Apple mit «Klicki-Bunti Mickey-Mouse» für anspruchslose Benutzer?

Apple mit (halbwegs) professioneller Hardware, aber ohne professionelle Software? Passend dazu das «Wort zum Sonntag» von macprime.ch-Benutzer «schn0rkel»:

[M]it Lion verabschiedet sich Apple endgültig vom Poweruser und Pro-User. OS X Server wird eingestellt, die Oberfläche wird zu iOS 5.0, Download des OS nur noch über den App Store (was natürlich super ist, wenn man im Geschäft den App Store wegen den AGB gar nicht nutzen darf) – Apple wird zur Klicki-Bunti Mickey-Mouse Bude für den wenig anspruchslosen Allgemeinnutzer.

Dabei fährt Apple offenbar intern nicht mal eine einheitliche Strategie: während Mac OS X immer mehr zum Bildli-Kiosk verkommt, killen sie das Einsteiger-Macbook und produzieren mit der 2.2 ghz Variante des MBPs endlich wiedermal ein richtig leistungsfähiges Gerät (was man bei der Einsteiger-Version des 15-Zöllers aufgrund der miserablen Grafikkarte mit lächerlichen 256 mb RAM und der 5400 RPM Platte leider nicht sagen kann). Nur wem wollen sie das 2.8 Tonnengerät denn verkaufen, wenn sie von den Pro-Usern gar nichts mehr wissen wollen?

Bild: Flickr/romantchou, CC BY-NC-SA-Lizenz.

45 Comments

  1. DAMerrick
    27. Februar 2011

    Gute Frage,
    Mac Pro kann man schon lange abschreiben. Nachdem es endlich wieder matte Display gibt, waren wenigstens die MBP noch eine Überlegung wert.

    Und jetzt?
    OS X Lion wird zum Spielzeug, hauptsache Apps.
    Apple vergisst zunehmend den Support für die ältere Generationshardware (SO zwei Jahre früher for example) und wirft unfertige Software auf den Markt. Siehe Aperture 3.

    Und ganz nebenbei werden das noch die offensichtlichsten Fehler publik, weil die Nutzergemeinde größer wird. Siehe Sicherheitslücken, unvollständige Implentierungen, Hardwarefehler…
    Apple muss sich wieder aufrappeln damit Apple WErbung „Alles aus einer Hand“ nicht zum größten Gegenargument wird.

    Und so wie sich Lion entwickelt, wird es für mich zum größten Argument Pro Windows.
    Obwohl ich eigentlich fast wieder soweit war ein MBP zu kaufen.

    Reply
  2. Emma
    27. Februar 2011

    Ich hab damals beim Release von Snow Leopard über ein halbes Jahr gewartet, bis ich meinem System dann endlich auch das Update verpasst hab (da kommen dann mit der Zeit ja so Probleme wie Programmsupport usw.). Und so wie ich das derzeit sehe werde ich wohl bis zur letztmöglichen Sekunde Snow Leopard verwenden.

    Der König der Tiere sieht für mich anders aus …

    Reply
  3. dr3do
    27. Februar 2011

    Ist leider leider leider so…

    Meine bisherigen Tests mit Lion Server zeigen mir, dass „iOS Server“ AKA 10.7 Lion nichts mehr für (K)MUs ist. Mit der starken Vereinfachung und „iPadisierung“ des Lion-Servers ist er vor allem für die Zielgruppe KU (2-7 Mitarbeiter) – wo eher selten ein Vollzeit-Admin angestellt ist – eine interessante Sache. Oder auch innerhalb eines MU, für eine kleine dedizierte Arbeitsgruppe die mit Macs Arbeitet.

    Als Vollzeit-Admin in einem MU hatte ich für 10.7 die Hoffnung, dass die mit 10.5 und 10.6 eingeführten Verbesserungen/Neuerungen weiter aussgebaut und stabilisiert werden. Auch, dass dem Admin verbesserte Tools und Möglichkeiten zur Verwaltung gegeben werden. Das Zerfleddern und verteilen der Verwaltungsfunktionen auf Workgroup Manager, Server Admin und Server (ehemals Servereinstellungen, die Light-Version des ServerAdmins) und iPhone Configuration Utility äähhh… Profile Manager sehe ich nicht als gelungene und auf Business ausgerichtete Marschrichtung.

