Microsoft Office 2011 mit 32-Bit statt 64-Bit

Meine Erwartungen an Microsoft Office 2011 waren gering, denn die Zeit der revolutionären Neuerungen bei Office-Paketen ist längst vorbei. Die neuste Microsoft Office-Version für den Mac enttäuschte mich dennoch:

Microsoft Office 2011 ist nicht als 64-Bit-Version verfügbar, nachdem selbst Adobe der Sprung von 32- auf 64-Bit gelang … 🙄

25 Comments

  1. ad
    12. Oktober 2010

    Hab ich was verpasst? Gibt’s da jetzt eine öffentliche Beta oder wie kommst du da dran?

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    • Martin (MacMacken)
      12. Oktober 2010

      Ich entdeckte bei einem Geschäftspartner einen Mac mit einer unvertraut wirkenden Microsoft Excel-Version und diese entpuppte sich als Version 2011. So hatte ich Gelegenheit, die neue Version auszuprobieren sowie einen Blick in die Aktivitätsanzeige zu werfen … schneller übrigens scheint die neue Version auch nicht geworden zu sein, und wer mit der bisherigen Version vertraut ist, wird einiges an Bedienelementen neu suchen müssen.

    • flexo
      12. Oktober 2010

      Bedienelemente: Kann man dies nicht umstellen zu der Toolleiste wie im 2008?

      Starten tut es nicht schneller? Empfinde dies noch immer als viel zu lange und habe auf 2011 gehofft :-/

    • Martin (MacMacken)
      12. Oktober 2010

      Bedienelemente: Kann man dies nicht umstellen zu der Toolleiste wie im 2008?

      Ribbon ist deaktivierbar, doch.

      Starten tut es nicht schneller? Empfinde dies noch immer als viel zu lange und habe auf 2011 gehofft :-/

      Ich empfand die drei Anwendungen, die ich ausprobierte – Excel, PowerPoint und Word –, nicht als schnell. Den Start konnte ich nicht beurteilen, da die schon gestartet waren. Im direkten Vergleich ist ohne weiteres möglich, dass Office 2011 weniger langsam läuft als Office 2008 – ich konnte mir lediglich einen vergleichsweise kurzen und subjektiven Eindruck verschaffen.

  2. kieropipas
    12. Oktober 2010

    office 2011 hat die gleichen ribbons wie office 2007 und 2010 für windows. Auch wenn man sich eventuell ein bisschen umgewöhnen muss, (musste ich nicht, da ich mit 2007 schon gearbeitet habe), finde ich die Ribbons um Längen besser als office 2008. Ausserdem startet es bei mir bedeutend schneller als office 2008, und Testberichte wie zum Beispiel hier sehen es wohl ähnlich. http://mac.appstorm.net/roundups/office-roundups/office-2011-has-microsoft-got-it-right-this-time/

    Mir gefällts.

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  3. Kay
    12. Oktober 2010

    Vielleicht solltest du die erst mal das Programm anschauen, bevor du in die Aktivitätsanzeige schaust. Die Oberfläche ist doch komplett neu (auf dem Mac). Habe auch schon oft mit Office 2007 gearbeitet und bin froh, dass ich nicht mehr ständig umdenken muss.

    Und wozu braucht man bei nem Office-Produkt 64 Bit? Öffnest du so große Dateien?

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    • nggalai
      29. Oktober 2010

      Darum geht es auf dem Mac nur am Rande. Aber wenn 99 % der eingesetzten Programme in 64-Bit vorliegen und gestartet werden, darf eine 32-Bit-Applikation wie Word die gesamten benötigten Frameworks gleich nochmals in der 32-Bit-Version laden. Insbesondere bei einem Office-Projekt sind das eine ganze Menge, um die Interoperabilität mit dem Rest von OS X und anderen Programmen sicherzustellen.

      Das ist nicht wirklich sauber oder schön. Und wenn der Wechsel an einem seit einem halben Jahrzehnt als „deprecated“-markierten Framework wie die UI-Bibliothek zu Carbon scheitert wird’s noch unschöner.

      Aber hier darf sich Apple auch an die eigene Nase fassen, Stichworte iLife 11 und iTunes.

  4. nic
    12. Oktober 2010

    Hier übrigens noch die offizielle Begründung dafür, warum Office for Mac 2011 nicht in einer 64-Bit-Version erscheinen wird – der Blog-Eintrag ist übrigens schon aus dem Juni 2010.
    Link:

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  5. nic
    12. Oktober 2010

    32- oder 64-Bit? Nun, für Mac-Normalanwender reicht dies vollkommen – oder wer hat schon beispielsweise eine Powerpoint-Präsentation mit zig hochauflösenden Bildern erstellt oder gar eine Excel-Tabelle mit Millionen von Zellen (-Inhalte)? Also kann ich @Kay zustimmen.

