MacBook Air ungeeignet für Fotografen

Im «Mac Performance Guide» wurde das neue MacBook Air mit Blick auf die Verwendung durch Fotografen umfassend unter die Lupe genommen:

The new MacBook Air is yet another elegant Apple design— it’s small and it’s light and it’s beautiful, with clean lines and just the right curves. Stunning really.

But is it a serious tool or a svelte gadget (or both)? The answer depends on your uses for it.

For web browsing, email, word-processing, spreadsheets, and general entertainment, it’s wonderul, but for photographic work with programs like Lightroom and Photoshop, it has serious limitations. It could be an expensive dead-end for some users, yet some users will find it entirely sufficient for their needs.

An Macken wurden insbesondere die fehlende Mobilfunk-Integration, die fehlenden Erweiterungs- und Aufrüstungsmöglichkeiten, der fehlende Arbeitsspeicher, die vergleichsweise langsame und kleine SSD, die vergleichsweise kurze Akku-Laufzeit, der Spiegelbildschirm, die lärmige Belüftung, die mangelhafte Farbdarstellung (Gamut), die geringe Prozessorleistung, die langsame Netzwerk-Geschwindigkeit und das schlechte Preisleistungsverhältnis jenseits von Grösse und Gewicht bemängelt – ähnlich wie bereits bei MacMacken. Als Haupt-Mac für Fotografen ist das MacBook Air im Ergebnis nicht geeignet, dafür aber für andere Verwendungszwecke:

I don’t see the MacBook Air as a viable primary machine for a photographer or other graphics professional, but it will surely please any road warrior looking for more than an iPhone or iPad, but not a full-size laptop. For those purposes, I can highly recommend it, as it’s fun to use, and fits just about anywhere.

Nachtrag

Passend dazu die Wochenendfrage: Professionell trotz Spiegelbildschirm?

23 Comments

  1. Heiko
    14. Januar 2011

    In other news: Experten haben vor kurzem festgestellt, dass Kleinwagen ungeeignet sind für Schwertransporte.

    Nee im Ernst. Jeder Experte schaut sich das Gerät kurz an, sieht, dass es für seine Zwecke nicht geeignet ist und kauft es dann eben nicht. Insofern halte ich die zu geringe zulässige Achslast eines Nissan Micra nicht für eine Macke.

    Ich verstehe den Sinn des Air auch nicht – Netbooks gibt es viel viel billiger. Aber wer’s so schnieke haben will, der möge das eben kaufen. Allein der fehlende matte Bildschirm ist für mich schon die Aussage, dass das kein Arbeitsgerät ist.

    Reply
    • Urs
      14. Januar 2011

      Das Air hat mehr Leistung als ein Netbook und hat eine normale Tastatur. Natürlich wiegt es auch mehr. Es ist nicht einfach ein schickes Netbook, es ist etwas zwischen Netbook und „normalem“ Notebook für mich.

      Wer nur auf den Preis schaut soll sich sein 7″ Aldi-Netbook ruhig kaufen, für mich sind diese Dinger reine Spielerei oder für Spezialaufgaben (z.B. als günstiger Steuerrechner für Roboter). Weder Arbeiten noch Konsumieren kann man mit so einem Ding.

    • dr3do
      14. Januar 2011

      Nee im Ernst. Jeder Experte schaut sich das Gerät kurz an, sieht, dass es für seine Zwecke nicht geeignet ist und kauft es dann eben nicht. Insofern halte ich die zu geringe zulässige Achslast eines Nissan Micra nicht für eine Macke.

      Full ACK.

      Für dediziertes Arbeiten mit Bildbearbeitungssoftware sind die MBAs sicher nicht DIE Geräte schlechthin, dies als Macke zu bezeichnen… ähhh… naja.

      Allein der fehlende matte Bildschirm ist für mich schon die Aussage, dass das kein Arbeitsgerät ist.

