History in Safari: Lieber einen Monat oder ein ganzes Jahr?

Gastbeitrag von MacMacken-Leser Simon Ingrisch

Wie gut, dass Browser auch eine History haben … schließlich hat Apple ja nicht wenig damit für Safari geworben, dass der Browser einen CoverFlow-View der History besitzt und in der Adressleiste URLs und Webseiten-Titel aus der History zur Autovervollständigung angezeigt werden können. Da wirkt diese Schwäche von Safari fast schon albern, aber es führt kein Weg herum: Die Zeitspanne, nach der Objekte aus dem Verlauf entfernt werden sollen, ist äußerst ungenau und es gibt nichts zwischen einem Monat und einem Jahr.

Gerade wer viel mit Online-Banking und verschlüsselten Verbindungen zu tun hat und nicht während jeder Sitzung den «Privates Surfen»-Modus aktivieren will, würde wohl am liebsten ganz auf die History verzichten. Für den Normalverbraucher hingegen bleibt die History ein nützliches Hilfsmittel, um einfach mal schnell etwas in seinen besuchten Websites zu finden – sicher kennen viele von euch das Gefühl, ihr habt doch neulich mal einen interessanten Artikel über ein ganz bestimmtes Thema gefunden und könnt ihn nun einfach nicht mehr wiederfinden. Aber wie gut, dass es die History gibt – mal eben eine Volltextsuche durchgeführt und schwupp, da ist die Website ja wieder.

Trotzdem verschreckt der Gedanke den ganzen Website-«Müll» ein ganzes Jahr auf der Festplatte  ruhen zu lassen, wie es einem Safari anbietet – ein einziger Monat ist aber womöglich doch noch zu kurz für den ein oder anderen, der seine History als eine Art «unordentliche Linksammlung» betrachtet, zu kurz.

Allerdings gibt es keine Option, mit der man eine Zeitspanne zwischen diesen beiden Optionen wählen kann – abgesehen davon, dass Safari die Option anbietet, dass man seine History-Objekte «zu Fuß» löschen kann. Dabei wäre es keine Herausforderung gewesen, ein Eingabefeld zu programmieren, in das man selbst eine Anzahl von Tagen, Wochen oder Monaten eintragen kann, die die History erhalten bleiben soll.

4 Comments

  1. Christian
    7. Dezember 2010

    Ich hatte ein Jahr – was durchaus praktisch war wenn man etwas zu suchen hatte – allerdings wurde der Safari dadurch wirklich wesentlich langsamer…

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  2. Urs
    7. Dezember 2010

    „Gerade wer viel mit Online-Banking und verschlüsselten Verbindungen zu tun hat und nicht während jeder Sitzung den «Privates Surfen»-Modus aktivieren will,…“: Ist doch gar nicht notwendig. Musst ja keine Eingabe speichern.

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  3. chris
    7. Dezember 2010

    Es ist möglich das einzustellen, aber nur über einen kleinen Umweg, und eben leider nicht für den Normaluser.

    In der »com.apple.safari.plist« im Ordner »user/Library/Preferences« existiert ein Eintrag Namens »HistoryAgeInDaysLimit« der diese Zeitspanne beschreibt, also fehlt in den Safari Einstellungen eine einfache Auswahl oder wie bereits beschrieben eine Eingabemaske.

    Eine 90 Tage/3 Monate auswahl wäre schon wirklich wünschenswert.

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  4. Herbert Feuersemmel
    7. Dezember 2010

    Der Safari Browser ist wie der Internet Explorer für mich.
    Den benutz‘ ich nur, wenn er vom System automatisch geöffnet wird.
    Dann schnell ein Klick auf das X oder sonstwie schliessen („sofort beenden“)
    und dann meinen FireFox-Browser gestartet. Dort kann ich mir alles so einstellen, wie ich es möchte.
    Und wenn nicht von Haus aus, dann halt mit einer Extension.

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