Neue Funktionen in Mac OS X «Lion» à la Microsoft Windows

Apple kopiert lernt von Microsoft und umgekehrt. So auch beim kommenden Mac OS X «Lion», das voraussichtlich zahlreiche Neuerungen mit sich bringt, die für Microsoft Windows-Benutzer seit Jahren selbstverständlich sind:

[…] It’s worth pointing out that quite a few of the new features in Lion have been available in Windows for years. For example, Lion is adding full-disk encryption to FileVault; that was added to Windows in 2006 as part of Windows Vista. (It’s called BitLocker.) Lion includes a feature called AirDrop, which lets users „copy files wirelessly from one Mac to another with no setup“; this is essentially a dumb version of Windows Live Mesh. Versions, a new feature that „automatically saves successive versions of your document as [its created],“ is of course Apple’s version of Previous Versions, which we’ve had since Vista too. (In fact, the server-based version of this dates back to Windows Server 2003, from almost a decade ago.) And the new Mail layout, while modeled after Mail in iOS, utilizes a paned UI that Microsoft’s been using in Hotmail, Outlook, and Windows Live Mail for several years.

(Gelesen bei «Paul Thurrott’s SUPERSITE for Windows», wobei sich der lesenswerte Artikel vor allem damit befasst, was Apple und Microsoft voneinander lernen können.)

25 Comments

  1. ad
    2. März 2011

    Now we weren’t the first to this party, but we’re gonna be the best.
    Just like cut and paste.

    Steve Jobs, 2010

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      5. März 2011

      Leider ist es bei Apple häufig nicht so, sondern Software und Hardware reift nach dem Bananenprinzip bei Kunden – Apple ist ein Design-Unternehmen, aber Qualität kann man von Apple üblicherweise erst im zweiten oder dritten Anlauf erwarten …

    • Martin (MacMacken)
      6. März 2011

      Dito hoffentlich auch für Kopieren und Einfügen, denn auch die aktuelle Umsetzung ist noch äusserst mangelhaft – jedenfalls im Vergleich zur entsprechenden Funktionalität auf einem Desktop-PC, wo Kopieren und Einfügen von Text äusserst effizient möglich ist. Auf iOS-Geräten hingegen insbesondere das Auswählen von Text sehr aufwendig … 🙁

  2. 2called-chaos
    2. März 2011

    Gibt es eigentlich eine Stelle an der man ernsthaft und definitiv berücksichtigte Vorschläge machen kann? Mir fallen einige Dinge ein die OS X sowas von aufwerten würden aber man hat irgendwie das Gefühl, dass die Feedback Formulare auf der Appleseite jeglichen Input direkt nach /dev/null verschieben :/

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      2. März 2011

      https://bugreport.apple.com/

      Aber: http://www.macmacken.com/2008/01/11/ist-apple-nicht-an-fehlermeldungen-interessiert/

      In letzter Zeit scheint aber wieder mit höherer Priorität an Mac OS X-Fehlern gearbeitet zu werden, teilweise kommen die Rückfragen beängstigend schnell.

    • 2called-chaos
      2. März 2011

      Hmm das sieht ja schonmal …. naja hässlicher aus als das Feedback ding aber wenn es beser funktioniert 😉

      Aber ich habe ja nicht unbedingt Bugs sondern neue Features und Ansätze nur möchte ich auch ein Feedback dazu bekommen und ggf. auch meine Anliegen weiter erläutern (denn es kommt zwangsläufig nicht immer so rüber wie man sich das denkt). Also ich meine teilweise „richtige“ Konzepte mit Screenshots, Zeichnungen, erklärenden Texten und anderen Präsentationsmitteln.

    • WM
      5. März 2011

      apple.com/feedback

  3. Christian
    2. März 2011

    Naja, wichtiger aber ist wohl die Ausführung der Funktionen, damit User sie auch benutzen. Da denke ich liegt OS X vorne.

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      5. März 2011

      Je nach Funktionen … auch Apple hat Misserfolge zu verzeichnen, «Stacks» ist ein Beispiel, das mir dafür spontan einfällt.

