Verdrehte Fakten à la Stevenote

Seth Weintraub von FORTUNE hat – mittlerweile traditionsgemäss – für die gestrige iPad- und iOS-Keynote notiert, welche Fakten von Steve Jobs in der Präsentation falsch dargestellt wurden. Ein Beispiel:

„First dual core tablet to ship in volume.“ That’s funny, I tested a Dell (DELL) Streak 7, which had a dual core Nvidia Tegra 2 chip in January. They’ve been shipping ever since on T-Mobile.

Weitere Beispiele betreffen Samsung-Verkaufszahlen, Marktanteile und Preise. Fazit von Seth Weintraub:

I have a lot of respect for Steve Jobs and Apple’s products. It’s just a shame that all the truth-bending destroys the keynotes.

10 Comments

  1. Robert
    3. März 2011

    Ich gebe durchaus zu, das Steve Jobs Aussage schwammig ist. Aber er meint wohl das Erste Tablet in nennenswerten Stuckzahlen , und ähemmm das Dell Streak ist glaub ich keine Cash Cow 🙂

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    • Ike
      3. März 2011

      Genau, Er sprach von Masse (iPad 1 15 000 000, in die Richtung dachte er bei Masse wohl auch … ;))

    • Arno Nym
      7. März 2011

      Lest einfach mal den kompletten Beitrag von Weintraub.

      „Perhaps this has to do with Jobs‘ subjective view of ‚Volume‘ which may start at whatever numbers iPads are currently selling? And ’ship‘? Well, I don’t know.“

      Es geht nicht darum was Jobs gemeint haben könnte, sondern was seine Aussage ist. Und die ist schlicht falsch. Wer will wirklich bestimmen ab wann ein Produkt in massen verkauft wird?

  2. JürgenHugo
    3. März 2011

    Habt ihr schon mal irgendeinen Firmenboss erlebt, der bei der Vorstellung eines neuen Produktes nur die (wahren) Fakten nennt? Da gibts NUR Superlative: innovativ, innovativst, noch nie dagewesen, Super-Duper. Und der Steve kann das eben besonders gut – vielleicht weil er selbst dran glaubt….

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    • Arno Nym
      7. März 2011

      Das will auch niemand wirklich verneinen. Doch, wenn man schon mit geschwollener Brust „Fakten“ präsentiert, sollte man bei der Wahrheit bleiben. Und die ist bei Apple – hinlänglich bekannt – sehr häufig etwas schräg.

  3. AlecoXD
    4. März 2011

    ich finde es lustig dass die den rotation bzw. mute schalter jetzt als feature angeben… ist bestimmt sehr schwierig ein schon vorhandenes hardware teil so zu programieren, dass es das tut was es früher getan hat, oder auch das tut, was es jetzt tut….

    jedenfalls… keynote relevant!

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    • Arno Nym
      7. März 2011

      Wohl weil Apple bei diesem Punkt gezeigt hat, dass sie nicht immer zugunsten der Usebility entscheiden.

  4. JürgenHugo
    7. März 2011

    Ich hab ein etwas zwiespältiges Verhältnis zu Apple – kann man so sagen. Persönlich komm ich besser mit Windows zurecht. Dieses fast religiöse „Wir“-Gefühl, das ist auch nicht mein Ding.

    Ich hab mir letztens mal so´n 17″ MacBook Pro bei Remus angesehen – eins ist klar: das Teil kann man anfassen, die Materialqualität und Haptik sind gut. Das fällt vor allem auf, weil viele Notebooks mit Win mies verabeitet sind. Wenn eine andere Firma Notebooks mit Win für gleiche Preise anbietet, könnten die genauso gut sein. Werden aber wohl nicht (oder nur von Geschäftskunden) gekauft.

    Gewisse Sachen gefallen mir überhaupt nicht: „kein Sex auf dem iPhone/Pad“ – das ich nicht lache. DAS kann selbst der Steve nicht verhindern. Mit iTunes vom PC aus Gerät? Ja – zurück? Muß man schon tricksen. In Safari mit den Daumentasten vor/zurück? Ist nich – das kann selbst der IE…Ich schätze, viele Leute reden sich vieles schön – oder denken: „Ist eben so – also passt das…“

    JETZT soll wohl endlich eine Funktion kommen, das man die Cursor-Speed auf halbwegs vernünftige Werte stellen kann – OHNE Tricks oder Tools. Gut – bei Win ist mir die schnellste Einstellung auch zu lahm. Aber da gibts schwungweise Mäuse, die das locker erledigen.

    Die MightyMouse? Ich sag nur: Scrollball. Die MagicMouse? Sie sieht gut aus – in der Vitrine. Ergonomisch eine Katastrophe, die Maus“füße“ sind Riesenlatschen. Mäuse können die nicht.

    Die Keyboards find ich gut. Also mach ich das „systemübergreifend“. Seit geraumer Zeit benutz ich Apple-Keyboards und MS-Mäuse. An Mac UND PC – man muß sich halt das beste von zwei Welten rauspicken.

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    • Arno Nym
      7. März 2011

      Auf dem Notebook-Markt sind die Vergleiche tatsächlich extrem schräg. Da werden Müllbooks für 400 € mit Macbook Pros verglichen, die das dreifache kosten.

      Dass z.B. Fujitsu, Dell, Lenovo und HP auch extrem gute Notebooks konstruieren fällt immer unter’m Tisch, da kaum ein Heimanwender für ein Windows-Notebook 1000 € oder mehr ausgeben würde. Da ist der Deutsche dann doch zu geizig. Seit ich mehrere Jahre in einem Systemhaus gearbeitet habe, welches IBM Business Partner und Lenovo Store ist, bin ich von den ThinkPads schwer begeistert. Die ThinkPad T- und X-Series sind, wenn man bei den Aktionsangeboten zuschlägt, wesentlich günstiger und bieten eine mindestens ebenwürtige Qualität in Design, Verarbeitung, zusätzlicher Software und Support.

      Die Macbook Pros sind nicht übel, schon klar. Doch meinen ThinkPad x200 Tablet Convertible mit Multitouch-Display und Digitizer möchte ich nicht tauschen. Es ist natürlich auch immer Geschmacksache. Dem einen gefällt das schwarze Understatement der ThinkPads, der andere findet es altbacksch. Es soll aber auch gesagt sein, dass die Premium-Notebooks der Windows-PC-Fraktion primär dazu bestimmt sind Business Needs zu befriedigen. Da lässt sich halt das Laufwerk gegen einen weiteren Akku oder einer Festplatte wechseln oder ein Disaster Recovery mit nur einem Knopfdruck bewerkstelligen.
      Ich habe übrigens noch nicht darüber gelesen, dass Apple-Notebooks Hausbrände oder Flutkatastrophen überlebt haben. So, genug Werbung, jetzt. 😉

    • JürgenHugo
      8. März 2011

      Wohl wahr – aber man kanns trotzdem schaffen: dicker Hammer – 1-3x Finne, 1-3x Bahn – DA nutzt auch Knopfdruck nix mehr. Weil der Knopf gar nicht mehr da ist…

      Aber Spaß beiseite: ich bin eher die „Desktop-Fraktion“ – ich habe selber kein Notebook. Für meine Verhältnisse „passen“ Desktops einfach besser. Aber da gibts ja auch die „feinen“ Unterschiede. Bißchen was muß man schon hinlegen, um brauchbare Qualität zu kriegen. Und ein wenig drauf achten oder selber mit konfigurieren. Wenn ich nur die Mäuse sehe, die manche Leute benutzen – ei wei…

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