iPhoto-«Orte» ohne Benutzerfreundlichkeit

Gerne würde ich oben zu sehende leckere Bordverpflegung auf einem Atlantikflug mittels iPhoto aus iLife ’11 einen entsprechenden Ort zuweisen. Leider scheint es dafür keine direkte Möglichkeit zu geben, denn per Mausklick kann ich keine Positionen auf der eingeblendeten Karte definieren, sondern mir steht lediglich die Suche nach bereits bekannten Orten zur Verfügung.

Apple kennt das Problem und empfiehlt als Lösung, zuerst einen bekannten Ort in der Nähe der tatsächlich gewünschten Position zu suchen und die Stecknadel danach zu verschieben:

Wenn Sie nicht genau den gewünschten Aufnahmeort im Einblendmenü sehen, wählen Sie einen Aufnahmeort in der Nähe aus. Wenn Sie z. B. im Grauman’s Chinese Theater in Hollywood ein Foto von einem Star aufgenommen haben, können Sie „Hollywood“ in das Feld für den Aufnahmeort eingeben und dann die Option für Hollywood, Kalifornien aus dem Einblendmenü auswählen. […] Wenn Sie den Ort genauer angeben wollen, können Sie die Stecknadel (sie wird daraufhin gelb) an einen anderen Ort wie eine benachbarte Stadt oder einen genaueren Ort wie eine bestimmte Kreuzung bewegen.

Lästig, genauso wie die unsinnige Beschränkung auf die Miniatur-Karte unten rechts im iPhoto-Fenster:

Sie können Stecknadeln nur auf der kleinen Karte bewegen, die unterhalb von „Orte“ im Informationsbereich angezeigt wird. Sie können die Stecknadeln nicht auf der großen Karte mit den Aufnahmeorten bewegen.

Als kurzfristige Lösung weiche ich inzwischen auf Google Maps aus und kopiere von dort die Koordinaten der gewünschten Lokalität nach iPhoto. Bei Google Maps kann ich per Mausklick beliebige Positionen auswählen und mit einer Karte in wählbarer Grösse sowie mit schneller und flexibler Vergrösserungs- und Verschiebefunktion arbeiten … so muss ich mich nicht unnötig lange über das kleine Kartenfenster im der vergleichsweise langsamen iPhoto-Anwendung ärgern.

Mittelfristig werde ich mich nach einer Anwendung umsehen müssen, die das Verorten von Bildern mit mehr Benutzerfreundlichkeit erlaubt … 🙄

14 Comments

  1. iMarc
    5. Januar 2011

    Das iPhone sollte doch den Ort automatisch zuweisen… 😉
    Das diese modernen Geräte noch nicht mit dem Bord-Navigations-System koppelbar sind, grenzt auch fast an eine Macke… 😉

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    • Markus
      5. Januar 2011

      Das iPhone kann nicht immer einen Ort zuweisen. Und nicht jedermann fotografiert (nur) mit dem iPhone.

  2. diskostu
    5. Januar 2011

    Picasa ist da deutlich flexibler und benutzerfreundlicher.

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  3. McPringle
    5. Januar 2011

    Hast du schon mal an einen GPS-Logger gedacht? Ich habe Eiben für den Blitzschuh meiner Kamera. Der registriert, wann ein Foto gemacht wurde und ermittelt dann die Position. So läuft er nicht unnötig.

    Gruss
    McPringle

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    • Markus
      5. Januar 2011

      Ja, aber der Batterieverbrauch ist zu hoch. Und reines GPS dauert bisweilen sehr lange bis zu eienr Positionsbestimmung.

    • McPringle
      5. Januar 2011

      Das kommt auf den Logger drauf an. Ich hatte mir im Sommer einen für den Blitzschuh geliehen, der hatte eine AA-Batterie und damit den ganzen Urlaub durchgehalten (3 Wochen). Der hat immer dann geloggt, wenn er über den Blitzschuh aktiviert wurde. Den GPS-Fix hat er über eine Diode angezeigt, was manchmal ein paar Sekunden dauerte. Da ich aber nicht mit Überschall durch die Natur rase und das asynchron läuft, stört es nicht beim Weiterfotografieren und ich konnte auch beim Wander keinen übermässigen Versatz bemerken. Bei Indoor-Einsätzen merkt er sich den letzten Fix von vor dem Gebäude oder man geht kurz ans Fenster. Für mich ist das perfekt weil ich meist mit meiner Spiegelreflexkamera mit Blitzschuh fotografiere und für Schnappschüsse zwischendurch das iPhone nehme. Aber da hat wohl jeder etwas andere Anforderungen.

      Schönen Abend
      McPringle

    • Martin (MacMacken)
      5. Januar 2011

      Hast du schon mal an einen GPS-Logger gedacht?

      Ich verwende einen GPS-Logger, allerdings unabhängig von der Kamera, weil so beide – Kamera und GPS-Logger – länger mit Batterie laufen. Im Oktober nahm ich übrigens einen sehr kompakten GPS-Logger unter die Lupe:

      http://www.macmacken.com/2010/10/04/gt-600-gps-logger-in-der-macmacken-begutachtung/
      http://www.macmacken.com/2010/10/15/gt-600-gps-logger-in-der-luft-auf-dem-fahrrad-und-beim-laufen/

      Bei Fotos ohne vorhandene Geodaten würde ich es aber dennoch begrüssen, die Lokalität effizient definieren zu können. In Vorgänger-Versionen von iPhoto war die Funktion ebenfalls nicht komfortabel, bot aber mehr Möglichkeiten als nun iPhoto 9.

  4. Herr T.
    5. Januar 2011

    Wenn es grundsätzlich bei iPhoto bleiben soll und nur das Geotagging ausgelagert werden soll empfehle ich MyTracks. Hat eine brauchbare iPhoto-Integration und taugt mit der zusätzlichen App gut zum Tracken von Touren samt geocodiertem Fotografieren.

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  5. Colin
    5. Januar 2011

    Die iPhoto Version 8 war da weit genialer. Einmal erfasste Orte wurden gespeichert und konnte man später einfach mit demselben Namen wieder finden….das scheint alles nicht mehr zu funktionieren. In der kleinen Minikarte unten ist es sowieso extrem schwer etwas zu finden…..ich vermisse auch noch einige andere Funktionen der alten Version und finde es im grossen und ganzen eher ein Rückschritt…..;(

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  6. Kay
    5. Januar 2011

    Kann nur zustimmen, die Funktion ist einfach nicht bedienbar. Was ich schon geflucht habe. 🙁

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  7. Martin (MacMacken)
    5. Januar 2011

    @Collin, Kay: Möchte uns Apple allenfalls zum Umstieg auf eine andere Software motivieren? Aperture kommt allerdings nicht in Frage … wie komfortabel ist der Umgang mit Geodaten in Adobe Lightroom?

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  8. dr3do
    5. Januar 2011

    @Martin: Ich nutze es sehr gerne, warum kommt Aperture für dich nicht in Frage?

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    • Martin (MacMacken)
      6. Januar 2011

      Ich bevorzuge Arbeitsablauf und Benutzeroberfläche von Lightroom. Ausserdem läuft Lightroom bei mir schneller. Hinzu kommt, dass Adobe Lightroom wesentlich mehr Entwicklerliebe schenkt als Apple Aperture.

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