    • Arno Nym
      7. März 2011

      Auch hier finde ich, dass beide Systeme ihre Stärken und Schwächen haben. Ich schätze es sehr, dass bei Windows wirklich jede UI-Funktion auch mit der Maus erreichbar ist. Somit bieten sie sich permanent an. Wobei man bei OSX nach einigen guten Features nur durch zufall stößt, außschließlich via Shortcuts erreicht usw.

      „Messy window management. For an OS that is incorrectly described as being „easy to use“ and „intuitive,“ Mac OS X has picked up a lot of crazy cruft over the years. And the best example of this stuff is the myriad of window management utilities that have cropped up. I’m sure there are 6 or 7 power users somewhere who actually use this stuff. But separate UIs for features like Exposé, Dashboard, and Spaces is, well, insane. And there’s no way normal people are using this stuff. They’re indiscoverable, inscrutable, and hard to learn.“

      Windows ist an einigen Stellen halt intuitiver als OSX, wie auch OSX teils gegenüber Windows.

  4. Asmus
    2. März 2011

    Das ist ja toll, da schreibt der Kerl über zukünftig implementierte Features, deren tatsächliche Funktion er meint den vagen Texten der Apple-Seite entnehmen zu können, grandioser Journalismus (ich will kein NDA brechen, aber was er da beschreibt ist na sagen wir mal vorsichtig: falsch).
    Das ist übrigens auch der gleiche genial Thurrott, der im April 2010 verkündete „Anyone who believes [the iPad] is a game changer is a tool“ und von dem (so meine ich mich zu erinnern) auch ursprünglich die Idee kam das iPad wäre nur für content consumption nicht content creation geeignet. Der Kerl hat mal echt ne Ahnung! 😀

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      2. März 2011

      Das ist ja toll, da schreibt der Kerl über zukünftig implementierte Features, deren tatsächliche Funktion er meint den vagen Texten der Apple-Seite entnehmen zu können, grandioser Journalismus (ich will kein NDA brechen, aber was er da beschreibt ist na sagen wir mal vorsichtig: falsch).

      Inwiefern liegt er falsch? Und was, wenn nicht Apples eigene Ankündigungen, sollte er zur Grundlage für seinen Vergleich nehmen?

      Das ist übrigens auch der gleiche genial Thurrott, der im April 2010 verkündete “Anyone who believes [the iPad] is a game changer is a tool“ und

      Das muss sich erst noch zeigen – im Gegensatz zum iPhone beispielsweise … und falls doch, so muss man sich eingestehen, dass niemand die Zukunft zuverlässig genug vorhersagen kann …

      von dem (so meine ich mich zu erinnern) auch ursprünglich die Idee kam das iPad wäre nur für content consumption nicht content creation geeignet. Der Kerl hat mal echt ne Ahnung!

      … ich sehe das iPad auch primär als Gerät für das Konsumieren von Inhalten. Man kann selbstverständlich auch mit dem iPad Inhalte erstellen, aber für fast alle Inhalte ist ein iPad lediglich ein Notbehelf im Vergleich zu einem Notebook der Desktop-PC.

    • Asmus
      2. März 2011

      Wie gesagt, die Features von Lion unterliegen einem NDA=non disclosure agreement (aber wenn du selbst dich auf die Suche zum Beispiel nach AirDrop und anderen Features machst, findest du z.B. http://www.tidbits.com/article/11993 und erkennst wie z.B. Air Drop nix mit Synchronisation zu tun hat und tatsächlich etwas komplett neues ist).

      Vielleicht ist das so genau aber auch nicht wichtig, denn hauptsächlich stört mich eben die Art, zu nicht veröffentlichten (also wahrscheinlich noch nicht spruchreifen) Features einen Vergleich aufzustellen ohne das Produkt selbst zu kennen (wenn er denn wenigstens eine Trefferquote hätte) und dank diverser Ads auch noch Geld damit zu verdienen.

      zu game changer: Ist dir nicht aufgefallen wie sehr (seit dem iPad, davor eben nur marginal) Tablets bei fast allen Herstellern angesagt sind? Ich meine da dementsprechend also ein *größeres* Wachstum als bei (Touchscreen-)Smartphones zu erkennen, wo der Rest der Industrie noch mehr pennte…

      zu Vorhersagen: Es gibt durchaus Blogger die in der Lage sind mit Hilfe von (teilw. verlässlichen) Quellen zu arbeiten und nicht nur rein spekulativ. (Und erstaunlicherweise schalten viele davon sogar keine Werbung)

      zum Konsumieren: Es gibt mittlerweile fürs iOS so viele Apps, die in der „normalen“ Computerwelt keine Entsprechung finden, gerade auch in der nicht nachahmbaren Funktionsweise und der Bedienungsfreundlichkeit.
      Es geht beim Erstellen von Inhalten halt meiner Meinung nach beim Großteil der Anwender nicht um den Funktionsumfang, sondern um ein Absenken der Hemmschwelle überhaupt erst mal Content zu erzeugen. Dort sind die iOS (und Android) Apps halt Trendsetter.

