Leserfrage: «Time Machine»-Datensicherung optimieren?

Kann man die TimeMachine tunen? Nach einem Monat ist die 200 GB-Partition schon voll, obwohl nur ein 80er-SSD gesichert wird.

… fragte MacMacken-Leser @nggalai gestern Sonntag via Twitter. Der Speicherplatzbedarf ist durch die Versionen, die «Time Machine» anlegt, erklärbar – ausserdem arbeitet «Time Machine» Datei-basiert, so dass grosse Dateien, die sich häufig ändern, ständig in voller Grösse neu kopiert und gesichert werden. Als Tipp empfahl ich @nggalai, den Speicherplatzbedarf von «Time Machine» mit je einer Partition für «Time Machine» und übrige Daten zu beschränken.

Gibt es allenfalls noch weitere Tipps aus der MacMacken-Leserschaft? ❓

21 Comments

  1. Heiko
    18. Oktober 2010

    Besser wäre es wohl, den „Schuldigen“ zu finden und – bei Nichtbedarf – vom Backup auszuschließen.
    Das hier ist etwas technisch – vielleicht gibts mittlerweile auch ne simple GUI dafür.

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    • Martin (MacMacken)
      18. Oktober 2010

      Die Frage ist, wo das Problem eigentlich liegt – ist erwünscht, dass «Time Machine» weniger Gesamtspeicherplatz beansprucht und damit weniger Versionen (Revisionen) sichert, oder ist das Problem, dass «Time Machine» sich an einer grossen Datei mit häufigen Änderungen, beispielsweise einer virtuellen Maschine, abarbeitet. Dateien der Letzteren Art schloss ich beispielsweise von meiner «Time Machine»-Datensicherung aus; ausserdem sichere ich nach Möglichkeit nicht mehr per WLAN auf meine «Time Capsule», da selbst n-WLAN einer Kabel-Netzwerkverbindung deutlich unterlegen ist.

    • nggalai
      18. Oktober 2010

      TMS will leider nicht mit Snow Leopard.

    • nggalai
      18. Oktober 2010

      Ah, aber TimeTracker tut. Die 500 MB kämen von einem Lightroom-Backup. Dasselbe Backup findet sich jedoch auch in älteren TM-Snapshots. Das kann ich nur schwer nachvollziehen, aber ich schließe den Backup-Ordner mal von TimeMachine aus.

  2. Asmus
    18. Oktober 2010

    In den meisten Fällen ist das bei so rasantem Wegfall an Speicherplatz ein oder mehrere virtuelle Betriebssysteme, die – da sie meist in .dmg-Form vorliegen – nach jedem Start komplett gesichert werden. Im Fall von Parallels kann man direkt aus dessen Einstellungen das TimeMachine-Backup verhindern; eventuell wichtige Dokumente sollten eh außerhalb des virtuellen Systems gesichert werden.

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  3. Sebastian
    18. Oktober 2010

    Und für alle Benutzer welche ihre MBPs mit einer lokalen Festplattenverschlüsselung ausgerüstet haben sollten ihr Time Machine Backup auch wieder auf ein verschlüsseltes Medium ablegen. Ich zum Beispiel verwende die ThinkPad Secure Hard Drive (http://www-307.ibm.com/pc/support/site.wss/MIGR-74406.html), welches mit einer Hardwareverschlüsselung ausgetsattet ist und somit mit jeder Plattform ohne zusätzliche Software zusammen arbeitet.

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    • Martin (MacMacken)
      18. Oktober 2010

      Und für alle Benutzer welche ihre MBPs mit einer lokalen Festplattenverschlüsselung ausgerüstet haben sollten ihr Time Machine Backup auch wieder auf ein verschlüsseltes Medium ablegen.