    Ach was reg‘ ich mich eigentlich auf :(… Apple hat mit diesem Preview die Marschrichtung definitiv bestätigt. Der Ofen ist aus. Es wird Zeit sich mit Backend-Alternativen zu beschäftigen.

    my2cents

    Reply
    • DAMerrick
      27. Februar 2011

      Linux oder Windows.

      Jahrzehntelang streitet man darüber welches System besser ist.
      Ironie des Schicksals: Ausgerechnet das System für das oft gestritten wurde, ausgerechnet der ehemalige Underdog, bringt die Entscheidung.

      Lion ala Back to Mac? No Lion ala Back to Windows/Linux.

    • Martin (MacMacken)
      27. Februar 2011

      Lion ala Back to Mac? No Lion ala Back to Windows/Linux.

      Bei allen Macken und aller Kritik: Ist das realistisch? Als Mac OS X-Benutzer unterliegt man üblicherweise einem starken Lock-in auf der Apple’schen Plattform.

    • dr3do
      27. Februar 2011

      @Martin (MacMacken)

      Im Backend? Ganz klar: Ja!

    • Martin (MacMacken)
      27. Februar 2011

      Erfreulich für jene, die im Backend sitzen … 🙂

      Wie stabil läuft eigentlich die nun veröffentlichte Mac OS X«Lion»-Version?

    • dr3do
      27. Februar 2011

      @Martin (MacMacken)

      Erfreulich für jene, die im Backend sitzen

      Backend:
      Auch wenn es Alternativen gibt, ist eine systemische Umstellung, wie schon @DAMerrick schrub, nichts was man auf die leichte Schulter nimmt.

      Im Frontend wird man Lion wohl weiterhin gut einsetzen können.

      Bezgl. Stablität: Ich habe den Server und den Client schon ein paar Mal zu instabilität bewegen könne, so dass ich besser einen Reboot gemacht habe. Doch… es ist eine Preview. 😉

    • Martin (MacMacken)
      27. Februar 2011

      Bezgl. Stablität: Ich habe den Server und den Client schon ein paar Mal zu instabilität bewegen könne, so dass ich besser einen Reboot gemacht habe. Doch… es ist eine Preview.

      Ich glaube, ich lasse besser die Finger davon … nicht umsonst soll «Lion» erst im Sommer erscheinen und nicht schon heute! 😀

    • DAMerrick
      27. Februar 2011

      So argumentieren alle. Egal von welcher Plattform zu welcher sie wechseln sollen oder müssen. Egal ob von Windows zu Mac oder umgekehrt oder nur von MS Office zu LibreOffice.

      Außerdem gehört Wechseln doch zum Geschäft dazu, alle paar Jahre. Man zögert es immer weiter hinaus, doch irgendwann ist man gezwungen zu wechseln. Sei es weil der Support ausläuft oder das System überhaupt nicht mehr unterstützt wird.

      Sicher, ein Wechsel ist immer mit Arbeit verbunden und kompliziert, manchmal muss man neue Wege gehen.
      Doch was soll man sonst machen?

      Das richtet sich jetzt nicht an den Grafiker der zufrieden ist wenn er seine Adobe Suite hat (übertrieben ausgedrückt). Aber was macht der Admin der bisher voll auf Apple SL Server gesetzt hat, und der Serverbereich fällt ja wenn ich einige Comments richtig verstanden habe fast völlig flach.

      Sagt dieser Admin sich jetzt: „Pech, dann arbeite ich eben mit Mängeln und versuche irgendwie über Drittsoftware weiter zukommen“? Ich denke nein.

      Ich denke in vielen Bereichen ist es einfach so das es entweder funktioniert oder man wechseln muss.

