Mein Jawbone UP24 ist kaputt – ohje mein Leben wird nicht mehr dokumentiert

Mein Jawbone UP24 ist kaputt – ohje mein Leben wird nicht mehr dokumentiert

Sonntagabend (vor 8 Tagen) – 22:25 Uhr – Köln – eigentlich nichts Besonderes, aber dann…

„Ahhhhh! Man warum schaltet das doofe Ding über die Taste nicht in den „Schlafmodus“? Haha, da hat das Jawbone UP24 die Rechnung aber ohne mich gemacht. Ich aktiviere den Schlafmodus einfach über die App. Tja mein liebes Jawbone, damit hättest du jetzt nicht gerechnet. Jetzt aber gute Nacht.“

Das böse Erwachen kam dann am Montag…

Die Taste funktionierte immer noch nicht und dann konnte ich den Schlafmodus nicht mal mehr über die App beenden. Die Synchronisation des Bandes hat auch nicht mehr funktioniert. Naja vielleicht war der Akku leer oder so etwas. Ich dachte mir nichts Schlimmes, aber leider war das Ende vom Lied, dass das Band gar nicht mehr funktioniert hat. Gekauft im Juli 2014 und im Februar 2015 schon defekt – Das finde ich für ein Fitnesstracker für über 100€ einfach zu kurz.

Lösung im Internet gesucht

Nach einer kurzen Suche im Netz habe ich nur Wenige gefunden, die von ähnlichen Problemen berichtet haben. Der Lösungsansatz war, dass Durchführen eines Soft-Reset. Dieser wird wie folgt durchgeführt:

  1. Stellt sicher, dass das Band mindestens noch 20% Laufzeit hat
  2. Verbindet das Jawbone per USB Kabel (ohne Band) mit eurem Rechner
  3. drückt und haltet die Taste auf eurem UP
  4. haltet die Taste gedrückt und verbinden das Jawbone UP nun mit dem USB Kabel (ist ein bisschen kniffelig)
  5. wenn das UP24 aufleuchtet lasst die Taste los. Danach ladet das UP vollständig auf, und verbinden Sie es wieder mit der App.

Der Softreset ist nun durchgeführt. Leider hat dieser bei mir nicht den gewünschten Erfolg gebracht – da ja die Leuchte nicht funktioniert. Demnach musst ich den Support kontaktieren.

Support des Jawbone UP24 kontaktiert

Den Support zu kontaktieren kann ja oft sehr aufwendig sein und so ein Support-Fall kann auch gerne mehrere Monate dauern. Somit war meine Lust nicht wirklich groß. Aber egal, denn ich habe ja schließlich über 100€ für das Band bezahlt. Über die Website findet man schnell die E-Mailadresse des Supports. Also alles in eine Mail gepackt und ab damit.

Das Interessante war, dass ich innerhalb von 24h eine Antwort bekommen habe. In dieser wurde ich aufgefordert folgendes zu tun:

  1. Führen Sie einen Soft Reset durch
  2. Laden Sie das UP24 Band 80 Minuten lang auf
  3. Führen Sie den Soft Reset im Anschluss erneut durch.

Leider führten auch diese Punkte nicht zum Erfolg. Also die Ergebnisse wieder in eine Mail gepackt und gewartet. Eigentlich habe ich mich schon damit abgefunden, dass ich mir ein neues Band kaufen muss. Aber so sollte es nicht sein, denn nach kurzer Zeit (ca. 3 Stunden nach meiner Mail) habe ich einen Anruf bekommen, dass das Band kostenlos ausgetauscht wird. Eine Rechnung muss ich nicht nachweisen, denn ich habe das Jawbone UP24 (Amazon-Link) direkt nach dem Kauf auf der Website registriert. Na das nenne ich mal Service im Sinne des Kunden.

Schon verrückt wie wir unsere Daten verschenken

Unabhängig vom wirklich guten Jawbone Service finde ich einen Punkt doch erstaunlich. Gerade in den ersten drei Tagen, hat es mich richtig genervt, dass das Band kaputt ist, aber nicht des Geldes wegen, sondern weil ich keine „Belohnung“ mehr dafür bekomme, wenn ich über 10.000 Schritte am Tag mache. Ich „sehe“ auch nicht mehr wie ich geschlafen habe. Richtig SEHEN – nicht das man sich auf sein Körpergefühl verlässt, nein man muss den genauen Wert in einer App ablesen können.

Das ist schon irgendwie erschreckend wie sehr man sich von so Etwas abhängig macht und wie freizügig man mit seinen sehr persönlichen Daten umgeht? Denn meine Schlaf- und Bewegungs- und Sportgewohnheiten liegen jetzt auf irgendwelchen Servern. Ich für mich persönlich habe irgendwann einen größeren Nutzen darin gesehen, dass ich solche Daten tracke, als dass ich mein Smartphone nur zum telefonieren und E-Mails schreiben nutze.