      Verwende sonst nur Non-Glossy-Bildschirme, da ich auf Spiegelungen recht empfindlich reagiere. Habe das MBA11 als Zusatzgerät zu meinem Hauptgerät, einem MBP17, und muss sagen, dass a) die Spiegelung viel weniger ist als bei den Glossy-MBPs und b), dass auf Grund der geringen Displaygrösse sich die Spieglungen auch in Grenzen halten.

    • Martin (MacMacken)
      14. Januar 2011

      Für dediziertes Arbeiten mit Bildbearbeitungssoftware sind die MBAs sicher nicht DIE Geräte schlechthin, dies als Macke zu bezeichnen… ähhh… naja.

      Ich sehe darin auch keine Macke – es ist schlicht eine Tatsache … der Testbericht im «Mac Performance Guide» stellt die MacBook Air-Fähigkeiten und Leistungsmöglichkeiten sehr transparent dar und identifiziert die relevanten Macken. Ich wünschte mir mehr solche Testberichte anstelle der viel zu zahlreichen Jubelberichte nach ein paar Stunden Nutzung eines von Apple zur Verfügung gestellten Testmodells.

    • dr3do
      14. Januar 2011

      Du pflegst einen Blog wo es um’s Thema „Macken/Probleme im/mit dem Mac-Alltag“ geht. Der Artikel kommt so ziemlich schräg rüber – nicht das erste Mal.

      Teile doch deine Blog in Rubriken auf, dann kannst du Macken zu den Macken einsortieren und den MacBook Air Beitrag bspw. in eine Kaufberatung oder so einsortieren.

    • Urs
      14. Januar 2011

      Ah, aber sonst kann ich nur zustimmen

    • Martin (MacMacken)
      14. Januar 2011

      In other news: Experten haben vor kurzem festgestellt, dass Kleinwagen ungeeignet sind für Schwertransporte.

      Stimmt – aber in vielen Testberichten über das MacBook Air ging dieser Aspekt leider völlig vergessen. Häufig war sogar zu lesen, das MacBook Air könne einen iMac oder ein MacBook Pro ersetzen. Aus diesem Grund fand ich den umfangreichen und realitätsnahen Testbericht im «Mac Performance Guide» einen Hinweis wert.

      Ich verstehe den Sinn des Air auch nicht – Netbooks gibt es viel viel billiger. Aber wer’s so schnieke haben will, der möge das eben kaufen. Allein der fehlende matte Bildschirm ist für mich schon die Aussage, dass das kein Arbeitsgerät ist.

      Wer im Apple-Universum daheim ist, muss sich beim Wunsch nach einem leichten und dünnen Notebook für das MacBook Air entscheiden – es gibt keine anderen Angebote von Apple. Am MacBook Air mag ich den Spiegelbildschirm auch nicht. Inzwischen stört mich an meinem eigenen MacBook Air aber am meisten, dass keine schnelle Schnittstelle zur drahtlosen Datenübertragung zur Verfügung steht; n-WLAN kann nicht mit einem schnellen LAN mithalten.

    • dr3do
      14. Januar 2011

      Häufig war sogar zu lesen, das MacBook Air könne einen iMac oder ein MacBook Pro ersetzen.

      Kann es auch. 😀

      So wie ich Normal-, Durchschnitts- und Gelegenheits-User bisher beobachte, nutzen sie das Potential eines MBP grösstenteils nicht aus. Die Mehrheit dieser Fälle könnte alles – mit mindestes der gleichen Zufriedenheit – an einem MBA erledigen.

    • Martin (MacMacken)
      14. Januar 2011

      Nebenbei: Habt Ihr Euch die MacBook Air-Darstellung von Apple angeschaut?

      Da steht unter anderem:

      In diesem superdünnen Computer steckt ein ausgewachsener Mac, der praktisch alles kann, was seine großen Geschwister auch können. Minus ein oder zwei Kilo.

      Der NVIDIA Grafikprozessor … sorgt für außergewöhnliche Leistung und Geschwindigkeiten beim Durchschauen von Fotos, Ansehen von Filmen oder bei Spielen. Und er macht auch ganz alltägliche Dinge, zum Beispiel mailen und im Web surfen, schnell und effizient.