      Beispiel aus meinem Leben:
      Ein kompletter Firmenbereich wurde auf Linux/Ubuntu umgestellt.
      Warum? Weil die Migration + Hardwareanpassungen inkl. Kosten für die Programmportierungen, welche es für Ubuntu teils nicht gab, günstiger und einfacher war als zu versuchen das Chaos auf der Windows Plattform irgendwie am Laufen zu halten.

      Auf Dauer ist ein aufwendiger Wechsel auf eine abgestimmte Plattform effektiver als ein KuddelMuddel aus irgendwelchen Zusammenstzungen von Hard- und Software.

      ..
      Und das gleiche jetzt bei Apple.
      Wir werden natürlich versuchen Snow Leopard so lange zu halten wie es geht. Und wir werden auch erst überlegen ob eine kleine Anpassung von Lion nicht ausreicht. Doch wenn wir merken das dem nicht so ist und wir wieder davor stehen “ Chaos oder Neuanfang“, dann werden wir auch den Neuanfang wählen müssen.

      Wird wieder hart werden, wird wieder ein Wehklagen in der Finanzabteilung auslösen aber wird sich dann nicht vermeiden lassen.

      Du verstehst?

      PS
      Basierend auf den Infos zu Lion die es zurzeit gibt. Vielleicht wird Lion noch ein bisschen anders, we will see.

    • Martin (MacMacken)
      27. Februar 2011

      Basierend auf den Infos zu Lion die es zurzeit gibt. Vielleicht wird Lion noch ein bisschen anders, we will see.

      Klar … und man wird sicherlich auch damit arbeiten können … 🙂

  4. bernd
    27. Februar 2011

    Ich teile hier die Meinungen zu Lion und wollte noch anmerken, dass ich es nicht einsehe, einen 2000 € teuren iMac genauso zu bedienen wie ein Gerät, was gerade mal ein 1/10 des Preises ausmacht. Windows ist allerdings keine Alternative, da fehlt mir der UNIX-Unterbau und Linux ist auch keine Alternative, da funktioniert kein Lightroom. Werde es wohl mit Snow Leopard genauso machen, wie mit Leopard… benutzen bis zum geht-nicht-mehr. 🙁

    Reply
    • DAMerrick
      27. Februar 2011

      Falls es wegen der sicherheit ist: Microsoft hat seit der Neuentwicklung von NT viel für die Sicherheit getan und zwar gibt es unter Windows zwar nicht drei Benutzergruppen aber in allen anderen Punkten ist Microsoft wirklich mit der Sicherheit Meister.

      Und bevor alle lachen: Ist so, vergleicht die Systeme, die auftretenden Lücken. Trotz seiner Popularität finden Hacker unter Windows immer weniger Lücken. Im Gegensatz zu damals zur Jahrtausendwende.

    • bernd
      27. Februar 2011

      Es mag schon sein, dass sich die Sicherheit unter Windows drastisch verbessert hat, es kommt für mich dennoch nicht in Frage, da es keinen unixoiden Unterbau hat (bash, sshd, rsync, UFS2, ZFS usw.).
      Desweiteren hat Sicherheit auch immer etwas mit dem Umgang eines Users mit seinem System zu tun. OpenBSD in den Händen eines DAUs ist womöglich genauso sicher wie OS X oder Windows XP in den Händen eines Users, der in etwa weiß was er tut. Die propagierte Sicherheit ist durch Wissen nicht zu ersetzen und etliche Airbags schützen vor absoluter Dummheit leider auch nicht, z.B. wenn man mit 200 Sachen gegen eine Mauer knallt.

    • DAMerrick
      27. Februar 2011

      Ok, manche Arbeitsbereiche verlangen natürlich den UNIX-Unterbau. Ist bei uns nicht anders.

      Snow Leopard ht gegenüber Windows ja einen Vorteil:
      Im Grunde kann man es solange nutzen wie man will. Aufgrund der geringen Popularität und der fehlenden Online-Überprüdung muss es nict zwangsweise ersetzt werden wie es bei Windows der Fall ist.

      In dem Sinne: Melde mich in 5 Jahren und werfe mal einen nostalgischen Blick auf dein System. 😉

    • bernd
      27. Februar 2011

      Was ist eigentlich so schlimm daran ein betagteres System zu nutzen, wenn es wie geschmiert läuft?

