einkauf mit Wohnort in den USA wird keine Mehrwert/Umsatzsteuer (VAT) ausgewiesen, da jeder Staat eigene Regelungen hat. Mit „Kaufort“ Deutschland kommen so automatisch 19 % druff, im Vergleich zu US-Online-Preisen.

    (Auch nicht unerwähnt lassen sollte man allerdings, dass sich bei weitem nicht alle Online-Shops an die eigentlich gegebene Pflicht halten, bei Rechnungsadresse im Ausland auch die MwSt. draufzuschlagen. 😉 )

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    • Martin
      11. Oktober 2010

      Die Mehrwertsteuer kann die Differenz nicht erklären. Ausserdem ist es sowieso hart am Limit, wenn ein Preis in Dollar beworben wird, man danach aber einen viel höheren Preis in einer anderen Währung bezahlen soll. Es wird noch besser: Als Schweizer werde ich mit einem Dollar-Preis beworben, im Einkaufswagen erscheint dann der Franken und am Schluss werde ich darauf hingewiesen, dass eigentlich in Euro bezahlt wird. Der Euro-Preis ist dann in Zahlen gleich wie der Dollar-Preis, den Rest sieht man oben. Mehrwertsteuer wird mir gar nicht ausgewiesen, was für die Schweiz auch korrekt ist: Für Software-Import bis 5000 Franken fällt keine Mehrwertsteuer an.

    • Martin (MacMacken)
      11. Oktober 2010

      Ist die erwähnte Pflicht nicht länderabhängig?

      Grundsätzlich muss man Ausländern jedenfalls die inländische Mehrwertsteuer nicht verrechnen …

    • nggalai
      11. Oktober 2010

      Daher „Rechnungsadresse“ als Indiz. Wie Martin sagte, gibt es aber zumindest für die Schweiz Grenzwerte, bis dahin man für Software-Import/-Kauf nix löhnen muss.

      Aber generell muss man schon aufpassen, wenn man US-Preise mit europäischen vergleicht. Eben weil die VAT sehr oft nicht ausgewiesen wird.

  4. Johannes
    11. Oktober 2010

    Es geht nicht um die Skala – man kann das ganze auch logarithmisch darstellen, der Informationsgehalt bleibt der gleiche – aber nicht der Eindruck, der der Leser erhält. Im Umgang mit verschiedenen graphischen Darstellungen benötigt man Übung. Das Auge setzt die Differenzen in Beziehung zur Höhe der Säule – und der entstehende Eindruck täuscht hier.

    Johannes

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  5. peter
    11. Oktober 2010

    Hm, eigentlich haben es die anderen Poster ja schon gesagt, aber das erste, was mir aufgefallen ist, ist leider die abgeschnittene Balken-Grafik … Ich bin da sehr sensibel, weil es eine der beliebtesten Techniken in der politischen Propaganda darstellt: man kann völlig belanglose Unterschiede aufblasen in regelrechte Revolutionen, und damit praktisch beweisen, was man will. Es sieht so aus, als wäre der Preisunterschied bei mind. 500%, aber in Wirklichkeit sind es „nur“ – tja, wieviel? Jetzt muss ich mir das rausrechnen, weil aus der Grafik kann ich es nicht ableiten.

    Der Unterschied beträgt grob 50 : 65, das sind also grob 30%-35% mehr. Rechne ich die MwSt. noch raus, ist der Unterschied bei ca. 10% bis max. 15% und damit in der normalen Preisschwankung von Eiern …

    Tja, und deshalb gefallen mir derartige Grafiken einfach nicht. Sie machen aus ner Mücke einen Elefanten.

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  6. Christian
    11. Oktober 2010

    Man sollte auch daran denken, dass es Steuerhinterziehung ist, die Software zu importieren, und nicht zu versteuern.
    Gerade bei einer Deutschen Firma, die auch geprüft werden kann, ist es dann unschön wenn auf einer „deutschen Rechnung“ keine Umsatzsteuer ausgewiesen ist.

    Nichtsdestotrotz verstörend wenn die Preise nicht über Kurse, sondern scheinbar per Hand umgerechnet werden…

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