Sprachprobleme à la iWork Pages

Gastbeitrag von MacMacken-Leser Simon Ingrisch

Erst kürzlich wurde eine nagelneue iLife ’11-Suite herausgebracht mit tollen neuen Features – iWork hat Apple während der Keynote allerdings keine Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei hat die iWork Suite momentan die ein oder andere Macke, und hierbei muss es sich auch nicht unbedingt um etwas sonderlich „spezielles“ handeln, wie die zwei folgenden Beispiele zeigen:

Wer ausländische Geschäftsbeziehungen pflegt, kommt meist nicht umher auch wichtige Dokumente auf englisch zu verfassen und dementsprechend Korrektur zu lesen – und je länger das Dokument ist, desto hilfreicher ist dabei die integrierte Rechtschreibprüfung. Ärgerlich ist es dann allerdings, wenn man gerade ebenso ein Dokument von einem englischen Kollegen zur Überarbeitung empfangen hat und gleich mal die Rechtschreibprüfung durchjagen will – und der „Spürhund“ dann aber Wort für Wort rot markiert. Schnell klärt sich die Sache: in der Rechtschreibprüfung von Pages lässt sich die Sprache nicht umstellen, da sie sich nach der im System aktivierten Sprache richtet, und die will man nicht jedes mal umstellen, nur um ein Dokument Korrektur zu lesen.

Der Witz bei der Sache ist allerdings, dass nicht nur Word, sondern etwa auch der systemintegrierte Schreiberling TextEdit verschiedene Sprachen beherrscht – und ebenso jedes Programm von Drittherstellern, das die systemeigene Rechtschreibprüfung unterstützt. Nur Pages schleppt an dieser Stelle seine eigenen Relikte mit sich.

Genauso wenig funktioniert übrigens die systemweite automatische Korrektur in Pages, für die Apple in Snow Leopard groß geworben hat. Stattdessen enthält Pages seine eigene automatische Korrektur – dumm nur, dass die nur vorher definierte Zeichenketten ersetzt, und kaum einen Normalverbraucher von Pages lüstet es danach, alle erdenklichen Tippfehler, die einem passieren könnten, erst umständlich „zu Fuß“ einzutragen. Auch hier ist Word mal wieder im Vorteil: auch das hat zwar seine eigene Korrektur, die allerdings hat bereits eine beachtliche Zahl von zu ersetzenden Wörtern eingetragen.

Zeit für ein Update, Apple …

5 Comments

  1. nggalai
    17. November 2010

    Das stimmt so nicht: Pages orientiert sich nicht an der Systemsprache, sondern an der Dokumenten/Absatzsprache. Diese kannst Du ad-hoc im Inspektor -> Text -> Mehr -> Sprache ändern (alles markieren zuerst) oder im dazugehörigen Absatzstil. 🙂

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    • Markus
      17. November 2010

      Bei mir ist Pages auch immer auf Deutsch eingestellt. Google erkennt Sprachen automatisch. Wieso geht das bei Pages nicht? Word übrigens auch.

    • Martin (MacMacken)
      17. November 2010

      Standardmässig wird die Systemsprache verwendet, nicht?

  2. Mario
    17. November 2010

    Wie Markus schon schreibt, ist das keine Macke. Die Sprache lässt sich wie in jeder modernen Textverarbeitung pro Absatz definieren, was gerade bei mehrsprachigen Dokumenten sehr wichtig ist. Bitte also vor dem Posten von Macken erst mal, in die Doku schauen!

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    • Simon
      19. November 2010

      Erstmal vielen Dank für den Tipp! Ihr habt völlig recht, it’s not a bug, it’s a feature…
      Dennoch ein recht verborgenes. Mir wurde sowohl bei einem Supportanruf bei Apple wie auch bei mehrfacher Nachfrage im Apple Store mitgeteilt, dass Pages ein solches Feature nicht unterstütze. Und zumindest die eigenen Mitarbeiter sollten doch die Produktanleitung gelesen haben, ehe sie einem eine Frage falsch beantworten 🙁

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