  5. Emma
    27. Februar 2011

    Ah, hatte gerade die Möglichkeit das neue OS kurz zu testen. Na wenn sich da nicht mehr viel ändert …
    Zudem empfinde ich persönlich die neuen UI-Änderungen als äußerst hässlich (klicki-bunti triffts da ganz gut ^^). Das Scrollen ist (wie erwartet) verwirrend (gut man gewöhnt sich sicher daran, wenn man jedoch nicht nur mit 10.7 arbeitet sehe ich da keine Vorteile und eine Umkehrfunktion hab ich auch nirgends gefunden …). Mission Control könnte nützlich sein (trifft aber nicht meinen Geschmack), Launchpad ist wohl wieder so eine Apple-App, die wohl niemals von mir verwendet wird (finde ja nichts komfortabler als das Starten von Apps via Spotlight bzw. Alfred). AirDrop konnte ich nicht ausprobieren (kein Gerätepartner). AirPort heißt ja jetzt Wi-Fi (kauft euch dann ja auch alle das neue Wi-Fi Express ^^). iCal ist ok, Mail sieht zwar anders aus, aber verbessert sich dadurch auch die Gmail-Kompatibilität? Bezweifle ich … Das neue Adressbuch, ja, wems gefällt bitte, ich muss es jetzt nicht unbedingt so realitätsnah haben (und auch hier: so schön find ichs dann auch wieder nicht, das hätte Apple besser machen können) …

    Das Konzept mag bei den iTouch Geräten ja aufgehen, am Desktop Mac finde ich das ganze dann aber doch etwas unpassend. Wie gesagt, hatte nur kurz die Möglichkeit (vorerst) zum Testen, aber was ich sehe mag ich nicht, jedenfalls werde ich an Snow Leopard festhalten bis es wirklich nicht mehr möglich ist.

    Für den Professionellen Bereich sehe ich da keinen guten Ausblick …

    Reply
    • Giesbert Damaschke
      1. März 2011

      > klicki-bunti triffts da ganz gut ^^)

      äh – nein. Das Interface ist eher farbneutraler und weniger bunt geworden. Das kann man schon an den Screenshots sehen, die so durchs Netz geistern, dafür muss ich kein NDA brechen 8-).

      > ich da keine Vorteile und eine Umkehrfunktion hab ich auch nirgends gefunden

      Hm, wo könnte das bloß sein? Vielleicht unter „Systemeinstellungen > Maus“ bzw. “ > Trackpad“. Hmm.

  6. DAMerrick
    27. Februar 2011

    Ich hasse die Antwort-Funktion auf dieser WEbsite. Die ist so kurz…

    @bernd
    Solange das System läuft und man nicht gezwungen ist umzusteigen tut man das auch nicht. Das siehst du ja schon bei den meisten Unternehmen. Die auch nicht alle 2 JAhre umsteigen nur weil ein neues System da ist.

    Schlecht ist es wenn das Alte vom Hersteller gar nicht mehr unterstützt wird (Keine Updates), wenn kein Support mehr geleistet wird, wenn neue Geräte/Software nicht kompatibel sind und/oder wenn neue Standards nicht unterstützt werden.

    Je nach Unternehmen und Anwender ist das unterschiedlich. Es gibt Firmen die testen und setzen dann schnell auf das Neue wenn es funktioniert. Andere sind so scheu das sie heute noch mit dem IE6 ins iNternet gehen einfach weil sie sagen „das läuft doch“. Unabhängig davon dass der IE eine Scheune ohne Tor ist und nichts von dem unterstützt was heute Internet und COmputerstand ist.

    Mal von mir gesagt, ich befürchte maximal 3 oder 4 Jahre dann wird ein Umstieg unumgänglich sein. Das wäre dann der Nachnachfolger und wer weiss was es dann für Computer- oder INternetstandards gibt die dann von Apple einfach bei Snow Leopard nicht mehr unterstützt werden. Und Apple ist ja so schon kein Unternehmen das Longterm-Support ala Microsoft bietet.
    Und 4 Jahre gehen schnell rum. Da ist es gut sich schon jetzt Gedanken zu machen.

