{UPDATE} Aperture vs. Lightroom – Was bringt Apple zur WWDC 2013

Posted by on Mai 31, 2013 Tagged: , , , , , , | 16 Comments

overview_aperturelightroom4Die WWDC steht vor der Tür (10. Juni 2013) und viele stürzen sich auf die Gerüchte der kommenden Features – Scheinbar soll das Design stark verändert werden. Vielleicht Flat, vielleicht Farbe?!? – Ich plädiere für mehr Bewegung auf dem Homescreen!

Das soll aber gar nicht Thema sein, sondern ich will auf eines der Mac Software Produkte von Apple hinaus, nämlich Aperture.

Ich habe mich damals bewusst für Aperture und gegen Lightroom entschieden, da mir die ganze Integration in die Apple Landschaft (iPhone, iPad, etc.) besser gefallen hat. Des Weiteren kam noch das einfache Bedienkonzept hinzu. So kann man auch als nicht „Profi-Fotograf“ ansprechende Bilder gestallten. Und diese dann auch einfach veröffentlichen (Fotostream) oder drucken lassen – alles aus einer Applikation.

Aber leider hat sich in den letzten Monaten nicht viel an Aperture verändert bis auf weitere  RAW-Profile der neuen Kameras. Bugs wurden zwar behoben, aber neue Funktionen oder gar ein Redesign kamen nicht.

Nun stellt sich die Frage was wird Apple tun? Wird es Aperture aussterben lassen und iPhoto weiter ausbauen, oder umgekehrt? Wandert alles in die Cloud? Oder hat Apple gar kein Interesse mehr an Fotographie?

Welche Features würdet ihr euch wünschen?

Ich würde mich freuen, wenn ich meine Bilder sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPad bearbeiten, sortieren und verwalten könnte. Zugriff auf all meine Bilder, ohne direkt das iPad mit 128 GB zu kaufen. Dies würde aber voraussetzen, dass ich all meine Bilder in die Cloud lege, dafür benötigt man Speicherplatz und dieser kostet etc. etc. etc. – Also wären wir wieder beim Abo-Modell. Was sagt ihr zu Aperture und der WWDC? Welche Software benutzt ihr? Und was wird Apple alles vorstellen?

{UPDATE}
Erstmal danke, dass ihr euch so intensiv an der Diskussion beteiligt. Ich habe vielleicht noch eine interessante Information. Ich habe gerade nach Updates geschaut, weil ich „OS-X 10.8.4“ installieren wollte und habe gesehen, dass es gerade ein Update für Aperture gab. Die neue Aperture Version 3.4.5 bringt jedoch keine neuen Funktionen, sondern nur Fehlerkorrekturen. Was kann das bedeuten? Vielleicht das letzte Update vor einen Major-Update?

Bildschirmfoto 2013-06-05 um 21.50.23

16 Comments

  1. nggalai
    2. Juni 2013

    Ich setze die Kombination aus MediaPro und CaptureOne ein (beide von Phase One), Aperture hatte mich nie groß interessiert. Dennoch fände ich es schade, wenn Apple nicht endlich nachzieht – Adobes Geschäftspolitik ist gar nicht «meins», Phase One im Vergleich ein Zwergenentwickler, also bin ich um alle möglichen Alternativen froh.

    Aber realistisch betrachtet erwarte ich keinen großen Aperture-Wurf mehr. Vielleicht einen Hybriden mit iPhoto, so ein bisserl wie aus Final Cut Pro die iMovie-ähnliche Version X geworden ist. Ich hoffe, dass ich mich mit der Einschätzung irre, aber dann hätte sich Apple mehr Zeit dafür genommen als für die Entwicklung von (3!) Betriebssystemversionen (zählt man Snow Leopard auch noch mit, da wohl schon in der Entwicklung zur Zeit von Aperture 3, gar 4 Versionen). Occams Rasiermesser sagt mir hier: Nö.