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    • Martin (MacMacken)
      12. Oktober 2010

      64-Bit scheint auch Microsoft für sinnvoll zu halten, siehe Microsoft Office 2010 – auch wenn 64-Bit auf dem PC teilweise herausfordernd ist … auf dem Mac ist das Problem doch schlicht und einfach, dass auch Microsoft Office 2011 auf dem uralten Carbon-Quelltext von Microsoft Office für den Mac basiert und Microsoft den Wechsel zu Cocoa bislang verschlafen hat. Ich habe dafür sogar Verständnis, denn auf dem Mac kauft fast niemand Microsoft Office, weil er damit arbeiten möchte, sondern man benötigt es primär für das seltene Dokument, das sich mit iWork und anderen Alternativen nicht kompatibel genug öffnen und speichern lässt.

    • Kay
      12. Oktober 2010

      Wie schon woanders geschrieben: So selten sind diese inkompatiblen Dokumente gar nicht. Bevor ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber angefangen habe, bin ich problemlos mit OOO ausgekommen. Wenn man aber ständig mit Office-Leuten zusammenarbeitet, also nicht nur Dokumente öffnen und anschauen, sondern Änderungen vornehmen, zurückschicken, wieder Änderungen vornehmen usw., dann sind diese kleinen Verschiebungen und Darstellungsfehler (z.B. geänderte Zeilenumbrüche, verschobene Boxen und Ränder) sehr nervig und kosten viel Zeit.

    • Martin (MacMacken)
      12. Oktober 2010

      Für solche Zwecke verwende ich nach Möglichkeit Dienste wie Google Apps. Gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten, indem man sie sich hin und her mailt, ist heute nicht mehr notwendig. Wo es trotzdem notwendig ist, verwende ich dafür gerne iWork Pages, da die entsprechenden Funktionen dort eleganter gelöst sind als in Microsoft Word.

    • Kay
      12. Oktober 2010

      Die Google-Apps sind nur sehr begrenzt für Dokumente mit komplexen Layouts geeignet.

  6. sver
    12. Oktober 2010

    Also ich habe täglich mit PowerPoints zu tun, die um die 30 Bilder im HQ Format gespeichert haben, da kann mir 64bit doch tatsächlich helfen 😉

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    • Kay
      12. Oktober 2010

      Naja, Microsoft spricht von tausenden Fotos in hoher Auflösung: „Where 64-bit can make a difference is for people working with huge amounts of data, such as those creating very large Excel files with data in millions of cells, or PowerPoint presentations with thousands of high resolution images.“

      Da müssen deine 30 Fotos schon sehr hochauflösend sein. Dann frage ich mich allerdings, wozu du diese Präsis verwendest. 🙂

  7. Heiko
    12. Oktober 2010

    Für Windows gibt es eine 64bit-Version – allerdings rät Microsoft ausdrücklich dazu, diese Version nur dann einzusetzen, wenn man sie wirklich braucht. Im Doku-Eintrag hab ich nur zwei gute Gründe gefunden:
    * Excel-Tabellen jenseits der 2GB
    * Entwickler, die 64bit-Addins entwickeln/testen müssen.

    Die Nachteile der 64bit-Version sind insbesondere, dass sämtliche Interoperabilität von Null wiederaufgebaut werden muss. OLE-Steuerungen, Addins, Plugins – alles muss in 64bit vorliegen. Viel Spaß dabei, Dritthersteller zu so einem Schritt zu bewegen.

    Fazit: 99% der Desktop-Nutzer braucht kein 64bit-Office. Auch nicht auf dem Mac. Und selbst Leuten die Datenmengen jenseits der 2GB in Excel (oder sonstwo) bearbeiten, würde ich ein geeigneteres Werkzeug nahelegen. Man kann ein Containerschiff eben nur sehr schlecht mit einem Tretroller abschleppen.

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    • syshack
      17. Oktober 2010

      Auf dem PC hatte ich dummerweise auch 64bit installiert…und musste alles wieder deinstallieren…genau weil Dritthersteller Tools (z.B. Nokia PC Suite, Outlook-AddIns etc) nur in 32bit vorliegen. Man kann auch nicht mischen, also z.B. Excel 64bit und Outlook in 32bit.

      Was die Millionen Zellen in Excel angeht: Das ist leider ein sehr verbreitetes Unding in vielen Firmen. Statt grosse Datenmengen in Datenbanken (und ich meine nicht MSAccess) zu speichern und z.B. mit Excel als Frontend damit zu arbeiten, wird alles in Riesentabellen mit Referenzen zu anderen Excel Tabellen etc. hineingewürgt und wundert sich dann, dass es so lange dauert, bis etwas aktualisiert wird.