    Wie gesagt, solange das alte System läuft ist es nciht so schlimm.
    Je nach Anwendungsbereich kann aber schon ein wegfallender Support den Ausschlag geben. Ansonsten spätestens wenn das System benötigte Standards oder Software nicht mehr unterstützt.

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      27. Februar 2011

      Ich hasse die Antwort-Funktion auf dieser WEbsite. Die ist so kurz…

      Worauf beziehst Du Dich, auf die beschränkte Thread-Tiefe?

    • DAMerrick
      27. Februar 2011

      Bien entendu.
      (Selbstverständlich)

    • Martin (MacMacken)
      27. Februar 2011

      Leider ein schwieriges Thema … ich könnte die Thread-Tiefe selbstverständlich erhöhen, aber die Spalten werden dann zu schmal. Vielleicht gewähre ich mehr Thread-Tiefe, wenn ich ein breites Einspalten-Layout umsetze – früher oder später! 🙂

    • DAMerrick
      27. Februar 2011

      Ok, zum Glück sieht das jeder.
      Nur die Antwort-Funktion hinterlässt manchmal leicht unbewusst den Eindruck als wenn man keine Lust merh hätte zu antworten.

      Naja, macht ja nichts.
      À demain.

  7. der Denkende
    27. Februar 2011

    wegen den AGB gar nicht nutzen darf

    Dachte ich auch immer, aber dem ist nicht so.
    Nur ist man als Geschäft/Schule/etc. dann an die Verpflichtungen gebunden es nur auf einem Gerät zu installieren etc. , eben doch ein Witz…. 🙁

    Reply
  8. Mark
    28. Februar 2011

    Da ich leider keinen Mac Developer Account habe, kann ich über die Preview nichts sagen, aber die meisten Änderungen erscheinen mir doch wohl eher optional oder? Letztendlich kann man doch genau so weiter machen wie bisher, oder täusche ich mich? (Von Servergeschichten mal abgesehen, mit denen ich aber auch nichts zu tun habe.) Vollbild Modus (vollkommen sinnlos, denn wie oft nutzt man schliesslich drag&drop?) und dieses Launchpad muss man doch nicht benutzen. Mission Control ist doch wohl nichts anderes als Exposé in grün. So lange cmd-tab noch funktioniert, ich den Finder weiter benutzen kann wie gewohnt, ich Ordner ins Dock legen kann und der Klickikram keine Pflichtveranstaltung wird, ist die Welt für mich in Ordnung.

    „Back to Windows/Linux“ geht für mich „leider“ nicht. Erstens fehlt auf diesen Systemen in meinem Bereich tatsächlich die Software und zweitens habe ich vom Amiga und ST in 1991 geswitched und win/linux ausgelassen 😉

    Reply
    • nggalai
      1. März 2011

      Es ist immer eine Frage der vorhandenen Ressourcen in einem Unternehmen. Schon bei 10.510.6 wurde gestänkert, dass da wohl alle fähigen Entwickler in die iOS-Abteilung verschoben wurden und es deshalb so langsam mit den Bugfixes voran ging – und dann Snow-Leopard mit „0 new features” beworben wurde. Die Trägheit, mit der Apple auf gemeldete Sicherheitslücken in verwendeten Komponenten reagiert ist mittlerweile legendär. Das liegt sicher nicht am Willen, sondern eher daran, dass einfach nicht genug Leute da sind, um sowohl iOS als auch OS-X weiterzuentwickeln sowie intensiv zu pflegen. Apple hat nicht die Massen an Programmierern, die Microsoft auf dem Campus beherbergt.

      Die Furcht, dass mit dem Fokus auf iOS-ähnliche Funktionen in Lion andere Dinge auf der Strecke bleiben könnten dürfte verständlich sein. Viel kritischer finde ich aber das folgende Szenario:

      Wenn Apple eine Funktion wie z.B. „Vollbild“ pusht reicht eine vergleichsweise kleine kritische Masse an populären Entwicklern/Studios aus, um schlussendlich jeden Entwickler zu „zwingen“, ebenfalls Zeit und Energie eher auf diese Funktionalitäten als auf andere zu konzentrieren. Dass dann gegebenenfalls andere Funktionen auf der Strecke bleiben können ist naheliegend.