      Mit weniger als 1,4 kg ist das MacBook Air ein echtes Leichtgewicht, aber in Sachen Leistung ist es trotzdem ein ganz Großer. Intel Core 2 Duo Prozessoren erledigen die Arbeit superschnell.

      Wer sich nur bei Apple informiert – was nicht zu empfehlen ist und dies nicht nur bei Apple – , wird von der tatsächlichen MacBook Air-Leistung allenfalls enttäuscht sein.

    • Arno Nym
      14. Januar 2011

      Das MacBook Air existiert in seiner Form ausschließlich der Werbung zum Willen. Einzig allein das dünnste Subnotebook auf dem Markt zu haben ist dabei das Ziel gewesen.

      Wäre Apple dem alten Leitspruch „Form follows function“ gefolgt, hätte das MBA wie alle anderen modernen Subnotebooks die Intel Core-Plattform, Speicherbänke, eine echte Festplatte, UMTS, GigabitLAN und evtl. die Unterstützung von 450 MBit WLAN.

      Lustigerweise bietet der Mitbewerb all dies zu ähnlichem Preis und dabei nur minimal dicker zu sein.

    • Stephan
      30. April 2011

      Wer ein MBP benötigt, sollte eines kaufen. Für wen ein iPad zu mager ist, nimmt halt ein MBA… Ich kann mir nicht vorstellen das jemand so naiv ist zu glauben, 250 Euro sparen zu können und zu glauben es geht dennoch ALLES. Es gibt Zeitungen, Foren und nicht zu Vergessen – den Fachhandel.

  2. iMarc
    14. Januar 2011

    Mir hat sich der Sinn des MBA auch noch nicht erschlossen.
    Aber im Ernst: Bevor ich mir ein Gerät in dieser Preisklasse kaufe, prüfe ich das in Frage kommende Gerät ausführlich im Bezug auf meine Bedürfnisse, und fälle dannach einen etwaigen Kaufentscheid. Wer die(-se) (teure) Katze im Sack kauft, ist selbst schuld.

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      14. Januar 2011

      Mir hat sich der Sinn des MBA auch noch nicht erschlossen.

      Das MacBook Air ist ein Mac, mit dem sich viele alltägliche Aufgaben dank genügend grossem Bildschirm (vor allem in der 13″-Version) und Standard-Tastatur produktiv erledigen lassen, ohne dass sich ein «Schlepptop»-Gefühl einstellen würde. In meiner Aktentasche beispielsweise machen sich das vergleichsweise geringe Gewicht und das dünne Gehäuse im Vergleich zu einem MacBook Pro erfreulich bemerkbar … 🙂

    • iMarc
      17. Januar 2011

      O.K., einverstanden.

      Es kommte eben immer auf die Bedürfnisse an. Gerade desswegen sollte jeder vor dem Kauf eine auf seine Bedürfnisse ausgerichtet Evalutation durchspielen.

      Ich glaube auch nicht, das Apple das MBA explizit für Photografen entwickelt hat. Vielleicht eher für Juristen.. 😉

    • Martin (MacMacken)
      17. Januar 2011

      @iMarc:

      Vielleicht eher für Juristen..

      Leider nur beschränkt … die Klapper-Leertaste stört beim Gericht. Ich vermisse beim MacBook Air wie schon erwähnt nicht Prozessor-Leistung, sondern einen matten Bildschirm, schnelles LAN und Mobilfunk-Integration.

    • Sebastian Brinkmann
      5. April 2011

      Zustimmung! Ich habe auch lange gezögert, ob ein MBA ein Ersatz für einen iMac ist – und es ist es. Wenn ich am Schreibtisch sitze, nutze ich dazu das 27 Zoll Cinema Display.

