Metadaten-Verlust à la Apple Aperture

Wird Aperture von Apple via Mac App Store zum Schnäppchenpreis verramscht lizenziert, weil die Applikation App nur noch so halbwegs im Wettbewerb geben Adobe Phtoshop Lightroom bestehen kann?

Berühmt-berüchtigt sind die zahlreichen Aperture-Macken im Zusammenhang mit Metadaten. Auf der verlinkten Seite (noch) nicht erwähnt wird folgende Macke, die von wenig Sorgfalt bei der Aperture-Entwicklung zeugt:

Man importiert ein Video in Aperture und exportiert es wieder — ohne jedes Bearbeiten. Im Ergebnis gehen alle bestehenden Metadaten verloren … 🙄

9 Comments

  1. wazi
    4. April 2011

    Ich glaube, das ist eine Einstellungs-Sache. Ich werd das heute Abend mal probieren. Bild mir aber ein, dass es bei mir geklappt hat.

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  2. DAMerrick
    4. April 2011

    Aperture ist etwas für den Profibereich. Und den lässt Apple doch schon etwas länger ganz links liegen. Schade eigentlich, Aperture war immer sehr gut aber nach ersten Tests sind wir durch die Vorstellung von Version 3 umgestiegen auf Adobe.

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    • wazi
      4. April 2011

      Also ich verwend Aperture erst seit ein paar Monaten, konnte mich bis dato aber nicht wirklich beklagen.
      Was genau kann Adobe denn besser? Bin mir nämlich noch immer unschlüssig, ob ich nicht lieber doch Lightroom verwenden möchte.

    • nggalai
      4. April 2011

      Kommt auf Deine Anforderungen, auch als Unternehmer, an. Bei Lightroom ist z.B. ein Wechsel der Hardware und OS-Umgebung auf Windows kein Problem, falls Apple in ein paar Jahren mit OS oder Hardware enttäuscht. (Und mit Crossover/WINE auf Linux nur ein kleines Problem.) Die gesamte Datenbank, alle Metadaten und Bearbeitungen bleiben erhalten, und die Lizenz ist erst noch Cross-Platform.

      Aperture ist ein klassischer Lock-in, was je nach Ausrichtung und eigener Perspektive/Anforderungen ein Problem darstellen kann, oder auch nicht. Hier jedoch ist es so, dass Aperture nicht einmal sauber mit meinen µFT-DNGs umgehen kann, der Bugreport ist noch immer hängig. Fällt Apple irgendwann als Zulieferer für mich weg darf ich so oder so die gesamte Bibliothek z.B. als 16-Bit-TIFF exportieren, weil die Bearbeitungsschritte nicht als Metadaten an andere Programme außerhalb des Apple-Universums weitergegeben werden können.

      (Fairerweise muss man auch sagen, dass besagte Bearbeitungs-Einstellungen auch nur innerhalb des Adobe-Universums erhalten bleiben. Aber dann zumindest auf mehreren OS.)

      Ansonsten ist es Geschmackssache respektive eine Frage, wie Du arbeitest. Ich mag Lightrooms Ansatz mit den Modulen und die Organisation der Einstellungen. Linsen-Korrektur oder Grain z.B. sind aus gutem Grund recht weit unten im „Entwickeln“-Modul, kosten sie doch tierisch Rechenleistung.

      So oder so scheint auch auf dem Mac die Mehrzahl derjenigen, die mit Photos Geld verdienen wollen, Lightroom klar die Nase vorn zu haben. Aktuelle Zahlen liegen nicht vor, aber in der Saison 2008-9 waren noch gut ¾ der Mac-Profis, die entweder LR oder Aperture einsetzen (also nicht CaptureOne oder einen eigenen Workflow um Photoshop rum) mit Lightroom unterwegs. Daran dürfte auch der günstige App-Store-Preis wenig geändert haben. Geht es um die Existenz des Unternehmens oder um diejenige der Selbständigkeit wiegen andere Sachen mehr als „gut in iLife integriert“ oder „gefällige Oberfläche“.

      Aber ich überlege mir gerade, Aperture doch zu kaufen. Einfach als Schnittstelle zu iLife und anderen OSX-Applikationen. Ich würde dann allerdings nur Exports der fertigen Bilder darin lagern, die Katalogfunktionen sind wirklich gut!

    • wazi
      4. April 2011

      Uff, danke für die ausführliche Erklärung.
      Aber da ich Aperture nicht wirklich professionell nutze, werd ich wohl doch nicht wechseln.
      Und mir gefällt bei Aperture eben, dass alles in einer Mediathek zusammengefügt ist und ich mir keinen Kopf über Ordner-Strukturen machen muss.

    • DAMerrick
      4. April 2011

      Das ist der Unterschied, wir benutzten es als professionelle Lösung.

      Aber wir haben weder Zeit noch Nerven uns täglich mit Fehlern rumzuschlagen für die sich Adobe in Grund und Boden schämen würde.

      Sei es das plötzlich Bildinformationen verschwinden oder ohne Zutun geändert werden, sei es das Bilder falsch zugeordnet werden, das Bildbearbeitungen nicht übernommen der falsch dargestellt werden oder einfach nur dauernde Komplikationen mit anderen Programmen.

      Aperture 2 war sehr gut, Aperture 3 ist eine Katastrophe. Aber im Privaten Bereich sicher nützlich, die Ansprüche sind da einfach niedriger.

  3. wazi
    4. April 2011

    @ DAMerrick: Also über solche Fehler hab ich mich zum Glück noch nicht ärgern müssen. Liegt aber eben bestimmt daran, dass ich es nicht so intensiv nutze. Dafür ärger ich mich jeden Tag in der Arbeit über die verkrüppelte Creative Suite 5 von Adobe :-/

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  4. der Denkende
    4. April 2011

    Kann man jetzt Bilder nach dem Import automatisch löschen lassen?

    Geht bei meinem iPhone immer noch nicht 😀

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    • wazi
      4. April 2011

      Stimmt, der Punkt nervt wirklich extrem. Vor allem, wenn man vorher nur mit iPhoto „gearbeitet“ hat, dann vermisst man diesen „Luxus“ schon.

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