    • Arno Nym
      7. März 2011

      Der Herr behauptet nicht, dass AirDrop etwas mit Synchronisation zu tun hätte. Dass AirDrop eine Datei ad hoc überträgt macht für den Kunden keinen großen Unterschied. Windows Live Mesh bildet den selben Nutzen ab.

      Das Interesse an Slates war auch vor dem iPad sehr groß. Nur hat Apple durch die Verwendung eines Smartphone-Beitriebssystems den Mitbewerb mal eben vor dem Kopf gestoßen.
      Aber generell ist festzustellen, dass durch die technische Machbarkeit die Zeit für Slates endlich reif war. Vorher waren nur Tablet Convertibles wirklich praktisch, die wegen ihres sehr hohen Preises „nur“ zweistellige Marktzuwächse erreichten. Nun liegen Slates hoch im Trend. Dank der nun wirklich leistungsfähigen SoC-Technologie.

      Dass man auf Slates Inhalte erstellen kann, heißt noch nicht, dass sie hier einen großen Mehrwert bzgl. „game changer“ darstellen. Zeichnen, Texten, Bildbearbeitung, Schneiden, Musizieren stellen auf einem Slate momentan einen gigantischen Kompromiss dar und die meisten User werden es als Spielerei zwischendurch betreiben.
      Wenn wir vom primären Nutzen sprechen, müssen wir auch immer den professionellen Aspekt betrachten.

    • Asmus
      8. März 2011

      Es wird behauptet, Air Drop würde eine bereits vorhandene Funktion kopieren, dem ist nicht so.

      Die Tatsache, dass mittlerweile der Trend bei fast allen großen Computerherstellern ist, Tablets/Slates zu produzieren und diese auf allen Messen als Hauptprodukt zu präsentieren, sagt doch implizit, dass sich die Ausrichtung geändert hat, oder etwa nicht? Und dass Tablets eben nicht PCs im Kleinformat darstellen und damit nicht dieselbe Funktion bieten, bestreitet ja keiner. Es ist eben eine neue Art von Geräten! Ich glaube auch Apple selbst wusste bei der Vorstellung der ersten iPad-Generation nicht genau, was sie da entwickelt haben, daher priesen sie auch groß die PC-ähnliche-Funktion von Numbers, Keynote, etc. an. Heutzutage haben sie erkannt dass das Gerät einem vollkommen neuen Kundenkreis ermöglicht, Kreativ zu sein. Ich glaube z.B. kaum dass sich jeder gleich ein Musikinstrument kauft oder die große Musiksoftware anschmeißt, wenn er nur mal „rumspielen“ will. Aber eben genau durch dieses „rumspielen“ bewirkt das iPad hier definitiv einen Abbau der Hemschwelle, wie m.E. noch kein Gerät (in diesem Sektor) zuvor.

    • Martin (MacMacken)
      8. März 2011

      Es wird behauptet, Air Drop würde eine bereits vorhandene Funktion kopieren, dem ist nicht so.

      … sondern?

    • Asmus
      9. März 2011

      @MacMacken: Ich hatte doch schon oben den TidBits-Artikel verlinkt, da stehts drin! Aber meinetwegen noch einmal anders formuliert: wo ist die Funktion in Windows Live Mesh, die auch bei bereits bestehender W-Lan-Verbindung ermöglicht ein gesichertes Ad-Hoc-Netzwerk *zusätzlich* aufzubauen, das Datenaustausch ohne großartige Konfiguration ermöglicht?