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  2. Sebastian
    2. Juni 2013

    Bevor wir wieder wie wild spekulieren, wann Apple ein Aperture 4 auf den Markt bringt, sollten wir kurz überlegen, was aktuell fehlt: Lightroom 4 hat GPS-Funktionen und die Möglichkeit geschaffen, Bücher zu gestalten. Beides konnte Aperture schon vorher. Die Liste der unterstützten RAW-Formate wird von Apple kontinuierlich gepflegt, weshalb hier akut kein Handlungsbedarf besteht. Ich vermute, dass dies auch das Problem von Apple ist: Sie wollen nicht einfach Funktionen nachrüsten, die Lightroom auch hat. Wenn, dann muss es ein größerer Wurf sein und die Anlehnung an Final Cut X klingt spannend: Hier wurde ein professionelles Tool radikal für die Youtuber dieser Welt umgebaut – und der Preis signifikant gesenkt. Dann gab es einen Aufschrei und nun finden es die Leute offenbar doch nicht so schlecht.

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    • nggalai
      2. Juni 2013

      Mir würde da als Erstes eine aktualisierte Renderengine einfallen, auf zwei Ebenen:

      1. Lightroom 4 hat mit dem «Prozess 2012» in Sachen Lichter/Schatten-Korrekturen gut vorgelegt. Entrauschen auf RAW-Ebene ist in Lightroom hervorragend, da kommt z.Z. nur Photoninja dran ran. Für Aperture gibt’s zwar gute Entrausch-Plugins, aber ob diese in schwierigen Fällen auf ähnlich gute Ergebnisse kommen wie ein Entrauschen auf RAW-Ebene ist schwierig zu sagen. Und diese Plugins machen auch wieder Extrakosten.

      2. Aperture bzw. die Engine unterstützt weder linear-DNG noch 16-Bit-Graustufen-TIFF. Das ist für Nutzer einer digitalen Schwarzweißkamera ärgerlich, dann für diejenigen, die Schwarzweißfilm z.B. mit Vuescan einscannen, und schlussendlich auch für diejenigen, die – aus welchen Gründen auch immer – ihre RAW-Dateien seit Jahren nach linear-DNG konvertiert hatten.

      Bei den Funktionen selbst fallen mir auf Anhieb nur Gradientmasken (z.B. fürs Abdunkeln von Himmeln) und bessere Perspektiven-Korrektur (Keystone) ein. Ersteres hat Lightroom seit Version 1 an Bord, bei Capture One musste man bis zur Version 7 warten. Zweiteres war immer die Stärke von Capture One aber Lightroom hat mit der kommenden 5 mehr als gleichgezogen.

      Alle die genannten Punkte sind nicht trivial und benötigen gegebenenfalls ein heftiges Umbauen der Software. Von daher könnte es tatsächlich so lange gedauert haben – besonders dann, wenn man’s dann besser machen will als die Konkurrenz. Lediglich Gleichziehen gewinnt heute keinen Blumentopf mehr.

      Mein Tipp ist entsprechend: Falls es ein großes Aperture-Update geben wird, dann wohl tatsächlich ähnlich wie damals bei Final Cut Pro mit der Konzentration auf eine spezielle Zielgruppe.

  3. Luke
    2. Juni 2013

    Ich benutze Lightroom, aber primär deshalb, weil ich in Lightroom die Möglichkeit habe, meine Bibliothek viel besser zu verwalten/auszulagern usw.

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  4. A. Stroica
    2. Juni 2013

    @Sebastian: Du hast recht, dass Sie immer die neusten RAW-Profile bereitstellen, aber leider sind diese nicht immer funktional. Ich nutze zur Zeit die Sony NEX-5R und leider funktioniert die Objektivkorrektur überhaupt nicht. Alle RAW’s sehen aus als hätte ich mit einem Fish-Eye Objektiv fotografiert. Und dass passiert mir dem dem original 16-50mm Sony Objektiv

    @nggalai: Ich stimme dir zu, dass Apple nicht nur gleichziehen sollte, sondern das Ziel haben sollte an der Konkurrenz vorbeizuziehen, ich hoffe aber, dass Sie Aperture nicht zu gunsten von iPhoto einstellen.

    @Luke: Was genau gefällt dir an der Verwaltung von Aperture nicht? Du hast zwei Möglichkeiten:
    1. Aperture legt alle Bilder in seinen eigenen Bibliothek ab
    2. Du legst die Ordner selbst an und in Aperture sind nur Verweise auf den Speicherort. Des weiteren kannst du beim Import der Daten direkt eine Kopie an einen definierten Ort ablegen.