    • Heiko
      17. Oktober 2010

      Das scheitert halt leider gerne mal an einer Firmen-IT. Während 50 verlinkte Monster-Tabellen auf einem Desktop-PC erstellbar sind, kriegt man eine leistungsfähige Datenbank da nicht so einfach drauf, allein schon wegen der Lizenz und fehlenden Installationsrechten. Und will man sie im zentralen Datenbank-Server unterbringen, muss man auch noch Fragen beantworten (Wie groß, wie lang, warum?) UND dann auch noch möglicherweise eine Datenbanksprache (SQL?) lernen…

      Ja, mir ist bewusst, dass MS mit ihrem SQL-Express durchaus eine kostenlose (und kommerziell nutzbare) Datenbank anbietet, was allerdings bei mancher „Business-„Software dazu geführt hat, für ihre 4-5kb Konfigurationsdaten unbedingt eine eigene MSSQL-Instanz zu benötigen (grummel).

      Und Oracle-Express kann man getrost vergessen. Veraltet, ungewartet, unsicher, unbrauchbar.

    • syshack
      19. Oktober 2010

      Das ist schon richtig. Allerdings müssen die ITler auch immer sofort zur Stelle sein, wenn etwas nicht läuft, sie müssen z.B. die Backups/Restores etc. im Griff haben. Insofern haben sie durchaus berechtige Fragen zu einem neu aufzubauenden MIS System. Der Kunde aus der Finanzabteilung „will nur mal schnell“ was machen, oft ohne sich bei einer wachsenden Komplexität seiner Anwendung der Tabellen Gedanken über die Wartbarkeit und Sicherung zu machen (ok, er hat ja noch 325 Versionen seiner Exceldatei als Sicherung).
      Irgendwann mal wird das Ganze aber so gross und lahm, dass man sich hoffentlich Gedanken über eine bessere Lösung machen wird. Dann denkt man vielleicht über ein Redesign mit DBs/BI nach.

      Und ja, Excel ist halt DAS Standardtool für Listen, Berechnungen, Reports, Geburtstags-Einladungen (ok, der ist böse ;-), weil es eben DA ist und nicht installiert werden muss. MSAccess haben auch nur Privilegierte auf Ihrem PC installiert.

      Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde Excel ein tolles Tool – für gewisse Anwendungsbereiche. Nur finde ich sollte man es nicht auf „würg-es-noch-hinein“ für alles verwenden (und das Feature mit 1’000’000+ Zeilen in Excel 2007/2010 wird es noch schlimmer machen).

    • Martin (MacMacken)
      17. Oktober 2010

      Auf dem PC hatte ich dummerweise auch 64bit installiert…und musste alles wieder deinstallieren…genau weil Dritthersteller Tools (z.B. Nokia PC Suite, Outlook-AddIns etc) nur in 32bit vorliegen. Man kann auch nicht mischen, also z.B. Excel 64bit und Outlook in 32bit.

      Auf dem Mac glücklicherweise kaum ein Thema … beim GPS-Logger-Ausprobieren stellte ich aber auch fest, dass mit Windows 7 in der 64-Bit-Version kein Staat zu machen war – schade, ansonsten gefiel mir Windows 7 ziemlich gut! 🙂

    • Heiko
      17. Oktober 2010

      Da empfehle ich jedem potentiellen Kunden, auf die Logo-Programme von MS zu setzen. Nur wer sowohl 32 als auch 64-Versionen von Win7 mit Treibern versorgt, bekommt ein Logo á la „Works with Windows 7“.

      Auch wenn ich von der Zertifizierung (was insbesondere durch die Behandlung nicht-zertifizierter Treiber durch 64bit-Windows eher an Schutzgeld erinnert) nicht viel halte, entweder darauf bauen oder eben auf Erfahrungsberichte.

      Bei einem Gerät, wo schon bei der Unterstützung der gegenwärtigen Betriebssysteme geschludert wird, gebe ich keinen Heller auf die Zukunftsfähigkeit.

  8. Martin (MacMacken)
    16. Oktober 2010

    Ich hatte nun Gelegenheit, Microsoft Office 2011 etwas ausführlicher zu testen. Die einzelnen Anwendungen starten tatsächlich sehr schnell, danach ist die gefühlte Geschwindigkeit aber immer noch unbefriedigend und zu häufig muss man warten – im direkten Vergleich entspricht die Geschwindigkeit in etwa der aktuellen NeoOffice-Version, das ja genauso wie Microsoft Office nicht dem neusten Stand der Mac-Software-Entwicklung entspricht, das heisst kein Cocoa nutzt.

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  9. Tobias
    25. Oktober 2010

    Kann mir jemand sagen wie groß Office 2011 für Mac in der Studentenversion ist, also nur Word, Excel und PP?

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