Aber wie ist eure Meinung

Wie steht ihr zum dem Thema, dass man fast in allen Bereichen Daten über sich erfassen kann bzw. in einer App zusammenfasst und diese dann auch noch in die Hände eines oder gar mehrerer Unternehmen gebt? Macht ihr eher einen großen Bogen um dieses Thema oder nutzt ihr solche Dienste und Gadgets fleißig und seht sogar einen großen Vorteil darin? Schreibt eure Meinung einfach in die Kommentare.

5 Comments

  1. Julian
    23. Februar 2015

    Ich selbst nutze eine Android Gear Smartwatch. Bin damals relativ günstig an eine LG G Watch gekommen, mittlerweile liebäugel ich aber mit einer schickeren G Watch R oder Motorola Moto 360.

    Der Nutzen?
    Sie hat meinen Schlafphase-Wecker abgelöst und erinnert mich daran rechtzeitig ins Bett zu gehen. Mein Schlafpensum besert sich also und der Weck-Schock am Morgen bleibt aus.
    Meine Android Health App reizt mich, möglicht täglich eine Stunde Bewegung zu haben. Ich bilde mir ein, dadurch fitter zu werden.
    Außerdem schont der Blick auf meine Uhr bei Benachrichtgungn mein Smartphone-Akku da ich seltener das Display aktivieren muss.
    Dan gibt es da noch eine nette Möglichkeit die Einkaufsliste per Wunderlist direkt auf meiner Uhr im Supermarkt abzuhaken und allerlei nette Automatisierung-Spielereien a la IFTTT.

    Meine Schlaf- und Bewegungs-Daten auf den Google-Servern? Ich kann damit leben da ich einen persönlichen Nutzen daraus ziehe und Google bisher ausreichend transparent damit umgeht. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

    Auf lange Sicht werden sich Smartwatches meiner Meinung nach durchsetzen und bei einigen Menschen sicherlich auch die Smartphones ablösen. Dafür müssen die Dinger aber selbständig werden und nicht einfach nur keine Peripherie fürs Smartphone sein. Ein Kombination aus Bluetooth-Headset und Smartwatch wird kommen. Da bin ich mir sicher…

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  2. BenGo
    24. Februar 2015

    Achja, das schöne Thema der sammelwütigen Unternehmen. Ich muss ehrlich sagen, ich habe anfangs noch mehr Energie gehabt mich dagegen zu wären, habe es jetzt aber aufgegeben. Ich nutze solche Dienste sehr intensiv, dass liegt vielleicht auch an meinem Beruf als Fitnesstrainer.

    Ich habe zu Beginn meiner Selbstständigkeit viel Zeit dafür „verschwendet“ mir System zu überlegen wie ich Daten von Kunden pflegen, organisieren und zur Verfügung stellen kann. Gemeinsam mit einem befreundeten Programmierer habe ich sogar eine Software entwickelt. Zum Glück habe ich dafür kein Geld investieren müssen, denn ich habe dafür Ihn und seine Kollegen trainiert. Aber unterm Strich haben wir 9 Monate entwickelt und immer weiter verbessert und sind am Ende von den fertigen Lösung der „Großen“ einfach überholt worden.

    Somit habe ich jetzt über 10 Fitness-Apps auf meinem iPhone und meine Kunden füge ich einfach in meine „Freunde-Listen“ hinzu und schon sehe ich ob Sie trainieren oder nicht 😉 Innerhalb der Apps gebe ich ein direktes Feedback und die Kunden fühlen sich auch betreut wenn Sie für sich allein trainieren. Ein Jawbone UP24 nutze ich natürlich auch, bin aber sehr auf die AppleWatch gespannt. Soviel zu meiner Meinung.

    ByTheWay: @Alex: Warum sehe ich auf dem iPhone die Bilder aus deinen Artikeln nicht?

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  3. tb43.com | TechBlog43 Vorbereitung: Apple Watch Event "Spring Forward" -was noch?
    9. März 2015

    […] diese jetzt? Ich persönlich bin ein Freund der “Bewegungsaufzeichnung” wie man auch hier in diesem Beitrag über das Jawbone erkennen kann. Somit würde mir die Apple Watch schon einen Vorteil bringen, da sie im Gegensatz […]

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  4. Michael K.
    12. Juni 2016

    Hallo
    Ich habe zur Zeit das gleiche Problem !
    Habe deine Erfahrung gelesen und auch den Support kontaktiert!
    Warte jetzt mal ab.

    Reply
    • Alex S.
      28. Juni 2016

      Hi Michael, ist ja jetzt schon ein paar Tage her, wie sieht es aus? Hast du eine Antwort bekommen?

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