    • Arno Nym
      9. März 2011

      Zero Config Data Transfer zwischen unterschiedlichen Geräten ist bei AirDrop und Live Mesh geboten. Der Nutzen ist der gleiche.
      Filesharing bleibt auch Filesharing; ob nun via Torrent oder eMule. Auto bleibt Auto; ob nun Audi oder Mercedes. Wenn ein Hersteller seine Fahrzeuge mit Luft fahren lässt, heißt es nicht, sie würden das Automobil neu erfinden.

    • Asmus
      9. März 2011

      „zero configuration“ Daten-Transfer gibt es auf Mac OS X dank zeroconf=rendevous=Bonjour schon ewig, das hier ist in der Umsetzung etwas anderes. Du kannst m.E. nicht bei zwei ähnlichen Funktionen, die auf unterschiedlichen Technologien beruhen behaupten, die eine wäre eine simple Kopie der anderen. Denn sollte jemand das erste Auto das mit Luft fährt erfinden, würde man ja wohl kaum ernsthaft behaupten er hätte das alles von Fords Model T kopiert, oder?

  5. DAMerrick
    2. März 2011

    Das wussten normale Menschen aber schon länger.
    Apple kopiert bei MS so häufig wie es MS bei Apple tut.

    Nur das MS für jede Funktion die Apple nur ähnelt gleich zusammengeschissen wird. Wenn Apple das tut ist das immer furchtbar innovativ und ein Meilenstein der Computertechnik.

    Reply
    • Arno Nym
      7. März 2011

      Schreiben Sie mal in einem einschlägigen Forum für Apple-Freunde, dass der Zurück-Button viel früher bei Windows zu sehen war. Bereits bei SPON kann man dafür gesteinigt werden. 🙂

  6. Arno Nym
    7. März 2011

    Wer mehr zum Thema Apple/Microsoft Stärken und Schwächen lesen will, empfehle ich diese zwei äußerst langen aber interessanten Artikel:

    http://arstechnica.com/apple/guides/2010/10/the-21st-century-guide-to-platform-trolling-apple-edition.ars

    http://arstechnica.com/microsoft/guides/2010/10/the-21st-century-guide-to-platform-trolling-windows-sucks.ars

    Sehr gut finde ich, dass eben nicht auf Software und Features rumgehackt wird, sondern vorallem die Firmenkultur etwas genauer unter die Lupe genommen wird.

    Reply
  7. Moritz
    21. Juli 2011

    Ich habe seit kurzem Windows 7. Erst nur testweise, aber nach zwei Wochen bin ich vom Mac komplett umgestiegen – 7 hat so viele kleine Funktionen, die ich bei Mac OS schon seit Jahren vermisse. Mac OS X benutze ich dementsprechend nur noch zum Schneiden von Musik und Filmen.

    Reply
  8. Wolf Larsen
    4. August 2011

    Ich hatte mir meinen ersten Mac tatsächlich gekauft, weil er schön aussah und leise war. Die PC-Hersteller bringen bis jetzt keine ansehnlichen Rechner hin und laut sind sie auch oft. Eine Geräuschmaschine wollte ich auf keinen Fall. OS X war mir von Anfang an zu bunt. Windows 7 kenne ich von meinem Vater, das ist genau so bunt geworden. Ich mag Windows XP auch und arbeite heute noch damit. Ich denke es kommt darauf an, dass man mit seinem Rechner tatsächlich produktiv arbeiten kann und nicht aus Langeweile nach irgendwelchen vergessenen Features sucht. Irgendeiner hat immer den Längeren 🙂

    Aber das erst jetzt Mail eine Ansicht für Widescreen bekommt ist der Hammer. Wie lange gibt es Mac mit Widescreen? Ewig. Mail ist in der normalen Ansicht einfach unbenutzbar. Oft ist es auch so, dass Apple Funktionen anderer Softwareentwickler einbaut oder einfach abkupfert, denn es gab etwa Widescreen-Plugins für Mail schon. Oder Features fallen raus, etwa das Umstellen der Programmsprache mit Apfel+I auf ein Programm. Da hat der Snow Leo dann drei Features mehr die gut sind und zehn andere werden still und heimlich eingestellt.

    Die meisten Macler die ich kennen, haben aber überhaupt keine Ansprüche an ein Betriebssystem. Denen ist einfach vieles egal, man regt sich nicht auf und freut sich, wenn man von Onkel Steve was bekommt 🙂

    Wolf

    Reply

Leave a Reply