    Was mich zum Beispiel am Wechsel zu Lightroom abhält ist das Zusammenspiel mit iPhone und iPad (wäre auch schlimm wenn es nicht funktionieren würde). Ich kann in iTunes angeben, welche Projekte, Alben oder Personen und Orte ich synchronisieren will.

    Wie synchronisierst du deine Fotos mit iPad und iPhone? Ich habe auch schon PhotoSmith ausprobiert, aber das war nicht so wirklich meins.

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    • Luke
      2. Juni 2013

      @A-Strocia:
      Ich genieße es zB, dass Lightroom meine Bilder nach einem von mir frei definiertem Muster auf einer externen Platte ablegt, ich aber auf meinem MacBookPro noch die „Preview“Files behalten kann. Diese habe ich auf Bildschirmauflösung eingestellt. Das reicht tatsächlich, um mal jemandem die Bilder zu zeigen oder so. Ich hab früher einmal Aperture angetastet, und diese Funktion nicht gefunden. Aber es mag sein, dass ich hier Aperture unrecht tue, und es das doch kann. Bei Lightroom ging es auf jeden Fall unglaublich einfach.

    • A. Stroica
      2. Juni 2013

      Ja ich gebe dir recht, man muss etwas suchen und wenn man eine Funktion nicht auf Anhieb findet, ist das frustrierend. Die Preview Idee finde ich gut, mich würde aber dennoch interessieren, wie du die Bilder auf dein iPad bekommst? Exportierst du diese dann?

    • Lucas Bares
      2. Juni 2013

      Hm ich hab ein wenig gesucht. Aber „selbst verwalten“ ist nicht das selbe wie der coole Import-Dialogo von Lightroom. Das ist dann ehr so eine mehr-schlecht-als-recht-Lösung.

      Ich exportiere meine Bilder in aller Regel nicht auf mein iPad. WENN ich es mal brauche, nutze ich den Export oder lege direkt beim Import eine Kopie auf Dropbox an.

      Ich denke da gibt es bessere Lösungen. Da ich aber hier keinen Bedarf habe, nutze ich diese nicht. Ich bekomme notfalls auch Zugriff auf mein NAS und auf die Bilder – auch vom iPad aus.

    • nggalai
      2. Juni 2013

      Ich verwende Lightroom nur noch für Webgalerien und Fotobücher, aber bevor ich auf Media Pro wechselte, hatte ich das so gemacht:

      1. Einen «Hard Drive» Publish-Service eingerichtet.
      2. Den Ziel-Ordner via iTunes auf iPad und iPod synchronisiert.

      So kamen gezielt die Dinger, die ich auf dem iPad haben wollte, immer dann an, wenn das iPad in meinem WIFI-Netzwerk auftauchte. Ich musste also nicht besonders daran denken; wenn ich etwas auf dem iPad und iPod Touch haben wollte, zog ich es auf den Publish Service und gut war.

      Seit ein paar Jahren habe ich das Portfolio eh auf Smugmug, dann noch die Smugmug-App aufs iPad und fertig. Vorteil: Ich muss das iPad nicht gesondert pflegen; was online ist, ist auch auf dem iPad.

  5. Giovanni
    3. Juni 2013

    Was wünsche ich mir von einem kommenden Aperture?

    1. Kalibrierbare Kamera-Profile, wie mit ColorChecker Passport in Lightroom möglich.

    1.a und mehr Einstellmöglichkeiten der RAW-Parameter pro Kamera für die einzelnen Profile. Der Ansatz in Aperture ist gut, aber es fehlen hier erweiterte Möglichkeiten zur Farbeinstellung/Beeinflussung der Farbmatrix im ersten „Ziegel“.

    2. Besserer Schärfungs-Algorithmus. Mit Lightroom kann ich selbst in einem etwas „matschigen“ Landschaftsbild jedes Blatt und jede Struktur einer Gebäudewand differenzieren, ohne dass das Bild künstlich oder überschärft wirkt oder die Konturen grob werden.