  3. Scheißkarre! | admartinator.de
    14. Januar 2011

    […] Worauf ich hinaus will… […]

    Reply
  4. DocSciuk
    14. Januar 2011

    Hmm da schlag ich in eine andere Kerbe!
    Ich finde das „Kleine“ perfekt, zumindest für meine Aufgaben.
    1.Vorneweg kommt mir nur MacOSX ins Haus. Das schränkt sämtliche Netbooks oder anderen Windows Firlefanz schonmal aus.
    2.Es ist deutlich leichter und kleiner als die anderen MacBooks.
    3.Dank SSD sehr schnell, will man mal eben schnell an etwas weiter arbeiten.
    4.Hat eine enorm gute Verarbeitungsqualität, Haptik und einen hohen Wiederverkauf, will ich mir so in 2-3 Jahren ein neues zulegen.
    5.Als 2.Gerät einfach perfekt, vorausgesetzt man hat wie ich einen iMac der die Hauptaufgaben erledigt.
    So das wars von meiner Seite aus – ein mehr als zufriedener Air Besitzer….

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      14. Januar 2011

      4.Hat eine enorm gute Verarbeitungsqualität, Haptik und einen hohen Wiederverkauf, will ich mir so in 2-3 Jahren ein neues zulegen.

      Ich hoffe auch auf einen hohen Wert für den Wiederverkauf! 🙂

      Aufgrund der fehlenden Erweiterbarkeit bin ich in diesen Hoffnungen aber zurückhaltend …

      5.Als 2.Gerät einfach perfekt, vorausgesetzt man hat wie ich einen iMac der die Hauptaufgaben erledigt.

      … Ersteres sehe ich auch so, Letzteres wird leider durch eine fehlende Möglichkeit zur komfortablen Synchronisation aller Arten von Daten zwischen zwei Macs bislang noch erschwert.

    • dr3do
      14. Januar 2011

      Letzteres wird leider durch eine fehlende Möglichkeit zur komfortablen Synchronisation aller Arten von Daten zwischen zwei Macs bislang noch erschwert.

      …lässt sich, Hintergrundwissen vorausgesetzt (das hast du ja), aber dank Dropbox (für die Daten die man ständig/life zwischen Rechnern aktuell halten muss) und Chronosync (für die Daten die nicht ständig/life gesynct werden müssen oder für die Dropbox zu viel wären) lösen – und ist, wenn es 1x eingerichtet wurde, sehr schnell passiert. 😉

    • Martin (MacMacken)
      17. Januar 2011

      Bei allem Hintergrundwissen leider immer noch vergleichsweise aufwendig … und bei Dropbox gefällt das unverschlüsselte Speichern als zentrales Element nicht. Allenfalls muss ich doch wieder eine Remote Access-Lösung abklären, wie sie bei einigen Berufskollegen Verwendung findet.

  5. Christian
    14. Januar 2011

    Sorry, aber das Review im Mac Performance Guide ist schon vom Ansatz her völliger Mumpitz. Das MacBook Air ist für den dort angerissenen Einsatzzweck natürlich nicht geeignet. Die Alternative MacBook Pro ebensowenig. Der Artikel ist einen Link nicht wert.

    Der Tester hatte eine Nikon D3x und eine Leica S2 am Start! Die kosten schon ohne Objektiv 10 bzw. 25 Tsd CHF. Und wiegen – ebenfalls ohne Objektiv – soviel wie bzw. mehr als das MacBook Air. Zugegeben: Die Auflösung und Bildqualität solcher Kameras ist der Hammer. Aber will er ernstlich behaupten, irgendein Fotograf würde die damit entstehenden RAW-Bilddaten auf einem MOBIL-Rechner im Hotelzimmer nachbearbeiten wollen, egal ob 11″ MBA oder 17″ MBP???

    Wenn der Mann einfach nur mit möglichst leichter Ausrüstung Fotos machen will, sollte er mal mit ner Canon Ixus anfangen …

    Grüße
    co-operate

    Reply
    • Urs
      15. Januar 2011

      Da kann ich dir voll zustimmen.
      Damit ist auch alles gesagt 🙂

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