      OS-X hat ein großes Ökosystem an Bezahlsoftware von Kleinst-Studios, oft 1-3 Mitarbeiter. Zieht Apple mit dem Fokus auf Multitouch-Gesten und anderen iOS-zentrischen Dingen ein entsprechendes Klientel an müssen diese Kleinst-Studios folgen, um am Markt bestehen zu können.

    • DAMerrick
      1. März 2011

      Dann soll Apple endlich in die Entwicklung und Programmierung investieren. Schon dass das Unternehmen mit knapp 40,000 Mitarbeitern groß geworden ist. JEtzt müssen sie eben wie MS noch 5,000 oder 10,000 einstellen damit sie auch da bleiben.

      Anders hat MS sein System auch noch verbessert. Apple sollte sich mal was von MS abkucken, zum Beispiel das Vier-Augen-Prinzip beim Programmieren. Sie fangen ja wenigstens an ein paar Sicherheitsexperten hinzuzuziehen damit die Scheune Mac OS wenigstens ein Tor bekommt.

    • Martin (MacMacken)
      1. März 2011

      Das liegt sicher nicht am Willen, sondern eher daran, dass einfach nicht genug Leute da sind, um sowohl iOS als auch OS-X weiterzuentwickeln sowie intensiv zu pflegen. Apple hat nicht die Massen an Programmierern, die Microsoft auf dem Campus beherbergt.

      Sind solche Dinge denn keine Willenssache?

      OS-X hat ein großes Ökosystem an Bezahlsoftware von Kleinst-Studios, oft 1-3 Mitarbeiter. Zieht Apple mit dem Fokus auf Multitouch-Gesten und anderen iOS-zentrischen Dingen ein entsprechendes Klientel an müssen diese Kleinst-Studios folgen, um am Markt bestehen zu können.

      Stimmt, aber heisst es nicht jeweils, gerade solche Anbieter würden vom neuen Mac App Store profitieren?

    • nggalai
      1. März 2011

      Sind solche Dinge denn keine Willenssache?

      Für besagte Kleinunternehmen ja. Nicht für einen börsenkotierten Konzern.

      Stimmt, aber heisst es nicht jeweils, gerade solche Anbieter würden vom neuen Mac App Store profitieren?

      Ich sehe jetzt gerade nicht den Zusammenhang. 🙁 Ich spreche davon, dass Apple in eine Richtung drückt, der auch Einzelmannbetriebe folgen müssen, falls sie „durchkommt“. Und dass entsprechend Zeit fürs Optimieren auf XY draufgeht, die man auch wo anders einsetzen könnte.

    • Martin (MacMacken)
      1. März 2011

      Für besagte Kleinunternehmen ja. Nicht für einen börsenkotierten Konzern.

      Bei Kleinunternehmen ist es Willenssache, wie viele Mitarbeiter sie wo beschäftigen, bei einem Grosskonzern hingegen nicht?

      Ich spreche davon, dass Apple in eine Richtung drückt, der auch Einzelmannbetriebe folgen müssen, falls sie „durchkommt“. Und dass entsprechend Zeit fürs Optimieren auf XY draufgeht, die man auch wo anders einsetzen könnte.

      Klar, aber diese Anbieter haben sich freiwillig für die Apple-Welt entschieden – mit den bekannten Nachteilen. Als Vorteil wird ihnen Apple aber wohl schmackhaft machen, dass dank dem App Store auch kleine Anbieter in der Apple-Welt gut leben können.

    • nggalai
      1. März 2011

      Bei Kleinunternehmen ist es Willenssache, wie viele Mitarbeiter sie wo beschäftigen, bei einem Grosskonzern hingegen nicht?

