Bücher digitalisieren mit Plustek OpticBook-Buchscannern

Manche Dinge können nicht warten …
Sommerpause hin oder her!

Viele Bücher und Zeitschriften sind leider nicht in digitaler Form erhätlich. Wer solche Publikationen in digitaler Form nutzen möchte, beispielsweise auf dem iPad, muss sie deshalb digitalisieren. Andreas von Gunten, der vor einiger Zeit über das Digitalisieren von Büchern gebloggt hat, stellte mir freundlicherweise seinen A3-Buchscanner aus der OpticBook-Reihe von Plustek zum Ausprobieren zur Verfügung:

Die Buchscanner von Plustek unterscheiden sich von gewöhnlichen Flattbettscannen dadurch, dass eine Seite der Scanfläche beinahe randlos ist. So kann man Bücher mittig auflegen, was die Verzerrungen beim Scannen von Anfang an stark reduziert und im Gegensatz zum flachen Auflegen die gescannten Bücher nicht beschädigt – Letzteres ist vor allem bei ausgeliehenen Büchern wichtig. Daneben werden die Plustek-Buchscanner mit Software zum automatischen Beschneiden und Entzerren sowie zur Texterkennung (OCR) ausgeliefert. Leider stehen Treiber und Software bislang nicht für Mac OS X zur Verfügung.

Beim Ausprobieren nutzte ich die Scan-Software «Book Pavilion» von Plustek in einer virtuellen Microsoft Windows-Installation via Parallels Desktop. Die gescannten Seiten speicherte ich einzeln als JPEG-Dateien. Danach verwendete ich Acrobat Professional auf dem Mac um die JPEG-Dateien zu einer einzigen PDF-Datei zusammenzufassen und den Text erkennen zu lassen.

Das Scannen von Büchern ist leider zeitaufwendig, lohnt sich aber, solange die meisten Verlage ihre Publikationen nicht in digitaler Form anbieten und man auf die digitale Nutzung nicht verzichten möchte. Ich persönliche schätze insbesondere die Möglichkeit, digitalisierte Publikationen durchsuchen und auf verschiedenen Geräten im Originallayout nutzen zu können.

Bezugsquellen für Plustek OpticBook-Buchscanner

In der Schweiz sind folgende Plustek OpticBook-Buchscanner bei BRACK.CH erhältlich, wobei sich die verschiedenen Versionen hauptsächlich durch die Scanfläche und die Scangeschwindigkeit unterscheiden:

Studenten können sich bei BRACK.CH anmelden um Studentenrabatt zu erhalten*.

Amazon.de führt zahlreiche OpticBook-Versionen im Angebot*, das oben erwähnte Einsteigermodell Plustek OpticBook 3800* kostet momentan EUR 320.98.

Fazit

Bücher zu scannen ist zeitaufwendige Knochenarbeit und Plustek lässt sich die randlose Scanfläche teuer bezahlen. Möchte man aber ein Buch oder eine Zeitschrift digital nutzen und ist keine digitale Version erhältlich, ist das Digitalisieren mit einem OpticBook-Buchscanner von Plustek eine sinnvolle Möglichkeit. Aus Mac-Sicht ist bedauerlich, dass die Software nicht für Mac OS X verfügbar ist, doch hat sich das Ausweichen auf eine virtuelle Microsoft Windows-Installation bewährt.

Hat jemand von Euch auch schon Erfahrungen mit Plustek OpticBook-Buchscannern gesammelt?

Partner-Weblinks bei MacMacken sind mit * gekennzeichnet.

4 Comments

  1. Jörg
    29. Juli 2011

    Ich habe eine etwas andere Variante zum Scannen meiner Bücher gewählt:
    Den Scansnap 1500 von Fujitsu.
    Er hat natürlich keine Auflagefläche, zieht dafür aber 50 Seiten nacheinander und schnell ein und scannt selbstverständlich beidseitig.
    Der „Nachteil“, man muß das Buch aufschneiden, das heisst den Rand abschneiden.
    Es geht also nur für eigene Bücher. Dafür aber um ein Vielfaches schneller und müheloser …
    Und es ist natürlich am Anfang eine echte Überwindung, die liebgewonnen Bücher quasi „zu vernichten“ – dafür habe ich sie dann in ihrem zweiten Leben in digitaler Form, auf allen Geräten und jederzeit bei mir 😉

    Reply
    • Martin (MacMacken)
      29. Juli 2011

      Ich bin auch schon so vorgegangen – allerdings muss man dazu wie von Dir erwähnt Bücher kaufen und zerstören. Vor allem Letzteres empfinde ich bei Büchern als unbefriedigend. Ich könnte mir aber vorstellen, in Zukunft wieder Bücher auf diese Art zu zerstören, wenn ich sie in gedruckter Form sowieso entsorgen möchte.

      Wie schneidest Du Deine Bücher auf? Je nach Bindung ist das Aufschneiden ja leider sehr mühsam, vor allem bei Paperback-Bindung. Und die Doppelseiten für das Scannen sauber zu halbieren ist auch sehr aufwendig.

      Und wie speicherst Du Deine Bücher? Ebenfalls als PDF?

    • Hendrik
      30. Juli 2011

      http://lifehacker.com/5785565/how-to-digitize-a-book-using-a-circular-saw
      Da hab ich’s das erste mal gesehen…sieht aber schon brutal aus!

    • Martin (MacMacken)
      30. Juli 2011

      Wow! 😀

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