      Je nach Zweck, den man mit der Verschlüsselung verfolgt … ich bezwecke den Datenschutz bei Diebstahl unterwegs. Aus diesem Grund muss ich meine lokalen Datensicherungen nicht verschlüsseln, was auch deren Zuverlässigkeit erhöht – bei verschlüsselter Datensicherungen geht man allenfalls unnötige Risiken ein. Aber wie erwähnt: Je nach Zweck der ursprünglichen Verschlüsselung!

    • Sebastian
      18. Oktober 2010

      Ja das ist auch mein Einsatzgebiet. Mit meinem Laptop bin ich aber ziemlich viel unterwegs, daher habe ich auch meine Time Machine Backup Disk immer dabei, die kann ich dann wenn es sich erbgibt immer wieder einstecken und habe damit ein aktuelles Backup dabei. Die Daten dabei unverschlüsselt mit zu nehmen wäre dann ziemlich sinnlos. Aufgrund der Hardwareverschlüsselung geht man mit der Secure Disk ein sehr geringes Risiko ein.

    • Martin (MacMacken)
      19. Oktober 2010

      Ja das ist auch mein Einsatzgebiet. Mit meinem Laptop bin ich aber ziemlich viel unterwegs, daher habe ich auch meine Time Machine Backup Disk immer dabei, die kann ich dann wenn es sich erbgibt immer wieder einstecken und habe damit ein aktuelles Backup dabei. Die Daten dabei unverschlüsselt mit zu nehmen wäre dann ziemlich sinnlos.

      Völlig einverstanden … meine ortsexternen Datensicherungen sind beispielsweise auch verschlüsselt – allerdings mittels Software und nicht per Hardware.

  4. nggalai
    18. Oktober 2010

    Moin moin,

    danke schon mal für die ersten Antworten. 🙂 Vielleicht zur etwas ausführlicheren Erklärung:

    TimeMachine soll ein 80er SSD sichern. Die VMs von VMWare sind vom Backup ausgeschlossen und ich verwende Mail.app (also keine Ein-Datei-Mail-Datenbank). Entsprechend ist es schon einmal komisch, dass TimeMachine schon mal nach einer Stunde Leerlauf meint, ein Gigabyte sichern zu müssen.

    Das größere Problem für mich jedoch: Ist die TimeMachine-Partition voll, kommt die Meldung „ich muss jetzt alte Backups löschen“. Gut, soweit. Außer, dass ich diesen Hinweis deaktiviert habe. Und auch wenn er alte Backups löscht kommt dann anschließend ein „Backup failed, not enough free space on TimeMachine Volume“. Lösche ich das Volume von Hand und erstelle ein neues TimeMachine-Backup werden gerade mal 30 GB gesichert; ich verstehe nicht, weshalb TM auf der 200er Backup-Partition nicht genug Platz freischaufeln kann. Aber dafür Backups behält, die einen Monat alt sind.

    Kann man da etwas machen?

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    • nggalai
      18. Oktober 2010

      Nachtrag: Ich starte entsprechend TimeMachine zur Zeit händisch, i.e. die Automatik ist deaktiviert. Eben habe ich gestartet. Der Rechner hat 2 Stunden Uptime seit des letzten Backups. Ich habe gesurft, sonst nix gemacht. Und TM will 500 MB sichern.

    • dada
      18. Oktober 2010

      Schau dir doch mal an, was TM genau sichert, z.B. mit dem Programm BackupLoupe.
      Das listet genau auf, welche Dateien verändert wurde, schön nach Größe sortiert. Bei mir sind die meisten „Übeltäter“ meine Firefox Bookmarks oder die Dropbox Datenbank, sonst nix.

    • nggalai
      18. Oktober 2010

      Danke, auch ein brauchbares Programm. Ich habe wie oben erwähnt mit TimeTracker reingeschaut. Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb TM meint, dass sich diese Backups geändert haben, aber immerhin weiß ich jetzt, was da für die vielen hundert MB an Snapshots gesorgt hat.