      Wenn es um die 5000 zusätzlichen Entwickler geht, die hier in der Unterdiskussion genannt wurden, ja. 😉

  9. dash
    28. Februar 2011

    echt schade, aber man hat es irgendwie kommen sehen die ganze sachen…

    Reply
  10. Andres
    28. Februar 2011

    Mal gucken, mit welche heißer Nadel diese Beta wirklich gestrickt wurde. Da kann sich noch viel tun. Und das hoffe ich auch. Mobile Geräte benötigen selbstverständlich ein anderes OS als der stationäre Rechner. Sie sollen ja überhaupt bedienbar gemacht werden. Dass jetzt offenbar daraus die Umkehr gemacht wird, halte ich für totalen Quatsch.

    @Mark: Ich hoffe auch, dass die neue Optik mit den „unschlagbaren“ Features optional sein wird. Ich kann damit adhoc wenig anfangen und frage mich allmählich, ob es dann zum Standard werden soll, dass die Maus ausgedient und nur noch per Touchpad gearbeitet werden wird…

    Blöd, dass mein Rechner Ende des Jahres abgeschrieben sein wird, dann möchte ich schon gerne einen neuen haben. Aber vielleicht dann ja im Windows / Linux Bereich 😉

    Reply
    • Nostra
      28. Februar 2011

      Ich hab das Gefühl, dass hier jeder besser meckern will als der andere. Wie immer… „Früher war alles besser.“ Dann behaltet doch das alte und macht einfach kein Update ! Behaltet Aperture 2 oder besser noch 1. Das war doch eh viel besser… Und 10.4 war ja auch viel besser als 10.5. (siehe Meinungen oben)

      Wenn es alles besser war: Bleibt doch einfach stehen. Eure Kunden / Freunde können auch 11 Jahre alte Word Dateien öffnen.

      Deutschland ist ein Land voller Meckerköpfe auf höchstem Niveau! Siehe Bewertungsunterschied im AppStore zu FaceTime Deutschland USA
      Deutschland 1,5 Sterne
      USA 4,5 Sterne

      Und weil ich auch deutscher bin hab ich jetzt auch gemeckert… Is ja wieder typisch !

    • 2called-chaos
      28. Februar 2011

      Deutschland ist ein Land voller Meckerköpfe auf höchstem Niveau! Siehe Bewertungsunterschied im AppStore zu FaceTime Deutschland USA
      Deutschland 1,5 Sterne
      USA 4,5 Sterne

      Du vergleichst jetzt nicht ernsthaft den Intellekt der deutschen mit dem der Amerikaner auf Basis einer Bewertung eines Produkt welches 0 innovativ ist/war?

    • Martin (MacMacken)
      28. Februar 2011

      @Andres: Mac OS X «Lion» geht ganz offensichtlich einen grossen Schritt in Richtung Touchscreen-Nutzung auch auf dem Mac, man merkt es an allen Ecken und Enden, nicht nur beim Scrollen entgegen der bislang gewohnten Richtungen … ich hoffe, Apple versieht die entsprechenden Glas-Spiegelbildschirme dann wenigstens mit einer Reinigungsfunktion! 😉

    • Arno Nym
      28. Februar 2011

      Hat Apple nicht mal zum Thema Touchscreen am Desktop behauptet es sei völlig unpraktikabel?

    • Martin (MacMacken)
      28. Februar 2011

      Je nach Hardware ist Touch-Bedienung auch für grössere Geräte praktikabel. Jedenfalls ergibt vieles in «Lion» nur Sinn, wenn man auch an Touchscreen-Bedienung denkt.

    • Arno Nym
      28. Februar 2011

      Tablet Convertibles lassen sich sehr gut befummeln und ich warte eigentlich schon seit Jahren auf erschwingliche Desktop-Monitore, die dieses Konzept in Punkto Ergonomie verfolgen:

      http://www.wacom.eu/index2.asp?lang=de&pid=95

      Aber vielleicht will Apple auch nur die Trackpad-Manie pushen? 🙂

    • Andres
      28. Februar 2011

      @Martin: Aber ich finde, es ist immer noch ein gravierender Unterschied, ob ich auf einem knapp 4 oder knapp 10 Zoll großen Bildschirm vor mich hinwische, als wenn ich das über ein Trackpack auf dem 27-Zöller machen soll.