    3. Besserer Entrauschungs-Algorithmus. Hierfür benutze ich bisher in Aperture NoiseNinja. Das ist Spitzenklasse, aber es arbeitet eben mit einer zusätzlichen Datei und ist damit nicht Teil des nondestruktiven Workflows.

    4. Objektivfehler- und Perspektivkorrekturen. Dazu benutze ich PTLens – und es gilt das soeben für NoiseNinja gesagte.

    5. Bessere Lichter-/Schattenkorrektur.

    6. Export und Import aller bildbezogenen Einstellungen in XMP Sidecars (geht mit Lightroom), damit man einzelne Bilder von Library A zu Library B transferieren kann und dort in Aperture alle Einstellungen sofort wieder entsprechend vorfindet (oder geht das schon irgendwie?).

    7. Keine Experimente mit dem Interface: Das UI von Aperture ist Spitze!!

    P.S.: Ich bin bereits auf Lightroom umgestiegen und habe bereits eine Menge Anpassungen vorgenommen, aber falls die obigen Punkte umgesetzt werden, könnte ich das nochmals überdenken. Deshalb halte ich mich mit der vollen Produktivnahme von Lightroom noch bis zur WWDC 2013 zurück. Wird dabei kein neues Aperture angekündigt, das meinen Vorstellungen entspricht, dann gehe ich mit Lightroom „volle Kraft voraus“ und eine Rückmigration zu Aperture ist dann nicht mehr umsetzbar.

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    • Sebastian
      3. Juni 2013

      Ich fürchte, Du kannst schon mal Gas geben. Ein Update zur WWDC würde mich wundern.

  6. Adrian Wackernah
    5. Juni 2013

    Ich hoffe schon auf ein Update und hoffentlich wird es nicht das neueste Mac OS X voraussetzen, denn ich kann das auf meinem Mac Pro von 2006 nicht installieren.
    Ich wünsche mir eine bessere Textdarstellung im Bucheditor. Das ist momentan sowas von altbacken. Und ich wünsche mir mehr nichtdestruktive Bildbearbeitungen. Dieser ewige Export zu Plugins nervt schon und bläht die Library unnötig auf. Und ich meckere schon seit Jahren gegen die Druckengine. Das angedachte Layoutmodul ist wohl von Lightroom abgeguckt, allerdings mäßig intelligent umgesetzt. Da bin ich von Apple besseres gewohnt. Vor allem ist drucken auf großformatigen Inkjets auf Rolle eine Katastrophe. Bei über dreißigtausend Bildern geht mir die Übersichtlichkeit langsam unter und mich stört, das iCloud Synchs auf oberster Ebene haufenweise neue Projekte anlegt. Das ist für mich das wichtigste, aber es darf gern noch etwas mehr sein.

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  7. A. Stroica
    5. Juni 2013

    So, schon vor der WWDC kam es zu einem Update – Aperture liegt jetzt in Version 3.4.5 vor. Was bedeutet das für das Major-Update?

    @Adrian: Ja das mit den iCloud Syncs ist mir auch ein kleiner Dorn im Auge, ich nutze dieses „Service“ schon kaum noch

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  8. A. Stroica
    10. Juni 2013

    So eben habe ich via Google+ gelesen, dass Lightroom 5 nun veröffentlicht worden ist. Ich schau mal, dass ich die Neuigkeiten zusammentrage und einen kleinen Beitrag verfasse. Bin gespannt was alles neu ist.

    https://plus.google.com/u/0/114210357725226688774/posts/XZxdWAE3Kdp

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  9. A. Stroica
    10. Juni 2013

    Hier habe ich mal die Videos der neuen Features von Lightroom 5 zusammengefasst:

    http://www.stroica.com/2013/06/10/lightroom-5-ist-veroffentlich-worden/

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  10. tb43.com | TechBlog43 Das Ende von Aperture - tb43.com | TechBlog43
    7. März 2015

    […] nicht mehr weiterentwickelt wird, da ich sehr gerne damit gearbeitet habe. Ich habe in einem anderen Beitrag einen Vergleich zwischen Adobe Lightroom und Aperture gemacht, jedoch gab es damals noch keinen Ausblick auf das neue “Fotos”. Wie steht ihr […]

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