  5. Zaratustra
    18. Oktober 2010

    Ich verwende TimeMachine vor allem um ein Backup zu haben, falls das System komplett zusammenbricht. Also defekte Festplatte oder so. Dafür brauche ich keine monatealten Backups. Ich würde mir wünschen, dass man einstellen kann, wie lange die Sicherungen zurückreichen.
    Derzeit lösche ich alle paar Monate das gesamte Backup. Keine besonders elegante Lösung.

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    • dada
      18. Oktober 2010

      Wo liegt das Problem? Du kannst doch TM einfach automatisch die Arbeit machen lassen?
      Ältere Backups sind dann halt ein Luxus, den du nicht benutzen musst.
      TM kömmert sich ja automatisch um das Löschen der alten Backups.

      Einzig wenn du noch andere Dateien auf der Festplatte speichern willst, musst du halt sehen. Ich habe dazu einfach eine 2. Partition angelegt, sodass die Daten vom Backup separiert sind.

  6. Zaratustra
    19. Oktober 2010

    Hab auch 2 Partitionen. Aber wenn die mit der Sicherung voll ist, verweigert TimeMachine den Dienst anstatt automatisch alten Kram zu löschen.

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    • dada
      19. Oktober 2010

      Achso.
      Das sollte allerdings nicht so sein, bei mir hat bisher das Löschen alter Backups problemlos funktioniert.
      Viell. liegt es daran, dass TM einfach ein wenig Platz zum Arbeiten braucht. Wenn du ne 90 GB Platte und ne 100 GB Backup Platte hast, kommt TM evt. ins stocken. (Aber das ist nur ne Vermutung.)

  7. Emma
    19. Oktober 2010

    Genau aus diesem Grund (und auch noch anderen: zb die Schnelligkeit ist ja auch nicht besonders …) wird Time Machine von mir nicht mehr genutzt. Außerdem fehlte mir damals die Möglichkeit des „includen“ (d.h. ich muss nicht alles excluden was ich nicht will sondern gebe nur an was ich will – System, Programme … interessiert mich eigentlich nicht wirklich). Da in meinem Macbook 2 Festplatten verbaut sind bot sich das Erstellen eines RAIDs an. Bin sehr zufrieden damit, würds auch nicht mehr anders wollen. Zumindest nicht solange Time Machine so dumm ist (das sichert ja selbst einen 8 GB Film nochmal bloß wenn man den Namen ändert :))

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    • Martin (MacMacken)
      19. Oktober 2010

      Ich hoffe, Du nutzt Dein RAID nicht als alleiniges Backup – gegen zahlreiche Gefahren, vor denen man sich üblicherweise schützen möchte, schützt ein RAID bekanntlich nicht.

  8. AssetBurned
    20. Oktober 2010

    Moin also ich würde erstmal alle verzeichnisse ausklammern in denen virtuelle maschienen liegen, ausserdem download verzeichnisse.
    dann würde ich noch mal die bisherigen backups durchgehen ob da nich irgendwelche verzeichnisse sind die man bestimmt nicht braucht. nen gutes beispiel sind alte podcasts die man via itunes zieht. lieber mal ne komplett neue kopie von seiner itunes mediathek anlegen indem man die alte einfach aus den backups killt.

    naja und zur guter letzt gibt es dann ja noch nen tool das man als Drobo nutzer kennt… „Time Tamer“ damit kann man sich mal nen mitwachsenes sparseimage anlegen das nur bis zu einer bestimmten grösse wächst. so hab ich auf nen drobo mit inzwischen 5tb brutto ein timemachine backup mit maximal 1TB angelegt. klappt supper.

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  9. Jürg-èeter Lienhard
    10. Mai 2011

    Von wegen TimeMachine-Speicherplatz. Wer nicht die stündliche Sicherung benötigt, der kann mit dem Progrämmlein TimeMachineEditor (URL auf dem Internet) ganz nach eigenen Wünschen z.B. stündlich, täglich, wöchentlich die Sicherung durchführen lassen.

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