      Hab mir gerade ein kurzes Video über Lion angeschaut und muss sagen, dass das von der Usability eher ein Rückschritt ist. Warum soll ich im Finder die Ansicht nicht mehr per Klick, sondern per Wischgeste ändern?

      @Nostra: Stimmt schon, früher war sogar die Zukunft besser, für den Apfel gilt das aber nur bedingt 😉

    • Martin (MacMacken)
      28. Februar 2011

      @Martin: Aber ich finde, es ist immer noch ein gravierender Unterschied, ob ich auf einem knapp 4 oder knapp 10 Zoll großen Bildschirm vor mich hinwische, als wenn ich das über ein Trackpack auf dem 27-Zöller machen soll.

      Klar, aber es sind ja andere Formen denkbar – gerade auch bei den MacBooks, quasi Tablet-PCs, aber brauchbar …

      Hab mir gerade ein kurzes Video über Lion angeschaut und muss sagen, dass das von der Usability eher ein Rückschritt ist. Warum soll ich im Finder die Ansicht nicht mehr per Klick, sondern per Wischgeste ändern?

      … vieles wird in «Lion» gewöhnungsbedürftig sein – mal sehen, was es alles in die definitive Version schafft.

    • Giesbert Damaschke
      1. März 2011

      > ich hoffe, Apple versieht die entsprechenden Glas-Spiegelbildschirme dann wenigstens mit einer Reinigungsfunktion!

      da Apple richtig erkannt hat, dass es völlig blödsinnig ist, einen Desktop-Monitor mit Touch zu bedienen, wird das Problem nicht auftauchen ;-).

      Die MacBooks haben nicht zufällig ein so großes Touchpad. Und Apple hat nicht aus Jux und Dollerei plötzlich ein Bluetooth-Touchpad im Angebot.

  11. Emma
    28. Februar 2011

    Man muss Launchpad nicht nutzen, das ist richtig. Aber dann möchte ich es wenigstens aus dem Dock entfernen können. Hoffentlich in der finalen Version …

    Reply
  12. chris
    1. März 2011

    vielleicht wird apple durch lion endlich mitbekommen das iphone und macs zwei unterschiedliche sparten sind. es könnte auch passieren das die macs wieder aus dem rampenlicht geschuppst werden und apple eine talfahrt hinlegt, wie zu zeiten vor steves rückkehr. irgendwie wünsche ich mir das auch, das apple so richtigen bockmist baut. die ganzen apple/mac-prestige user auf etwas anderes umspringen und sich die designer und ingeneure bei apple mal wieder auf innovatives ideen einlassen und sich die zeit nehmen es diese ideen zu prüfen. eignetlich machen die user apple kaputt. jeder erwartet im september neue ipods. im juni iphones und im ersten quartal macbooks. apple stellt sich mit diesem produktzyklus selbst ein bein. denn gutes braucht auch heute noch seine zeit.

    solange ich noch einen PPC bei mir stehen habe werde ich sowieso leo nutzen (müssen).

    Reply
  13. DAMerrick
    1. April 2011

    Ubtuntu haut ja inzwischen in die gleiche Kerbe. Bald kommt die neue Version, ebenfalls mit einer Klicki-Programmi-Oberfläche. Weg von den Einstellungen, weg von den Optionen Programme und Anwendungen zu finden. Hin zu dem „Das wichtigste auf einen Blick. Das Wichtigste ist das was man auf der Couch braucht. Alles andere ist was für Profis. Und die wollen wir nicht.“

    Gibt schon Gedanken Ubuntu durch Kubuntu oder gleich Windows zu ersetzen.

    Nur so viel dazu das Apple ncht der Einzige ist.
    Zum Glück haben wir die Macs im benötigten Bereich gerade erst erneuert. Und vielleicht kommt Apple in den nächsten Jahren wieder zur Besinnung wenn 2016 wieder ein Update ansteht.
    Ansonsten wird es dort auch zu Windows wechseln müssen.

    Und ich persönlich… weiss noch nicht.

    Reply

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